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saar-scene September 09/15

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38 TERMINE// ANZEIGE THE HIRSCH EFFEKT Ihren Namen haben sie von einem krankhaften Effekt des Körpers und möchten damit ein wenig in die Irre führen. Was dieser Hirsch Effekt genau ist, das kann man im Internet mal nachgoogeln. Alles weitere hat Nils Wittrock, Sänger des Hannoveraner Trios uns in einer kleinen sympathischen Frage-Antwort- Runde erzählt. Hier im Saarland gastieren The Hirsch Effekt im Oktober zum zweiten Mal. Nachdem sie bereits im August als Supportact von Enter Shikari in der Garage am Start waren, kann man die Musik, die weit ab von Mainstream ist, in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen abfeiern. Aufgepasst Mädels, denn ihr seid Raritäten auf den Konzerten von The Hirsch Effekt. Also hin mit Euch und emotionale Texte in eigenwillige Musik verpackt auf Euch einströmen und wirken lassen!

39 TERMINE // ANZEIGE Ganz banale Frage: Wieso macht ihr Musik? Gute Frage, man fängt damit an und entweder macht man weiter oder man lässt es. Wirtschaftlich gesehen, wenn man die Zeit betrachtet, ist es natürlich ganz furchtbar. Für mich ist es, wie ein Kind und ist dann dafür da. Irgendwann stellt man sich diese Frage nicht mehr. Ich kann mir ein Leben ohne Musik nicht mehr vorstellen. Natürlich habe ich mich immer wieder hinterfragt, ich möchte es nicht mehr anders machen. Das ganz große Problem für viele, die Eure Musik bewerten möchten ist, dass man Eure Musik nicht in irgendeine Schublade schieben kann? Wäre es einfacher, mainstreamige Musik zu machen? Wir machen Musik, die aus uns spricht. Ob das Leuten gefällt, oder ob das in irgendeine Schublade passt, das ist die andere Sache. Wir überlegen auch nicht, was besser ankommen könnte. Wir machen das, was uns Spaß macht. Wie habt Ihr es geschafft, mit Eurer Musik Fuß zu fassen im Musikbusiness? Wir hatten sehr früh ein kleines Indielable, das uns sehr geholfen hat. Wir haben uns über myspace sehr gut vernetzt. Rezensionen wurden schon am Anfang geschrieben. Unsere erste Tour haben wir selbst organisiert mit einer Bookingagentur. Das muss man erst mal machen. Ich glaube nicht, dass es irgendwann „Rums“ macht. Das ist ein Prozess. Die Erwartungshaltung muss sein, dass man zeigt was man macht und nicht warten, bis jemand auf einen zukommt. Das ist viel Arbeit und man muss oft Abstriche machen. Wie sind die Leute auf Euren Konzerten drauf? Total heterogen. Aber es gibt tatsächlich wenig Frauen. Wie erklärst Du Dir das? Anhand der Statistik auf Facebook, nämlich 9:1 im Verhältnis Männer zu Frauen fällt uns das auf. Auch beim Tshirt Verkauf merken wir es. Ich glaube Metal ist einfach auch sehr männerlastig. Wir haben das nicht mit Absicht so konzipiert.Wieso das jetzt genau so ist, kann ich nicht sagen. Du hast an der Hochschule für Musik und Theater studiert. Wie viel Musiker und wie viel Schauspieler sehen wir auf der Bühne? Da unsere Texte sehr persönlich erscheinen, gehen viele Leute davon aus, dass das hundert Prozent ich bin. Leute fragen auch, wie das ist, wenn ich das immer wieder durchlaufen muss. Ich durchlaufe nicht immer wieder diese Emotionen, also ist es auch ein Stück weit Schauspiel. Bei meiner Recherche habe ich entdeckt, dass Du Musikunterricht in entspannter Atmosphäre anbietest. Wenn man dann aber auf The Hirsch Effekt stößt, dann ist das sehr lustig? Musst Du Dich da öfter mal vor Eltern Deiner Schüler erklären? Haha, ja es gibt Mütter, die finden das lustig. Komischerweise habe ich tatsächlich mehr Jungs als Mädchen im Unterricht. Aber die meisten finden es gut, dass der Gitarrenlehrer auch in einer Band spielt. Hast Du auch irgendwelche total langweiligen Hobbies? Oh ja, ich fahre gerne Fahrrad. Ich spiele gerne Brettspiele wie z.B. Terra Mystica. Ich bastel auch gerne Sachen, wie Effektgeräte. Was war die abgefahrenste Location, wo Ihr bisher gespielt habt? Also die beschissenste war in der Paderborner Uni. Ich wurde informiert, dass der Raum nicht ausgestattet sei. Also sind wir mit kompletter Proberaumausstattung dort hin, hoch in den 8. Stock. Der Raum dort war dann doch ausgestattet und wir haben dann aber letztlich in einem kleinen Seminarraum gespielt. Das coolste war, dass wir auf einer Hochzeit gespielt haben. Das war so eine Crowdfundinggeschichte und man konnte uns für 500 Euro buchen. Die Braut hat dann auch noch ein Lied mitgesungen. Das war ziemlich abgefahren. Interview: Tine Sattler Bild: Band Stummsche Reithalle, Neunkirchen Donnerstag, 1. Oktober www.thehirscheffekt.com

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