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saar-scene Juli 07/11

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24 Musiczone Justice for

24 Musiczone Justice for All Musikrecht leicht gemacht (Teil 5/5) Gregor Theado ist Anwalt für Urheberrecht, Medienrecht, Datenschutz- und Informationsrecht. Wir haben den Fachmann für eine fünfteilige Serie gewinnen können, die sich mit dem Thema Musikrecht beschäftigt. Mit diesen Infos seit ihr künftig immer auf der sicheren Seite des Gesetzes. Kai und Timo haben ihr sauer erspartes Geld dafür verwendet, in den letzten drei Wochen ein Studio anzumieten und ihre Songs einzuspielen. Herausgekommen ist ein vorzeigbares Album, auf das die ganze Band stolz ist. Es dauert nicht lange und ein Plattenlabel wedelt mit einem Plattenvertrag vor den Nasen der Bandmitglieder herum. Ist das DER Deal, auf den alle gehofft haben? Im Bereich der Musik sind Verträge nicht wegzudenken. Wie wir in Teil 1 dieser Serie gesehen haben, beginnt es bereits mit der Formierung der Band und setzt sich fort mit z.B. dem Proberaummietvertrag, dem Vertrag mit dem Aufnahmestudio, dem Produktionsvertrag mit dem Presswerk, dem Nutzungsvertrag mit Musikerplattformen wie myspace und Co., dem Verlagsvertrag, dem Bandübernahmevertrag usw. Nimmt ein Musiker keinen rechtlichen Beistand zu Hilfe, so müssen ihm zumindest die Grundstrukturen der Rechte an seiner Musik stets präsent sein, damit es zu keinen für ihn nachteiligen Vertragsschlüssen kommt. Wie oft hört man von „Knebelverträgen“, in welchen Musiker ihre Rechte über Jahre hinweg an dubiose Labels und Verlage übertragen, ohne davon zu profitieren. Bevor man einen Vertrag voreilig eingeht, sollte man sich daher die nötige Zeit ausbedingen, die Konditionen ausgiebig zu beleuchten und zu hinterfragen. Auch wenn unerfahrenen Musikern oftmals der Eindruck vermittelt wird, sie hätten im Musikbusiness wenig zu sagen oder mitzubestimmen, sollte ein Vertrag immer beide Seiten angemessen berücksichtigen. Je mehr ein Musiker veräußert, desto erheblicher muss die Gegenleistung – hauptsächlich die Vergütung, etwa in Form einer regelmäßigen Beteiligung – ausfallen, die er dafür erhält. Gerade bei Verträgen mit Plattenfirmen sollten die Musiker darauf achten, nicht zu stark beschnitten zu werden. So sollten z.B. unbekannte Bands durchaus noch ihre Merchandising Rechte (etwa der Verkauf von Bandshirts auf Konzerten) selbst wahrnehmen dürfen oder eine bestimmte Anzahl Eigenexemplare des Tonträgers verkaufen und die Einnahmen behalten dürfen. Viele der Probleme und Fehler in Vertragsverhandlungen wiederholen sich immer wieder, können aber leicht mit nur wenig Aufwand vermieden werden, wenn man auf die Erfahrung anderer zurückgreift. Bei der heutigen Vernetzung der Musiker untereinander mag durchaus der eine oder andere Profi gerne gewillt sein, dem Amateur hilfreiche Tipps zu geben, wenn er nur fragt. In diesem Sinne allen Lesern und Musikern viel Erfolg für die Zukunft, haut rein! Text: saar-scene / Gregor Theado Bild: Feedough 24 www.kanzlei-theado.de

Alan White Die Dos and Dont’s für Schlagzeuger 25 Musiczone D er Lebenslauf von Alan White liest sich wie das Who‘s Who des Rockadels. Der Meister am Schlagzeug hat schon mit Ikonen wie John Lennon (Plastic Ono Band) und George Harrison gespielt. Neben seiner Hauptband Yes hat Alan White auf unzähligen Tonträgern die Stöcke geschwungen und zählt seit Jahrzehnten zu einem der besten Schlagzeuger der Welt. Hier ein paar wertvolle Tipps vom Meister: 1. Betrink Dich nicht vor einer Show Alkohol hilft nicht wirklich Lampenfieber in den Griff zu kriegen. Es führt nur zu einer lausigen Performance und die Clubbesitzer laden Dich nicht mehr ein. Nach dem Auftritt drinke ich auch gerne mal ein Bier, aber nur wenn ich vorher ordentlich gespielt habe. 2. Mach es Dir am Kit bequem Ich sitze hinter meinem Schlagzeug so, als ob ich Auto fahren würde. Stell den Sitz gemütlich ein, bring die Füße in eine natürliche Stellung und ordne Dein Kit an wie ein Amaturenbrett, auf dem Du alles leicht erreichst. So einfach ist es. Wenn Du dich vorlehnen musst, um ein Becken zu erreichen, stimmt etwas nicht. 3. Beschäftige Dich mit der Musik Als Drummer bist Du Teil eines Teams. Versuche in den Song als Ganzes einzutauchen und nicht unbedingt, was Du für verrückte Fills spielen könntest. Deine Aufgabe ist, den Takt zu halten und die Band nach vorne zu bringen. Wenn Du nicht im Einklang mit der Band bist, wirst Du einen Song ruinieren. 4. Es dreht sich nicht alles um Dich Wenn Du ein Solo spielst oder während einer Drum Clinic performst, kannst Du eine wilde Show machen. Aber selbst dann solltest Du was Substantielles spielen – Show machen kann jeder. 5. Dehn Dich vor einer Show Ich habe das auch nicht immer gemacht, aber mit der Zeit habe ich erkannt, wie gut es tut, sich vor einer Show ordentlich warm zu machen. Durch das Dehnen bleibst Du entspannt und deine Muskeln und Glieder arbeiten wie sie sollen. 6. Übe vor einer Show auf einem Drum Pad Du kannst nicht kalt auf die Bühne gehen und erwarten, dass Du eine gute Show spielst. Vor jedem Gig trommle ich ca. 20 Minuten auf einem Drum Pad. Ich schaue einfach, dass meine Rolls glatt sind und meine Arme locker werden. 7. Hör nicht auf die Kritiken Nichts gegen die tollen Musik-Journalisten. Spiele so, dass Du mit dem Resultat zufrieden sein kannst, dann gefällt es meistens auch anderen Leuten. Text: saar-scene/Joe Bosso · Bild: Eric Nielsen

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