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saar-scene November 11/11

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4 titel boSSE

4 titel boSSE Ausschließlich positive Nebenwirkungen ls Jugendlicher war Axel ABosse Sänger der Band Hyperchild, die sich jedoch nach nur einem Major-Album auflöste. Nach kurzer Pause versuchte er sich als Solomusiker mit Begleitband unter dem Namen Bosse. Wieder mit einem Major- Vertrag ausgestattet war nach zwei Alben die Geduld des Labels am Ende. Daraufhin nahm der Singer-Songwriter, dessen Musik zwischen Pop und Rock oszilliert, mit seinem Management und seiner Booking-Agentur alles selbst in Hand - und hatte endlich Erfolg. Es muss ein schönes Gefühl sein, zu wissen, dass im Vorfeld einer Tournee, Zusatzkonzerte gebucht werden müssen, um dem Ansturm gerecht zu werden. Um mit Reinhold Beckmann respektive Johannes B. Kerner zu fragen: Wie fühlt sich das an? Eigentlich ist das ganze Jahr ein komplett gutes Gefühl. Das Album erschien Ende Februar und schon die Früh- irgendwie rein geschleust bekomme. Ist das nun nur ein gutes Gefühl und Freude oder erhöht der Zuspruch nicht unweigerlich den Erwartungsdruck an Dich - seitens der Fans und Dir selbst? Wenn ich ehrlich bin, hat sich gar nichts verändert - weder für mich noch für uns als Band. Anfangs hatte ich vieles selbst gemacht: aufgebaut, Merchandise verkauft und mit dem Veranstalter abgerechnet, während unser Bassist das Licht einstellte. Ok, es hat sich insofern etwas verändert, dass wir mehr Hilfe haben und mehr Leute zu den Konzerten kommen. Dadurch können wir uns heute noch mehr auf die Show konzentrieren und noch besser sein. Der Fokus kann auf die zwei Stunden am Abend gelegt werden. Ansonsten hatten wir vor fünf Jahren genauso viel Bock wie heute und spielen auch genauso. Nur dass eben ein größeres Publikum ganz viel zurückgeben kann und dadurch Energien entstehen, „Heute muss ich darum kämpfen, dass ich sie noch irgendwie rein geschleust bekomme.“ jahrstournee war einfach toll. Man hat damals schon gemerkt, dass der Zuspruch groß ist. Es macht total viel Spaß. Als ich mit der Musik anfing, war es das totale Gegenteil. Damals waren die Leute auf der Gästeliste meist die einzigen, die da waren. Heute muss ich darum kämpfen, dass ich sie noch die den Abend emotionaler machen. Kurzum: Der größere Zuspruch hat ausschließlich positive Nebenwirkungen. Was wäre für den Fall der Fälle Deine Karrierealternative gewesen? Ich finde generell handwerkliche Berufe toll. Um mir das Musikmachen leisten zu können, habe ich früher nebenher gekocht. Mit Freunden habe ich in Berlin zwei Läden eröffnet, die mittlerweile ganz gut laufen und in deren Küchen ich früher stand. Wahrscheinlich wäre ich wirklich Koch in irgendeiner Klitsche geworden. Wobei mein Plan als Schüler war, Lehrer oder Anwalt zu werden. Komische Berufswünsche, aber so ist es. Text: Peter Parker Bild: PatrickWamsganz Bosse live am 6.12. um 20 Uhr in der Garage Saarbrücken. www.garage-sb.de www.axelbosse.de

5 titel WILD gERMANy Ganz schön unsexy Manuel Möglich, Jahrgang 1979, war vor Jahren in der Presseabteilung einer Plattenfirma tätig. Dann wechselte er die Seite und schreibt seitdem selbst über Musik (einst auch für das saarländische Magazin “Nachtschicht”) und arbeitet als Autor und Reporter für 1LIVE. Im Februar war er erstmals als investigativer Reporter in der ZDFneo-Sendung “Wild Germany” zu sehen. Er besuchte Pornofilm- Sets und beschäftigte sich mit islamischem Rap, der Metal-Szene und Satanismus. Im November startet die zweite Staffel. “ Wild Germany”, produziert von VICE Deutschland, ist keine gewöhnliche Reportage-Sendung. Sie befasst sich mit besonderen Themen, die im Mainstream-TV eher selten bis gar nicht auftauchen. Ist es schwierig, diese bei ZDFneo durchzusetzen? Bei der zweiten Staffel war das relativ einfach. Der Sender räumt uns viele Freiheiten ein. Die Leute, mit denen wir arbeiten, vertrauen uns fast blind. Sie haben aber bei jeder Folge fast immer berechtigte Einwände. Sei es von Seiten unseres Redakteurs oder der Rechtsabteilung. Wir kriegen neun von zehn Themen durch, was ich für eine echte Ausnahme beim Fernsehen erachte. Vielleicht liegt das daran, dass die ZDFneo-Leute schon länger auf die von VICE produzierten Internetfilme stehen. Was war das ungewöhnlichste, das Du mit “Wild Germany” erlebt hast? Da gab es einige Situationen. An manche erinnere ich mich gerne zurück, andere muss ich nicht noch einmal haben. Ohne das Homophoben-Klischee zu bedienen: Ich muss als Hetereo-Typ nicht nochmal nachts um 3 Uhr in der Unterhose durch einen Darkroom laufen. Und einen Swingerclub muss ich auch nicht mehr von innen sehen. Auf den Besuch beim Pornodreh hatte ich mich tatsächlich sehr gefreut. Letztlich ging es dort ganz schön unsexy zu. Es gibt sehr viele befremdliche Themen und Situationen. Aber egal, was wir anpacken, wir versuchen stets, niemanden vorzuführen. Welche Folge würdest Du mit großer Freude und Stolz Deinen Enkelkindern vorspielen? Die zweite Folge der zweiten Staffel bei den Deutschen Bodybuilding Meisterschaften. Die ist sehr unterhaltsam und hätte bei Enkelkindern vielleicht etwas Belehrendes. Nachdem Stefan Raab mal da war, wollten die uns erst nicht hineinlassen. Doch wir konnten sie davon überzeugen, dass wir uns ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen. Oder die Folge mit den Fußball-Ultras, also den bedingungslosen Fußball-Fans, nicht den Hooligans. Die Folge war die bisher komplexeste, schwierigste und aufwändigste. Text: Peter Parker · Bilder: ZDF und Lilly Engel “Wild Germany” ab 12.11. mit sechs neuen Folgen immer samstags um 22.30 Uhr auf ZDFneo.

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