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8 model mAdness trAsh

8 model mAdness trAsh doll Fotokunst aus Luxemburg Unsere Coverfotografin kommt diesmal aus dem benachbarten Luxemburg, genauer gesagt aus Differdange. Wir haben uns etwas mit „Trashi“ über ihre Arbeit unterhalten.

Du lebst und arbeitest in Luxemburg. Dort wird ja seitens der öffentlichen Hand viel für Kultur getan, aber wie sieht es in der Model/Fotografen/Fashion Szene aus? Ich würde sagen, für so ein kleines Land wie Luxemburg, ist das Wort „Szene“ etwas übertrieben. Es gibt einen sehr überschaubaren Fotografenkreis. Vielleicht könnte ein Fashionfotograf diese Frage auch viel besser beantworten und viel mehr darüber erzählen. Ich muss sagen, dass ich als bunter Vogel, der bunte Kitschfotos macht, in Luxemburg zu gar keiner Szene gehöre. Ich habe erst seit Kurzem angefangen, meine Kunst vorzuzeigen und habe zu meinem großen Erstaunen, viel positives Feedback bekommen. Als ich mich hier in meinem Wohnort über Ausstellungsmöglichkeiten erkundet habe, hat man mir gleich weitergeholfen und mir eine Ausstellung für nächstes Jahr angeboten. Aber den ersten Schritt muss man schon selbst machen, man kann nicht erwarten, dass die „öffentliche Hand“ einem Möglichkeiten gibt, wenn man sich nicht selbst dafür einsetzt. Du machst ja nicht nur Portraits von einzigartigen Menschen sondern auch Landschaftsbilder und Bandfotos. Was reizt Dich an diesen unterschiedlichen Motiven? Als ich mit dem Fotografieren anfing, war es zum größten Teil ein Groupie-ähnliches Interesse an meinen Lieblings-Rockbands. Ich hab damals nicht gedacht, dass ich mich je so viel mit Portraits und Menschenfotografie beschäftigen würde. Richtig Spaß macht mir Bandfotografie auch nur, wenn ich die Band mag. Was mir daran gefällt, ist, dass man ne Stimmung festhält. Man hat gar keinen Einfluss auf das, was passiert. Ganz im Gegensatz dazu, habe ich bei Menschenfotografie den ganzen Einfluss. Sei es das Licht, das Set, das Outfit, MakeUp, alles ist geplant. Am meisten Spaß macht mir daran, dass ich meine Ideen, meine Sicht der Sachen und meine Kreativität einbringen kann. Deshalb hat sich das so ergeben, dass ich mittlerweile die meiste Zeit damit verbringe. Ich finde es genial, mich über diesen Weg ausdrücken zu können. Landschaftsfotografie ist, denke ich, ein ganz normaler Prozess, wenn man sich mit Fotografie beschäftigt. Man sieht die Sachen einfach mit einem anderen Auge. Es kommt mir oft vor, dass ich im Auto sitze und dann an einer Stelle vorbeifahre, wo ich mir denke „ach das wär jetzt ein tolles Bild“. Ich bin sehr naturbezogen und hatte schon immer ein Auge für Bäume und Wolken. Ich rege mich immer wieder darüber auf, dass ich mir eigentlich nicht genug Zeit dafür nehme, Landschaften zu fotografieren. Gibt es jemanden, den Du mal besonders gerne fotografieren würdest? Und wie würdest Du diese Person in Szene setzten? Natürlich gibt es da viele (Queen Elisabeth, Alfred Hitchcock, Marilyn Manson...) aber rein egoistisch und fast groupiehaft würde ich sagen, meinen Lieblingssänger (und Teenieschwarm) Jocke Berg, der schwedischen Band „Hardcore Superstar“. Ich würde ihn mit Cowboy Boots in einen Whirlpool setzen, mit ein paar tätowierten Mädels im Bikini mit falschem Pelz und Tiermasken, die ihn mit Schampus übergießen würden, während er sich ganz selbstsicher mit dem brennenden Dollarschein ne dicke Zigarre anzündet. Rock‘n‘Roll at it‘s best. Wie gesagt, rein egoistisch, wenn auch nicht sehr innovativ, aber ich mag, Clichees. Wann ist ein Bild für Dich gut? Für mich persönlich, reicht es nicht, dass ein Bild technisch perfekt ist oder ein hübsches Gesicht drauf ist. Ich würde sagen, ein Bild ist dann gut, wenn, man sich es mehr als nur fünf Sekunden anschauen will. Interview: Markus Brixius · Bild: Trash Doll www.trash-doll.com

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