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E präsentiert Die saar-scene Kulturtipps BernhArd hennen Elfenwinter“ ist das imposante Hörbuch-Finale des „Elfenwinter“- Epos‘ nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Fantasyautor Bernhard Hennen. Elfen wurden spätestens seit Tolkien ausgiebig behandelt. Welche besondere Note haben Deine Elfen? Im Gegensatz zu Tolkien kann ich aus einem weiteren halben Jahrhundert Rezeptionsgeschichte schöpfen. Das heißt, dass ich beim Entwurf meiner Elfen nicht nur klassische Quellen wie das Mabinogion oder die Elfen als Volksmärchen als Vorlagen nutzte, sondern auch vom Bild der Hoch- und Waldelfen der neueren Fantasy-Literatur beeinflusst wurde. Eine besondere Note erhalten meine Elfen durch den vielfach gebrochenen Außenblick anderer auf sie. So können sie je nach Betrachter fast göttergleiche Lichtgestalten oder aber gnadenlose Tyrannen sein, die einen totalitären Staat aufgebaut haben. Es liegt beim Leser, aus dieser Vielzahl von „Wahrheiten“ ihr Elfenbild herauszufiltern. Durch zahlreiche Fantasyprodukte haben wir eine Vorstellung, wie Elfen ungefähr sein „müssen“. Wie weit darf man als Autor überhaupt von diesem Kanon abweichen, ohne dass man von den Genre-Fans eins aufs Dach bekommt? Die Freiheit hat definitiv Grenzen. Wären meine Elfen plötzlich über drei Meter groß, von blauer Hautfarbe und hätten eine in einem Schwanz endende Wirbelsäule, würden sicherlich etliche meiner Leser das Handtuch werfen, obwohl die Na’vi aus James Camerons „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ durchaus viele Parallelen zum Mainstream-Elfenbild aufweisen. Fantasy hat ja zumindest unter den Literaten einen schlechten Ruf. Trotzdem findet fast jeder den Klassiker „Herr der Ringe“ gut. Wie erklärst Du Dir diese Diskrepanz? Zum einen liegt es daran, dass viele so genannte Literaten etablierte Vorurteile kolportieren und sich oft nicht die Mühe machen, Fantasy zu lesen. Bei Tolkien funktioniert sel-

iger Mechanismus in umgekehrter Richtung. Als Oxford Professor ist er quasi per definitionem ein Leitstern in intellektuellen Kreisen, folglich kann alles, was er schreibt, nur brillant sein, denn sonst wäre er ja schließlich kein Professor in Oxford geworden. Ganz gewiss ist „Der Herr der Ringe“ ein Meilenstein in seiner Zeit, doch meiner Meinung nach gibt es inzwischen auch Besseres, wie etwa die Romane von George R. R. Martin. Wie hast Du selbst Deine Leidenschaft für fantastische Geschichten entdeckt und wie hast Du das vor Deinem weniger nerdigem Umfeld gerechtfertigt? Zur Fantasy kam ich ganz klassisch über Tolkiens „Herr der Ringe“. Übrigens wurde mir das Buch von einem Sportlehrer empfohlen, der ganz richtig erkannt hatte, dass ich eher ein guter Tausend-Seiten-Leser als ein auch nur ein halbwegs passabler Tausend-Meter- Läufer bin. Nach Tolkien hatte ich Lust auf mehr und habe ungezählte Lesestunden in fantastischen Welten verbracht. Seit meine Elfen-Romane zum Thema von erfolgreichen Promotionen wurden, muss ich mich auch nur noch selten vor meinem akademischen Umfeld rechtfertigen, dass ich schreibe, woran ich Spaß habe. Wenn „Die Elfen“ einmal verfilmt werden sollte, wer soll Regie führen und wer die Königin Emerelle spielen? Leider ist eine Verfilmung bislang nur ein Traum. Aber wenn man schon träumt, sollte man es in großem Stil tun. Meine bevorzugten Regisseure für einen Elfen Film wären Roland Emmerich oder James Cameron. Als Emerelle könnte ich mir Nina Hoss, aber auch sehr gut Renée Weibel vorstellen. Wenn Du ein Dungeons & Dragons-Held in einem Fantasy-Universum sein könntest, wie würde der aussehen? Ich wäre kein Held sondern der Spielleiter, da es mir einfach im Blut liegt, Geschichten zu entwickeln. Interview: Markus Brixius · Bild: Xin Wang/Folgenreich >> Älteres Videointerview Bereits erschienen Folgenreich/Universal www.bernhard-hennen.de KLEINKUNST & KULTURCLUB KULTURSALON DIE WINZER & KIR RESONANZ KULTUR - SALON BEI DEN „ WINZERN“ MARTIN - LUTHERSTR. 5 · 66111 SAARBRÜCKEN WWW.KUNSTUNDKULTURCLUB.DE

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