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vor 4 Jahren

saar-scene September 09/11

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24 MUsicZone AUF DIE

24 MUsicZone AUF DIE PLATTE, FERTIG, LOS! so WiRd es Was Mit deR plattenpRodUktion (teil 2/3) eder Musiker will seine Songs Jirgendwann einmal für die Ewigkeit konservieren. Doch bevor das Musikstück den Weg von der Partitur ins Plattenregal findet, ist es ein langer und steiniger Weg. In dieser Serie geben euch Experten ein paar Tipps, wie ihr eure Musik am besten auf die Scheibe (und unter die Leute bringt). In dieser Ausgabe gibt es eine Runde Tipps von Antonio Muto. Antonio betreibt in Sulzbach ein Tonstudio und verrät uns, wie sich Bands optimal auf ihren Besuch im Studio vorbereiten können und wie die Kapelle Fallstricke vermeiden kann. Taktgefühl Häufig wird bei Aufnahmen heutzutage ein Metronom eingesetzt. Der Vorteil: dadurch kann der Tontechniker in der digitalen Postproduktion viel besser arbeiten und zum Beispiel fehlerhafte Passagen korrigieren. Für viele Bands ist es ungewohnt nach einem Metronom zu spielen. Deshalb vorher schön üben. Übrigens taktgenaue Musik muss nicht statisch sein. Stimmung Gitarrensaiten sollte man möglichst nicht am Tag der Aufnahme wechseln, sondern vorher. Neue Saiten verstimmen sich am Anfang automatisch und sollten daher erst eingespielt werden. Einschätzen Wer ins Studio geht, sollte ausreichend Zeit einplanen. Manche Bands wollen in einer Woche 10 Songs einspielen. Das gelingt in der Regel nicht, zumal auch noch die Nachbearbeitungszeit für die Produktion eingerechnet werden muss. Pro Woche sind vier Songs realistisch. Wer ein komplettes Album einspielen will, sollte mit drei bis vier Wochen kalkulieren. Sprache Wer in einer Fremdsprache singt, sollte die Texte unbeding vorher von einem Muttersprachler gegenlesen lassen und die Aussprache kontrollieren, sonst kann es schnell peinlich werden. Suff Auch wenn manch einer nur mit entsprechenden Zutaten in die richtige Stimmung für ein Solo kommt, sollte man im Studio besser darauf verzichten und statt dessen konzentriert an der Musik arbeiten. Im zugedröhnten Zustand leidet die Spieltechnik. Üben Lernen, lernen, popernen. Bevor man ins Studio geht, sollte man sein Material kennen. Auch Diskussionen über ein Arrangement haben im Studio eigentlich nichts mehr zu suchen. Reflektion Ist die Band überhaupt bereit um ins Studio zu gehen. Nehmt euch zu erst einmal im Studio selbst auf und holt euch anschließend ein paar ehrliche Meinungen ein. Schon haben wir die schmissige und leicht zu merkende TSESSÜR- Regel entwickelt, mit der euer nächster Besuch im Studio sicher ein großer Erfolg wird.

Gemeinsam mit seinem Bruder Mark Knopfler gründete David Knopfler 1977 die Band Dire Straits. Trotz des großen Erfolgs verließ David nach drei Jahren die Band um fortan als erfolgreicher Solokünstler zu arbeiten. Derzeit bastelt der sympathische Schotte an einem neuen Album und bereitet sich auf seine Europatour vor, während dieser er auch Deutschland besucht. 25 Musiczone david knopfler David Knopfler im Internet: www.david-knopfler.de Egal ob es sich um die Dire Straits handelt, Deine Soloalben oder die Deines Bruders Mark. Die Knopflers scheinen immer den Nerv des Publikums zu treffen. Wie schreibst Du Deine Songs? Oh, vielen Dank. Ich habe schon mit elf angefangen Lieder zu schreiben, sodass es für mich immer einer Art zweite Sprache war. Ich versuche nicht all zu sehr eine Formel zu finden. Das Gerüst eines Songs kann eine lyrische oder melodiöse Idee sein, oder etwas von beidem. Wie die meisten Songwriter notiere ich mir die Idee schnell und arbeite anschließend ausführlich daran. Wenn sich mir beim Schreiben ein Reim aufdrängt, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich den Song verwerfe. Dein Bruder Mark ist gerade auf Tour mit Bob Dylan, den Du selbst als einen Deiner „Helden“ bezeichnest. Wenn Du mit einem Künstler Deiner Wahl auf Tour gehen könntest (tot oder lebendig), wer wäre das? Ich glaube ich muss die großen „Helden“ nicht unbedingt treffen und bin glücklich damit deren Arbeit zu genießen. Aber natürlich gibt es einige Künstler mit denen ich gerne touren oder arbeiten würde. Als erstes fallem mit da Mark Cohn, Richard, Shindell, Antje Dovecot und viele mehr ein. Das könnte eine echt lange Liste werden. Du hast Dich sehr früh mit dem Fragen beschäftigt, wie sich das Internet auf das Musikbusiness auswirkt. Was hat sich seit den 90ern geändert? Es ist einfach in keinster Weise mehr das Gleiche. Ich habe mal ein Buch mit dem Titel „Bluff Your Way in the Rock-Music Business“ veröffentlicht. Davon kannst Du heute kein Wort mehr gebrauchen, denn die Jagd nach dem großen Deal, wie man es bis etwa 1995 betrieben hat, ist einfach für Künstler heutzutage keine Option mehr. Das Buch ist heute bestenfalls ein Anachronismus, wie die Industrie einmal funktioniert hat. Ich glaube es wird eine weitere Polarisation stattfinden zwischen wenigen, kommerziell super-erfolgreichen Künstlern und denen, die eher unabhängig in einer Hand-zu-Mund-Weise operieren. Ich könnte mir vorstellen, dass man am Ende des Konzertes eines großen Stars sich gleich die DVD von diesem Auftritt kaufen kann, oder das man sich Live-Auftritte zuhause via pay-per-view ansehen kann. Wenn neue Technologien auftauchen, wird sie die Industrie schon einsetzen. Du warst kürzlich auf Tour mit einem schönen Akkustik Set, kannst Du uns etwas über Dein Equipment erzählen. Derzeit spiele ich meine Breedlove Custom Acustics – ein wunderschön gefertigtes Teil, bei dem hervorragendes Holz verwendet wurde. Davon habe ich eine mit sechs und eine mit zwölf Saiten. Dazu Carlos Juan Pickups, die sind extrem dynamisch und verzerren den Ton nicht bei ganz leiser oder ganz lauter Einstellung. Deshalb kosten sie wahrscheinlich auch ein ganzes Vermögen. Ich mag aber auch meine Taylors, die immer sehr zuverlässig sind. Amps oder Effekte verwende ich gar nicht, auch keinen EQ, wenn der Raum nicht gerade eine vollständig schlechte Akkustik hat. Text: Markus Brixius · Bild: Privat

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