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saar-scene Juni 06/11

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Titel Leanne Prain

Titel Leanne Prain Ungefilterte Kommunikation Die Kanadierinnen Leanne Prain und Mandy Moore waren mit die ersten, die über eine ganz besondere Form der Street Art schrieben: Strick Graffiti, im Englischen Yarn Bombing genannt. In ihrem Blog www.yarnbombing.com berichten sie regelmäßig über dieses Phänomen, das im Jahr 2005 von Magda Sayeg in den USA mitinitiiert wurde. Gerade ist von Moore und Prain das Buch „Strick Graffiti“ erschienen, Chronik und Ratgeber in einem. saar-scene sprach mit Prain. Warum Strick Graffiti? Nur aus Jux, um die Umwelt zu verschönern, oder steckt eine politische Aussage dahinter? „Da gibt es viele Gründe. Erst einmal macht es ungeheuren Spaß. Zudem kann man damit seine Umwelt personalisieren. Ich lebe in einer sehr kommerziellen Gegend in Vancouver. Da ist es mir wichtig, eine besondere Beziehung zu meiner Umgebung aufzubauen. Natürlich ist Strick Graffiti auch ein Kommunikationsmittel: Wem gehören öffentliche Plätze? Was ist Kunst? Was ist Graffiti? Werden handgefertigte Materialien ernsthaft als Kunst oder Graffiti anerkannt? Was passiert, wenn Kunst greifbar wird? Wie ist es, stundenlang etwas zu erschaffen, das möglicherweise binnen weniger Minuten zerstört wird? Wenn es Gestricktes oder Gehäkeltes Graffiti ist, wird es dann dennoch als Frauen-Handarbeit angesehen? Können wir auf eine weibliche Textil-Geschichte stolz sein? Kann Handfertigkeit politisch sein? Können handgemachte Nachrichten ein Ersatz sein in einer mit kommerzieller Werbung zudekorierten Welt? Kann Street Art eine Form der Kommunikation sein? Während all die oben gestellten Fragen eindeutig mit Ja beantwortet werden müssten, ist es eigentlich viel wichtiger, dass Strick Graffiti die Leute dazu bringt, über genau diese Dinge zu reden.“ Was glaubst Du, was Menschen dazu veranlasst, sich an Street Art im Allgemeinen zu beteiligen? „Es geht darum, die Plätze, in denen wir leben und die wir besuchen, für sich zu beanspruchen. Momentan ist so Vieles in dieser industrialisierten Welt von Firmen besetzt oder irgendwie reguliert. Mitunter geht das so weit, dass es mancherorts Regeln gibt, wie man sein Haus zu verzieren hat. Street Art ist indes dazu gedacht, sich selbst in einer nicht editierten Art und Weise auszudrücken. Es ist ein persönlicher Ausdruck, eine Art, mit anderen zu kommunizieren. Es ist vor allem ungefilterte Kommunikation.“ Text: Peter Parker · Bild: Jeff Christenson „Strick Graffiti“ ist bereits erschienen. (192 Seiten, Taschenbuch, ISBN 978-3-426-64709-7, Knaur Ratgeber, München 2011) www.yarnbombing.com Magazin-juni-21.indd 4 27.05.11 09:11

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