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saar-scene Januar 01/13

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4 titel Horst Lichter

4 titel Horst Lichter Jetzt kocht er auch noch Nach zwei erfolgreichen Live-Programmen mit rund 250.000 Zuschauern ist der wohl bekannteste und lustigste TV-Koch Deutschlands mit seiner neuen Show auf Tour. Am Telefon führten wir mit dem bekennenden Oberlippenbartträger ein heiteres Männergespräch.

Was gab es heute zum Mittagessen? Gar nichts. Ich habe nur in Ruhe gefrühstückt, ich bin momentan auf Tournee und ich habe seit vielen Jahrzehnten die Angewohnheit, dass ich sehr gut und gerne frühstücke, das Mittagessen ausfallen lasse und dann abends meist nach der Arbeit esse. Wenn ich mittags esse, dann werde ich immer so müde und hab‘ das Gefühl, ich müsste mich mal weglegen. Kann man sagen, dass Sie es auf dem Teller gerne eher gutbürgerlich mögen? Das kann man nicht nur sagen, das ist garantiert so! Wenn die gutbürgerliche Küche so ist, wie sie sein soll, kann man mich verzaubern. Und mit einem Schäumchen oder einem Geleechen kriegt man mich nicht. Vielleicht bin ich dazu einfach zu sehr Arbeitersohn. Was war denn bis jetzt ihre wichtigste Auszeichnung? Die „Saure Gurke“, der „Bartträger des Jahres“ oder der „Pfeifenraucher des Jahres“? Es gibt ja noch eine. Das war die „Goldene Schlemmerente“. Ich habe mich über jeden Preis gefreut. Ich habe auch die „Saure Gurke“ nicht als Beleidigung empfunden. Ich habe den Preis bekommen, weil ich einer sehr netten jungen Dame gesagt habe, dass sie für mich wie eine „nougatgefüllte Marzipanpraline“ sei. Und wenn man das als böse empfindet... für mich ist das ein Kompliment. Hinter der Auszeichnung zum „Pfeifenraucher des Jahres“ stehe ich auch, weil ich sehr gerne und genüsslich Pfeife rauche. Ich rieche den Tabak gerne. Ich mag die Zeremonie und ich mag mich nicht wie viele Leute verstecken. Die „goldene Schlemmerente“ war für mich eine ganz tolle Auszeichnung, weil sie Verdienste für die Gastronomie allgemein betraf. Der Preis war nicht unbedingt für kreative Kochleistungen, sondern auch dafür, dass man die Menschen mehr würdigt, die am Tisch sitzen. Wir hatten Christian Rach mal die Frage gestellt, wie man auch als mäßig begabter Koch Damenbesuch beeindrucken kann. Er schlug „Rührei mit Speck“ vor. Da können Sie doch sicher einen drauflegen? Ich weiß nicht, ob das wirklich was mit Essen zu tun hat. Soweit ich weiß, gucken die Mädels auf ganz andere Dinge. Meistens ist es der erste Blick, wie man riecht und wie man sich benimmt. Ich hab‘ noch keine Frau kennengelernt, die aufgrund von dem, was man gekocht hat, weiche Knie bekommen hat. Ihre neue Bühnenshow heißt „Jetzt kocht er auch noch“. Was machen Sie eigentlich, wenn Sie mal nicht kochen? Das was ich am besten kann: Erzählen. Meine Leidenschaft ist nicht unbedingt Kochen. Ich habe den Beruf zwar gelernt, aber nur aus einem Grund: Weil ich Menschen liebe. Ich möchte Menschen am Tisch haben. Ich liebe gemütliche Gaststuben. Ich mag es am Tisch zu sitzen, zu erzählen, zu lachen, mal ernst, mal traurig. Dabei wurde auch immer irgendwie gegessen und getrunken. Deswegen bin ich Koch geworden. Ich bin keiner, der in seiner Freizeit über Märkte läuft und guckt, was ich noch alles kochen könnte. Ich koche einfach auf was ich Lust habe. Aber das ist nicht mein Lebensmittelpunkt. Das sind Menschen. Was können ihre Gäste bei der Show erwarten? Ich hab es jetzt ein paar Mal gemacht und ich bin total begeistert von den Menschen, die abends kommen. Ich hätte nie gedacht, dass dieses Programm so erfolgreich ist. Ich bin mehr Horst Lichter, denn je zuvor. Ich glaube, ich gebe den Menschen zum ersten Mal, was sie erwarten, wenn sie zu mir ins Programm kommen. Sie lachen Tränen, es wird lecker gekocht, der Saal riecht fantastisch, es werden Geschichten erzählt. Es wird auch mal ernst oder traurig. Über die positiven Reaktionen bin ich unendlich glücklich und kann nur „Danke“ sagen. Einfach nur zweieinhalb Stunden Spaß haben. Die Leute merken, es ist einfach echt. Ich bin kein Comedian, kein Kabarettist. Die Leute sind gekommen wegen Horst Lichter, und der ist da. Interview: Markus Brixius · Bild: PR Saarlandhalle, Saarbrücken Donnerstag, 2. Mai www.horst-lichter.de

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