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saar-scene Oktober 03/09

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Titel Interview mit

Titel Interview mit Jörg Buttgereit Sieben abscheuliche Fragen (und noch schlimmere Antworten) S aar-scene hat sich mit dem kultigen Regisseur, Autor und Trashkönig Jörg Buttgereit aus Berlin einmal über dies und jenes unterhalten. Was ist für Dich absolut purer Horror? Wann und wo hast Du Dich das letzte Mal so richtig gegruselt? Beim Zahnarzt. Was haben Sex, Humor und Horror gemeinsam und wie fandest Du die Mode in den Achtzigern? Das sind alles Dinge die uns emotional bewegen und deshalb stehen wir auch darauf. Die Mode in den Achtzigern fand man damals schon „schrill“. Welche Horror-Filme kannst Du für einen gemütlichen Schocker-Videoabend zu Halloween wärmstens empfehlen? Frankensteins Braut, Der Schrecken schleicht durch die Nacht, Godzilla. Ich stehe ja auf alte Monsterklassiker wo man den Reißverschluss am Gummikostüm sieht. Das „große“ TV-Duell zwischen Angela Merkel und Frank Walter Steinmeier vor der Wahl war für viele Zuschauer zwar schon eine unglaublich schreckliche Inszenierung, aber es geht sicherlich noch besser. Wie hätte das Duell unter Deiner Regie ausgesehen? Für eine gute Inszenierung braucht man auch gute Schauspieler... Wenn Du ein Millionen-Angebot aus Hollywood bekämst, würdest Du annehmen und welchen Film würdest Du mit welcher Besetzung drehen? Ich würde ein aufgeblasenes Remake meines eigenen Films Nekromantik von 1987 mit dem Ehepaar Jonny Depp und Vanessa Paradis machen. Im September ist „Captain Berlin vs. Hitler“ auf DVD erscheinen. Wer ist Captain Berlin und woher nimmt er den Mut, gegen Hitler zu kämpfen, das ist doch saugefährlich? Captain Berlin ist der einzig wahre Superheld Deutschlands und er wurde im zweiten Weltkrieg erschaffen um ein Attentat auf Hitler auszuüben. Leider hat Stauffenberg dieses Attentat unwissentlich vereitelt und Hitlers Hirn konnte überleben... Welche Projekte stehen als Nächstes an? Ich arbeite derzeit an einem mehrteiligen Theaterprojekt mit dem Titel Rough Cuts -- Buttgereits Filmlektionen, das ich im Berliner Hebbel Theater inszeniere. Sieben verdammt schwere Entscheidungen? Stark behaarter Werwolf-Boy oder lesbische Vampirette? Die Lesbische Vampirette. Bin doch ein Mann. Godzilla oder Tarantula? Godzilla, bin schließlich noch ein Kind. Gina Wild oder Michaela Schaffrath? Ich habe ja mit beiden schon für ARTE gedreht. Fürchte aber die Gina gibt‘s nicht mehr. Ramones oder Die Ärzte? Trotzdem Bela B ein alter Schulfreund von mir ist nehme ich die Ramones. Die sind immerhin schon tot. VHS oder Betamax? Beides in die Tonne. Blu Ray! Tom & Jerry oder die Schlümpfe? Itchy & Scratchy John Carpenter oder Rob Zombie? Carpenter, weil er mir bei meinem Film Monsterland so nett zur Seite stand. Interview: Markus Brixius Bilder: Thomas Ecke/ Jörg Buttgereit NEKROMANTIK - Buch www.martin-schmitz-verlag.de/Buttgereit/Buch.html DVD von CAPTAIN BERLIN VERSUS HITLER (ab Okt. 2009) www.myspace.com/captainberlin 4

TITEL Shoot me, please! „Mach doch mal’n paar richtig schöne Bilder von mir!“ – Frustrierte Ehefrauen, die sich durch ein paar Dessousbildchen in Einheitspose frischen Wind im Schlafzimmer erhoffen, können getrost weiter blättern, denn dieses Feld überlässt Otto Staab aus Rehlingen- Siersburg gerne den einschlägig bekannten Weichzeichner- Knipsfabriken. Denn bei ihm sind ausgefallene Models, gern in schrägen Klamotten und teilweise noch schrägeren Locations angesagt. Der 34-Jährige empfindet gepflegte Langeweile für das, was heute noch als Mainstream-Beautyfotografie bezeichnet werden kann. Stattdessen holt er sich Motive vor die Linse, die seinen Ansprüchen an sich selbst und seine Bilder genügen: Er möchte kleine Geschichten erzählen, abgefahren und erotisch darf’s gern sein. Und das alles ohne dokumentarischen Anspruch. Bereits vor 20 Jahren hat Otto angefangen, analog zu fotografieren; ab 2005 brach dann das digitale Zeitalter an. Nebenbei hat er sich die technischen Aspekte rund ums Fotografieren wie Beleuchtung, Bearbeitung des Materials in Photoshop usw. teils in Workshops, teils selbst beigebracht. Von Anfang an war allerdings klar, dass das Hobby nicht zum Beruf werden soll – um nicht irgendwann den Spaß daran zu verlieren. Stattdessen hat Otto eine Ausbildung zum Koch gemacht und arbeitet heute als Küchenchef bei der Norddeutschen Landesbank in Luxemburg. Und auch wenn der Job schlaucht: Am Wochenende gibt’s immer Shootings. Eine etwas abseitigere fotografische Handschrift wie die von Otto ruft natürlich auch einschlägige Publikationen auf den Plan, und Der 34-Jährige empfindet gepflegte Langeweile für das, was heute noch als Mainstream-Beautyfotografie gilt so gibts oft Auftragsarbeiten z. B. für Gothic- und Tattoomagazine. Die übernimmt er meist „ehrenamtlich“ ohne Bezahlung – zur „Imagepflege“, wie er es nennt. Ein Gewerbe ist trotzdem angemeldet, auch wenn’s ihm, trotz gelegentlicher bezahlter Shootings beim Fotografieren, generell nicht aufs Geld ankommt. Bei der Ausrüstung hingegen wird geklotzt und nicht gekleckert, denn Otto ist Perfektionist. Dennoch muss Ottos anderes großes Hobby, die Terraristik, nicht darunter leiden. Direkt neben dem heimischen Fotostudio türmen sich wandhoch allerliebste Tierchen wie diverse Vogelspinnen und Tausendfüßler, die – je nach Auftrag und Nervenstärke des Models – gern auch mal als lebende Requisiten abgelichtet werden. Wer also schon immer „mal’n paar richtig schöne Bilder“ von sich haben wollte und vielleicht nebenbei seine Arachnophobie überwinden möchte – Otto ist der richtige Ansprechpartner... Text: Thomas Mang Bilder: Otto Stab www.phottos.de Otto knipst gegen Langeweile www. - .de 5

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