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saar-scene Juli 07/11

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Kleinkunst & KulturClub

Kleinkunst & KulturClub Kultursalon Die Winzer & Kir Resonanz Termine im JuLi Klaus Weiland Magic Guitar Samstag 9. Juli, ab 21 Uhr Turne bis zur Urne Oma F.R.I.E.D.A Comedy-Kabarett mit Jutta Lindner Freitag 27. Juli, ab 21 Uhr Kultur - Salon bei den „ Winzern“ Martin - Lutherstr. 5 · 66111 Saarbrücken www kunstundkulturclub.de

Nach der Vorlesung ins Bordell Interview mit Alexandra Aden 27 Sexzone Laut einer aktuellen Studie kann sich jeder dritte Berliner Student vorstellen, seine Ausbildung mit Prostitution zu finanzieren. Überraschend viele. Wie es ist, als Studentin sich zu prostituieren, davon berichtet Alexandra Aden in ihrem Buch „Und nach der Vorlesung ins Bordell: Bekenntnisse einer deutschen Kunststudentin“. Die über 40-jährige ehemalige Prostituierte ist heute freischaffend in der Kulturbranche tätig. Ist Prostitution ein ganz normaler Job? Für mich war es das. Dass es in der Öffentlichkeit anders gewertet wird, ist mir durchaus bewusst. Ich bin abends hin, zog mich um und machte meinen Job. Über diesen hatte ich mir nie groß Gedanken gemacht. Ich hatte freundliche Kolleginnen; es war oft sehr lustig - auch mit den Gästen. Das Gute war, dass ich mir ein gutes Leben leisten konnte. Ich bin gern hingegangen. Wie viele Menschen wussten davon und wie reagierten sie? Meinen Eltern hatte ich das nicht erzählt - lediglich zwei Freundinnen. Die reagierten sehr locker und waren natürlich sehr neugierig. Was sich aber nach ein paar Wochen wieder legte. Hatte es Dir gefallen, von den Männern begehrt zu werden, und hat das irgendwie Dein Selbstwertgefühl gesteigert? Ich war damals Anfang 20 und in einem Alter, in dem einen sowieso die meisten Männer begehren. Ich weiß nicht, ob ich mich dadurch besser gefühlt habe. Für mich war das einfach normal. Ist Deine Arbeit mit der einer Schauspielerin zu vergleichen, die sich verkleidet und für die Gäste in eine Rolle schlüpft? Auf jeden Fall. Man muss ja stets fröhlich sein und darf seine eigenen Probleme nicht zeigen. Manchmal war es wirklich wie Schauspielerei. Wie hat sich durch Deinen Job das Verhältnis zum Sex verändert? S e x hat für mich an Gewicht verloren. Mir sind heute ganz andere Dinge wichtig: Zuverlässigkeit etwa. Warum gibt es eigentlich keine Puffs für Frauen? Ich glaube, Frauen suchen etwas anderes. Wenn ich mir vorstelle, als 40-jährige Frau zu einem 20-jährigen Mann zu gehen, der meine Wünsche erfüllen soll - das finde ich total seltsam. Aber die Männer sind umgekehrt doch auch so mit ihnen verfahren? Ja, da kam es mir normal vor. Aber wenn man sich mal in die andere Position begibt, ist es das nicht mehr. Ich könnte das nicht. Als Frau fehlt mir da die emotionale Schiene. Text: Peter Parker „Und nach der Vorlesung ins Bordell: Bekenntnisse einer deutschen Kunststudentin“ ist bereits erschienen. (256 Seiten, Taschenbuch, ISBN 978-3-89602-857-0, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2008)

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