Der POPSCENE E-Paper Kiosk


Swipe dich durch unsere kostenlosen E-Guides und erlebe Deine Region! Neben POPSCENE findest du hier interessante Broschüren, Leseproben, Magazine aus den Bereichen Tourismus, Kultur, Unterhaltung - multimedial, angereichert mit Fotos, fesselnden Videos und unterhaltsamen Audioclips, für einen faszinierenden Überblick über unsere Region.

Aktuell im POPSCENE E-Paper Kiosk

Aufrufe
vor 4 Jahren

saar-scene Mai 05/15

  • Text
  • Musik
  • Album
  • Klub
  • Redaktion
  • Veranstalter
  • Festival
  • Termine
  • Saarland
  • Saarcamp
  • Bands
  • Saar
Das total umsonste Popkulturmagazin.

10 Termine East Cameron

10 Termine East Cameron Folkcore Einspruch! Jesse Moore ist Gitarrist, Sänger und letztlich auch Sprachrohr der aus Austin, Texas, stammenden Band East Cameron Folkcore. Deren sehr emotionale Musik ist tatsächlich am treffendsten als Folkcore zu bezeichnen. Dass Musik nicht mehr als Protest dient, sieht Moore gänzlich anders. Hier sein Einspruch. Wie wichtig sind sozialkritische und politische Themen in der Popmusik? Hintergrund: Einige deutsche Musikkritiker vertraten zuletzt die These, Pop hätte als Protestmedium weitestgehend ausgedient. Euer Album beweist aber doch das Gegenteil... Das ist absoluter Mist. Jeder, der denkt, dass Musik kein Mittel zum Protest mehr ist, der versteht deren Bedeutung nicht. Musik ist eine Kunstform, die Menschen verbindet. Wobei selbst die moderne Wissenschaft noch nicht gänzlich ergründet hat, wie Musik Menschen verbindet. Musik ist eine Sprache, die über Sprache hinaus geht. Wir alle finden auf eine andere Art Zugang zu ihr. Als ich das erste Mal Rage Against The Machine und später Bob Dylan, Woody Guthrie, Beethoven, Public Enemy und viele andere hörte, öffnete sich während meines Erwachsenwerdens jedes Mal eine neue Welt für mein konservatives Kleinstadthirn. Jeder von ihnen lehrte mich Dinge über andere Welten. Auf ihre jeweils eigene musikalische Art drückten sie eine tiefergehende Wahrheit aus. Es war, als hätte sich mir die Welt geöffnet und als wäre sie mehr als nur schwarz und weiß. Viele Menschen sehen in der Musik ihre tägliche Ration Süßigkeit oder ihre Flucht von der realen Welt. Etwas Süßes, um sich in ihrem bitteren Leben etwas besser zu fühlen. Und wenn man dann in diese Süßigkeit eine Andeutung von Wahrheit mischt, so dass ihre bittere Leben so bitter erscheinen wie sie sind, dann turnt das einige ab. Aber nur weil jemand etwas nicht mag, macht es das noch lange nicht weniger relevant. Versuch mal Pussy Riot zu erzählen, dass Musik nicht mehr länger als Protest funktioniert. Heute, im Jahr 2015, ist in manchen Ländern dieser Erde das reine Spielen von Musik schon eine Form von Protest. R’n’R kam vom Jazz und vom R’n’B, der vom Blues, der wiederum zuerst von den Sklaven gesungen wurde, die in Metaphern ihre Unterdrückung zum Ausdruck brachten. R’n’R war Teufelsmusik und für viele ist er das heute noch. Er wurde ein Symbol der Rebellion – angefangen in der Swing-Jazz-Ära der 20er Jahre (siehe „Strange Fruit“ von Billie Holliday) bis hin zu den 50er und 60ern, als Musik zum Kleber wurde, der eine Generation von Ruhelosen verband. Von Son House bis zu Death Grips ist Protest Bestandteil des menschlichen Geistes und der Seele, und Musik ist ein Mittel, damit dieser Geist zwischen uns kommuniziert werden kann. Interview: Peter Parker Bild: Tyson Zoltan Heder Kleiner Klub, Saarbrücken, 26. Mai, ab 19 Uhr www.4plus1-konzerte.de www.eastcameronfolkcore.com

GARAGE Bleichstr. 11-15 66111 Saarbrücken www.garage-sb.de Tickets bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.garage-sb.de - Infos unter facebook.com/Garage.SB und unter www.garage-sb.de Anzeige

E-Paper Kiosk "Erlebe Deine Region"

POPSCENE - Das total umsonste Popkulturmagazin

POPSCENE News