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saar-scene Januar 01/12

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Das fünfte Album der

Das fünfte Album der zierlichen Kanadierin erreicht uns wieder aus ihrer Wahlheimat Schweden. ‚For the Wolf, a Good Meal’ ist ein wunderbar analoges Konzeptalbum, ein melancholischer Dialog zwischen den Akteuren Cora, Elyse, Eddy, Mary und Krig und ihren Schicksalen. Wendys schwer atmendes Akkordeon, längst zum Markenzeichen der Hippietochter geworden, prägt den Stilfundus für ihren aus dem elterlichen Vinylregal genährten ‚Folk Noir’. Ihr unüberhörbar frankokanadisch inspiriertes Akkordeonspiel fand seinen Weg schon in zahlreiche Filmmusiken und Theaterproduktionen. Aus den Oeuvres von Woodie Guthrie, Leonard Cohen, Joni Mitchell, John Prine wie auch Steve Reich, Meredith Monk, Laurie Anderson und Tom Waits schöpft die Wahlschwedin komplexe musikalischen Einflüsse und weirde Stimmungen. Der Liederschatz von ‚For the Wolf, a Good Meal’ klingt sehr viel zärtlicher und filigraner als die akkordeonbetonte und robuste ‚A Dreamer´s Guide to Hardcore Living’. Sonor präsentiert Die saar-scene Kulturtipps wendy mcneill For the Wolf, a Good Meal wummernder Bass, getupfte Kesselpauke, dezente, dissonant scheppernde Percussion und eine erzählende, dabei aber nie geschwätzige Gitarre geben den Ton an und zaubern Atmosphären, hypnotischer und unheimlicher denn je. Wendys instrumentales Pandämonium ist u.a. bevölkert mit asthmatischer Pfeifenorgel, suizidalem Harmonium, wie im Sturm verhallten Glocken, sonorer Kesselpauke, Marimba und Vibraphon. Über allem hängt ein Hauch von staubiger Vaudeville, wenn sie wie in ‚Flick of the Wrist’ in ihr bourbonraues Timbre verfällt. Nie klang Wendy fragiler und ergreifender als im Opener ‚Our Time’, das mit einem einsamen Akkordiontune den Ton setzt für 12 unerhörte Geschichten von schrägen Typen, wilden Tier- Menschen, Amour Fou, gänsehauttreibender Naturmagie und Geistern, für die das Wasser die Kulisse bildet. Text: Chris W. Burr · Bild: Band Sparte 4, Saarbrücken, Donnerstag, 19. Januar Support: The Bony King of Nowhere www.wendymcneill.com · www.sparte4.de

Andre sedlAczek Über Drachen und Zeichner Der Cartoonist André Sedlaczek, Jahrgang 1967, war schon früh künstlerisch aktiv. Im zarten Erwachsenenalter fasste er schließlich den Entschluss, etwas Sinnvolles zur Welt beizutragen und nahm sein Studium der Illustration auf. Sedlaczeks erstes Cartoonbuch „Als der Weihnachtsmann noch klein war…“ erschien 2000 im renommierten Lappan Verlag, viele weitere folgten. Du hast an der FH Bielefeld Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Illustration studiert. Kann man zeichnen lernen? Was hat dir das Studium gebracht? Zeichnen kann man lernen, das wird dir jeder Zeichenlehrer bestätigen, allerdings aus nicht ganz uneigennützigen Gründen. Die Frage bleibt nur, ob man im Alltag auch Zeit dazu hat, wenn man es nicht gerade beruflich ausübt. Ich kenne viele, deren Talent einfach brach liegt. Das Studium hat mir zum einen das selbständige Arbeiten näher gebracht und mich zum anderen dazu motiviert, weiterzumachen, auch wenn jemand meint: „Was machen sie eigentlich hier, Herr Sedlaczek? Sie können doch gar nicht zeichnen!“ Hätte es Alternativberufe gegeben? Nein. Wie sieht deine bevorzugte Zeichenumgebung aus? Benötigst du einen konkreten Arbeitsplatz/Umfeld, besonderes Papier, Stifte bzw. Computer? Oder zeichnest du auch unterwegs und im Café? Meine gewohnte Arbeitsumgebung ist mir schon wichtig. Es ist sehr kontraproduktiv, wenn ich mir erst alles zusammensuchen muss. Eine gewisse Ruhe ist auch von Vorteil, eine überkommunikative Katze kann mich da schon aus meinem Arbeitsprozess reißen. Stifte müssen ohne viel Gekleckse ihren Job tun. Papier muss in großer Menge vorhanden sein und darf niemals bei mir das Gefühl erwecken: Das muss jetzt aber hinhauen, sonst ist es schade ums teuere Handgeschöpfte. Die Arbeit am Rechner mit dem Grafik Tablett und der entsprechenden Software ermöglichen mir dann die zügige Fertigstellung von Comic oder Cartoon. Hier bevorzuge ich branchenübliche Produkte mit dem angebissenen Obst drauf. Unterwegs zeichne ich meist nur, um plötzlich über mich herfallende Ideen festzuhalten. Dem romantischen Bild des im Café zeichnenden Künstlers entspreche ich nicht, dazu fehlt schlicht die Zeit. Was liest du privat? Nur Cartoonbücher oder auch Anderes? Cartoonbücher sind oft Pflichtlektüre, um zu sehen, was die Kollegen wieder für geile Ideen hatten. Zum Entspannen lese ich ständig Comics, von Hellboy über Spirou bis hin zu The Walking Dead und Vampire Boy und wieder zurück. Ich werde immer unruhig, wenn der Stapel von Nochzulesendem die kritische Untergrenze von 5 cm erreicht. Ansonsten erfreue ich mich zur Zeit an den SciFi-Klassikern von Philip K. Dick. Vampire und Co. bringen ebenfalls meinen Kreislauf in Schwung. Hier greife ich aber gerne auf die Klassiker von Bram Stoker und Anne Rice zurück. Im Februar 2012 erscheint dein neues Buch „Wenn Drachen lachen - können sie alles machen“ bei Lappan. Kannst du uns schon verraten, worauf wir uns freuen dürfen? Ja, die Spannung steigt. Von allen Themen, die ich so in den letzten Jahren beackert habe, komme ich hier jetzt erstmalig zu reinen Fantasy-Figuren, wenn man vom Weihnachtsmann mal absieht. So konnte ich herrlich doofe, dicke, gefährliche und was nicht noch alles für Drachenkreaturen entwerfen, in eine kleine Geschichte packen und zeigen, wie der Drache Hannibal mit den Herausforderungen des Lebens klar kommt–oder auch nicht ... Text: Kristina Scherer · Bild: Privat www.bissiges.de KLEINKUNST & KULTURCLUB KULTURSALON DIE WINZER & KIR RESONANZ KULTUR - SALON BEI DEN „ WINZERN“ MARTIN - LUTHERSTR. 5 · 66111 SAARBRÜCKEN WWW.KUNSTUNDKULTURCLUB.DE

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