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Union Stiftung Programm 2020

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Alles Seminare und Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte 2020.

WAS BRINGT DIE ZUKUNFT?

WAS BRINGT DIE ZUKUNFT? Im Gespräch mit jungen Politiker*innen Wir haben mit drei jungen, politisch aktiven Menschen aus dem Saarland über ihre Zukunft gesprochen: Kira Braun ist 24, „waschechte Saarbrücken“ und seit zwei Jahren ist sie Landesvorsitzende der Jusos Saarland. Gerade hat sie den Pflichtteil ihres ersten juristischen Staatsexamens bestanden. Den hat auch Jeanne Dillschneider erfolgreich hinter sich gebracht. Die 24-Jährige ist stellvertretende Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und seit 2019 jüngste Stadtverordnete der Landeshauptstadt Saarbrücken. Manuel Brunz ist 29 Jahre alt. Er arbeitet in der Landesverwaltung im Saarland und ist seit sechs Jahren im Landesvorstand der Jungen Union Saar. Was erwartet ihr von Deutschland in den kommenden zehn Jahren? Kira Braun: In dem Deutschland, das ich mir für in zehn Jahren wünsche, hat jeder die gleichen Chancen, etwas aus seinem Leben zu machen. Kinderarmut gibt es nicht mehr, weil es die Kindergrundsicherung gibt. Jeder lernt, was er will, weil Bildung von der Kita bis zum Master oder Meister gebührenfrei ist. Mein Deutschland in 10 Jahren hat dem Wandel eine Richtung gegeben: durch Investitionen in die soziale und ökologische Transformation unserer Wirtschaft, in die Digitalisierung, in Forschung und Entwicklung. Die saarländische Industrie ist dann Vorreiter für klimaschonende, hochwertige Produktionstechniken. Wir sind ein weltweit anerkannter IT-Standort mit vielen neuen Arbeitsplätzen. Zu unserer Arbeit und in die Schule fahren wir mit dem ÖPNV – nicht weil irgendjemand das Auto verboten hat, sondern weil Bus und Bahn schneller, attraktiver und günstiger sind. Mein Deutschland in zehn Jahren verteilt Arbeit gerechter: sechs Stunden Arbeit am Tag, weil es mehr nicht braucht! Die Menschen sind weniger gestresst und es herrscht Vollbeschäftigung. Jeder kann von seiner Arbeit leben, weil Niedriglöhne der Vergangenheit angehören. Das mag nun alles etwas utopisch klingen, aber ich bin überzeugt: Niemals waren die Chancen größer, unsere Welt besser zu machen. Jeanne Dillschneider: Wir leben in einer Zeit des technologischen Fortschritts, besseren Zugangs zu Bildung und wachsender Gesundheit. Gleichzeitig erleben wir mehr soziale Ungerechtigkeit, Ausbeutung natürlicher Ressourcen oder das Erstarken von rechtspopulistischen, zerstörerischen Kräften. 42 WAS bringt die ZUKUNFT?

Ich erwarte mir von Deutschland, dass wir diese Probleme international angehen. Wir müssen in Bündnissen denken, in europäischer und internationaler Zusammenarbeit. Auch die Klimakrise ist ein riesiges Problem, die aber auch die Chance für einen ökologischen Umbruch bietet: Lebenswertere, grünere Städte, moderne und umweltfreundliche Mobilität oder qualitativ hochwertige Ernährung, ohne dass Mensch und Tier leiden, sind möglich. Ich wünsche mir mehr Zuversicht und weniger Angst vor Veränderungen. Damit das gelingt, müssen wir begreifen, dass Stabilität nicht Stillstand bedeuten darf. Manuel Brunz: Von Deutschland erwarte ich in den kommenden Jahren wieder ein verstärktes Engagement für die europäischen Interessen - als Land im Herzen Europas kommt uns hier eine besondere Verantwortung zu. Gerade mit Blick auf die Bewältigung der Corona-Pandemie darf es - insbesondere für unsere und folgende Generationen - nicht zu „weniger Europa“ kommen. Wir waren und sind einer der größten Nutznießer der europäischen Idee und müssen dieser besonderen Verantwortung nun gerecht werden. Deutschland muss dafür Sorge tragen, dass die europäische Idee auch weiter in allen Mitgliedsstaaten gelebt wird und bei den Menschen ankommt. Was bereitet euch die größten Sorgen, wenn ihr auf die Zukunft schaut? Kira Braun: Die größten Sorgen bereitet mir der zunehmende Rechtsruck in diesem Land. Dass wieder Nazis in Parlamenten sitzen, ist unerträglich. Ich will dem ein positives Zukunftsbild von einem sozialen und modernen Deutschland entgegensetzten. Auch die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen treibt mich um. Der Klimawandel bedroht unser aller Existenz und trotzdem ist es unglaublich schwer, Mehrheiten für grundlegende Lösungen zu finden. Das hat auch ganz materielle Ursachen: Viele Menschen sorgen sich gerade auch im Saarland um die Zukunft ihres Arbeitsplatzes. Deshalb müssen wir das Soziale und das Ökologische zusammenbringen. Zudem macht mir die wachsende Ungleichheit in Deutschland, aber auch weltweit, viele Sorgen. Wenn 42 Milliardäre so viel besitzen wie der ärmere Teil der Weltbevölkerung, dann ist etwas aus den Fugen geraten. Jeder weiß, dass das nichts mit Fairness und nichts mit Leistungsgerechtigkeit zu tun hat. Und deshalb muss Politik einen Ausgleich finden - sonst schwindet das Vertrauen der Menschen. WAS bringt die ZUKUNFT? 43

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