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Saarländisches Staatstheater Spielzeitheft 2019/2020

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Das saarländisches Staatstheater präsentiert die neue Spielzeit 2019/20 und hat so einiges im Programm! Schaut mal in das Spielzeitheft und sucht euch bei allein 27 Premieren und 4 Uraufführungen etwas Schönes aus.

Vorwort Theaterleitung,

Vorwort Theaterleitung, die an einem Strang zieht Die Position des Kaufmännischen Direktors ist weit mehr als nur Zahlen zu verwalten und zu kontrollieren. Es ist eine Tätigkeit mit großer Verantwortung, weil hinter den Zahlen Menschen stehen – die Kolleginnen und Kollegen aller Sparten und Abteilungen, und auch unsere Zuschauerinnen und Zuschauer. Für mich ist es eine erfüllende Herausforderung, hinter der Bühne dafür zu sorgen, dass trotz steigenden Kostendrucks die Qualität der Kunst auf der Bühne erhalten bleibt und unsere über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen sicheren und attraktiven Arbeitsplatz haben. Dafür ist unverzichtbar, dass die Theaterleitung an einem Strang zieht. Wenn ich die Arbeit mit Generalintendant Bodo Busse beschreiben soll, kommt mir sofort ein Zitat von Henry Ford in den Sinn: »Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt. Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.« Bodo Busse und ich gehen nach den Sommerferien in unsere dritte gemeinsame Spielzeit, arbeiten seit über zwei Jahren vertrauensvoll, harmonisch und mit hoher Fairness und gegenseitiger Wertschätzung zusammen. Wir ergänzen uns wunderbar und haben die gleiche Vorstellung davon, wie ein Theaterbetrieb funktionieren muss. Bis jetzt haben wir auch in schwierigen Situationen immer konstruktive und gute Lösungen gefunden. Packen wir also in gewohnt verlässlicher Weise die Spielzeit 2019/2020 mit dem phantastischen Programm für alle Generationen gemeinsam an! Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt Es freut mich sehr, dass das Saarländische Staatstheater die Initiative ergriffen hat, eine Saarländische Erklärung der Vielen zu verfassen. Als Kulturminister begrüße ich diese Initiative, denn sie ist ein Bekenntnis zu kultureller Vielfalt in einer offenen und demokratischen Gesellschaft. Damit zeigt das Staatstheater Kante – nicht nur FÜR Freiheit, sondern auch aktiv GEGEN Intoleranz und rechten Populismus. Dass es gerade das Theater ist, das hier die Federführung übernommen hat, ist nicht weiter verwunderlich, sind doch insbesondere Theaterhäuser Erfahrungsräume der Demokratie. Denn in Theatern ist Vielfalt Normalität, hier existieren sehr unterschiedliche, teilweise sogar völlig gegensätzliche Formen nebeneinander und Ungewohntes gehört zum Alltag. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden mit alldem ebenso konfrontiert wie Besucherinnen und Besucher. Alle, die mit Theater in Berührung kommen, müssen sich mit Ungewohntem auseinandersetzen und Widersprüche aushalten. Insofern vermag Theater hier etwas, bei dem Politik bisweilen an ihre Grenzen stößt, nämlich Menschen ein Miteinander einüben zu lassen. In diesem Sinne rufe ich auch in dieser Spielzeit wieder alle Saarländerinnen und Saarländer auf: Geht ins Theater, denn Übung macht den Meister – und die Meisterin! Ulrich Commerçon Minister für Bildung und Kultur des Saarlandes Prof. Dr. Matthias Almstedt Kaufmännischer Direktor 6

Vorwort MACHT – OHNMACHT – EMPOWERMENT Anmerkungen zum Spielzeitmotto Die eine oder der andere hat sie, andere wünschen sie sich und wiederum andere lehnen sie ab oder wollen nichts mit ihr zu tun haben: Macht. In einer Gesellschaft, in der viele Bürgerinnen und Bürger eher das Gefühl der Ohnmacht kennen und das Ringen um gesellschaftliche Teilhabe längst nicht abgeschlossen ist, scheint eine Reflexion von Macht- und Ohnmachtstrukturen und dem Wunsch nach Einfluss und Orientierung zwingender denn je. In der Auseinandersetzung mit so unterschiedlichen Stücken und literarischen Stoffen wie beispielsweise »Hexenjagd«, »Weh dem, der aus der Reihe tanzt« oder »Hoffnung« gilt es nicht nur in der geschichtlichen Rückschau und der Analyse der Gegenwart, sondern auch in einem hoffnungsvollen Blick in die Zukunft, Strategien der Selbstermächtigung aufzuzeigen und spielerisch zu befragen. Wie gehen Menschen mit ihren Erfahrungen von Macht und Ohnmacht um und was heißt das für ein gesellschaftliches Miteinander? Wie kann ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben aussehen? Was haben Autorinnen und Autoren zu diesem Thema beizutragen und welche Anregungen können unsere Inszenierungen bieten? Wir freuen uns auf eine spannende neue Spielzeit. Horst Busch Chefdramaturg und Künstlerischer Leiter des Schauspiels Die Inszenierungen der Schauspieldirektorin In der sparte4 beginne ich die Spielzeit mit unserem zweiten Teil der Saarland-Saga – einer Romandramatisierung von Ludwig Harigs »Weh dem, der aus der Reihe tanzt«. Darin rekonstruiert der Autor seine Jugend im Nationalsozialismus, die Mechanismen der Macht, denen er ausgesetzt war und seine eigene Verführbarkeit. Ein zweiter Schwerpunkt des Theaterabends ist die Begegnung mit den Orten seiner Erinnerung im saarländischen Sulzbach, um so das Erinnern und das Geschichtenerzählen selbst zum Thema des Abends zu machen. In der Alten Feuerwache folgt eine Uraufführung, der die Novelle »Michael Kohlhaas« von Heinrich von Kleist zugrunde liegt. Wir konnten den Schweizer Autor Marcel Luxinger dafür gewinnen, diesen Text pointiert und mit scharfem Witz zu schreiben. In einer Zeit, in der »Volksbewegungen« zunehmen, welche die demokratische Staatsform und damit die Demokratiefähigkeit unserer Gesellschaft infrage stellen, ist dieser Stoff zum Thema »Empowerment« brennend aktuell. Zuletzt beschäftige ich mich mit »Der große Gatsby«, ein modernes Märchen von F. Scott Fitzgerald. Die lebenshungrige, unterhaltungswütige Gesellschaft sucht in der märchenhaften Party-Welt des unfassbar reichen, mysteriösen, großen Gatsby den ultimativen Kick. Hier geht um die Macht des Geldes und vor allem um die Macht der Liebe und deren wahres Wesen. Bettina Bruinier Schauspieldirektorin Das Staatsballett zeigt seine Choreographien nicht nur in Saarbrücken Es ist immer etwas Besonderes auf Gastspiel zu gehen. Als Künstler in einem Ensemble, das zu einem Staatstheater gehört, tritt man ja nur auf den Bühnen dieses Hauses auf. Man kennt das Publikum vor Ort, alles ist vertraut. Durch ein Gastspiel kommt man in eine neue Stadt, lernt ein anderes Theater kennen, erlebt ein frem- 7

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