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saar-scene Februar 02/14

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40 QUATTROCULT //

40 QUATTROCULT // ANZEIGE MARIEMARIE - GEHEIMTIPP FÜR DEN EUROVISION SONG CONTEST - Die bayerische Punk-Elfe mit den feuerroten Haaren spielt Folktronic-Pop auf der Harfe. Sie erforschte das Instrument, experimentierte mit ihm, schloss es an Synthesizer an und setzte es unter Strom. Die Harfe wurde MarieMaries Tor in unzählige Musikwelten: In Orchester, in Kammermusik-Duos, in Rock-Bands und in das angesehene Berklee College Of Music. „Aus allem nimmt man etwas mit“ sagt sie selbstbewusst und das findet sich jetzt auf ihrem Debütalbum „Dream Machine“ (Electrola/Universal Music) wieder. Parallel zur Veröffentlichung geht MarieMarie im Februar auf Tournee und wir nutzten vorab die Möglichkeit zu einem ausführlichen Interview. Du hast als Kind das Harfenspiel erlernt. War es Dein Wunschinstrument, oder gab es eher den elterlichen Zwang dazu? Und mit welcher Musik bist Du als Kind und Jugendliche in Berührung gekommen/aufgewachsen? Harfe zu lernen war mein Wunsch in dem mich meine Eltern immer unterstützt haben. In meinem Elternhaus wurde viel Folk, Weltmusik und Klassik gehört. Mein Vater hat zwar auch gerne mal die Rolling Stones aufgelegt, das hat mir aber damals gar nicht gefallen. Ich fand damals Schlagzeug furchtbar aggressiv. Heute bin ich ein grosser Stones Fan. Wann und in welcher Form hast Du dazu mit dem Songwriting begonnen? Das kam irgendwann ganz natürlich ohne dass ich darüber nachgedacht hätte. Wann wurde Dir klar, dass die Musik Berufung ist und ab wann hast Du Deinen Lebensunterhalt damit bestritten? Ich wollte eigentlich nie etwas anderes machen! Du nennst Deine aktuelle Musik Folktronic-Pop, was verbirgt sich hinter der Bezeichnung und welche Künstler haben Deine eigene musikalische Entwicklung maßgeblich geprägt? Mein persönlicher Musikgeschmack ist so vielfältig. Demnach wäre es eine zu lange Liste hier alle Künstler aufzulisten die mich mit ihrem Talent und ihrem Können beeindruckt haben. Das geht über die Smashing Pumpkins, Björk, Dvorak, Gus- Gus, Emmilou Harris, Dizzee Rascal, U2, PJ Harvey, u.s.w. Alles was mich auf irgendeine Art und Weise berührt - Musik, Begegnungen mit Menschen,

41 bildende Kunst oder Natur - beeinflusst meine Musik. Über welchen Zeitraum hinweg entstanden die Songs für Dein Debütalbum. Wie wichtig ist dabei das Verhältnis von Musik zu Text und dreht es sich bei den Lyrics um eine Art Infotainment oder ist es reine Unterhaltung? Die meisten Songs habe ich im Jahr der Albumproduktion geschrieben. Der älteste Song auf dem Album ist „Cotton Candy Hurricane“. Dieser Song ist für mich so etwas wie der Lieblingspulli den man nie wegwirft egal wie ausgewaschen er auch ist. Die Texte zu Musik sind mir enorm wichtig. Ins Texten fliesst immer wahnsinnig viel Zeit und Energie. Mir geht es dabei weder um Infotainment noch um Unterhaltung, sondern darum das Gefühl des Songs möglichst ehrlich auszudrücken. Wer war außer Dir noch an der Entstehung des Debüts beteiligt und auf welche Instrumentierung hast Du/habt ihr bei den Aufnahmen zurückgegriffen? Die Instrumentierung des Album ist ganz bunt durchgemischt. Mein Produzent Roland Spremberg, meine Musiker und Ich haben versucht jedem Song individuell zu geben was er braucht. Bei „Cotton Candy Hurricane“ sind das Blockflöten, bei „White“ Glasharfe und bei „Open Your Eyes“ Hackbrett. Ich mag Klänge, Geräusche - egal ob der Ursprung elektronisch oder akustisch ist. Ich denke die gesamte Stimmung ist was am Ende ankommt und berührt. Hast Du unter den 12 Stücken einen Lieblingstitel und wenn ja, warum? Welche Story liegt diesem Song zugrunde? hmmm…einer meiner Favourites ist auf jeden Fall der Song „20 Steps“. Ich mag seine melancholische Schwerelosigkeit. Heutzutage ist es wichtig auch im Bereich von Videodreh und Social Media präsent zu sein. Wie bringst Du Dich da ein, welche Entscheidungen darfst Du da mit dem Major-Label Electrola/Universal Music im Hintergrund noch treffen? Egal ob Flyer, Tourplakat, CD-Cover, Musikvideo etc. - in jedem Teil steckt unglaublich viel meines Herzblutes. Natürlich entscheide ich da massgeblich im Team mit meinem Plattenlabel und meinem Management. Das ist für mich die Keyessenz meines Künstlerseins. Mein künstlerisches Schaffen, meine Kreativität beschränkt sich nicht auf die Musik sondern betrifft alle anderen Inhalte wie Fotografie, Video und Texte. QUATTROCULT // ANZEIGE Ich habe unglaublich viel Freude am Schaffen am Produzieren am Kreieren. Und mit meinem Team, und da meine all die kreativen Menschen dir mir helfen Ideen zu verwirklichen genauso wie mein Label und mein Management, stehen wir da erst am Anfang unseres Fluges! Du scheinst musikalisch keine Berührungsängste zu haben, hast u.a. mit den Ärzten und auch mit Helene Fischer auf der Bühne gestanden. Macht das eine professionelle Künstlerin aus? Und mit wem würdest Du gerne mal ein gemeinsames Konzert geben? Ich habe keine Ahnung was genau professionell ist und was nicht und es interessiert mich auch eigentlich nicht sehr! Ich bewundere Menschen die überzeugt sind von dem was sie tun und das mit ganzem Herzen leben. Ob ihre Arbeit meinen Geschmack trifft oder nicht ist eine andere Frage. Björk ist eine Musikerin die ich auch für ihre Konsequenz bewundere. Mit ihr ein Konzert zu spielen wäre ein Traum. Dein äußeres ist auffällig und atemberaubend zugleich. Wie wichtig ist Dir Haar, Make Up und Style? Je älter ich werde desto weniger eitel fühle ich mich! Mein Köper ist für mich eine Ausdrucksmöglichkeit, eine Projektionsfläche für meine Gefühle und Stimmungen. Es gibt Tage da fühle ich mich im Kapuzenpulli und Schlabberjeans am wohlsten und an anderen Tagen bunt geschminkt! Und die Freiheit einfach machen zu können nach was mir der Sinn steht, ist so entspannend. Ich muss nicht sexy sein, ich muss nicht schön sein, ich muss niemandes Erwartungen entsprechen. Ich muss einfach nur gerne ich sein, ganz egal wie das aussieht. Mit welchen Erwartungen nimmst Du am deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2014 teil? Ich bemühe mich keine Erwartung zu haben. Das fällt mir zugegebenermassen nicht ganz leicht, vor allem weil alle um mich herum in Bezug auf den ESC so quirlig und aufgeregt sind. Ich versuche einfach nur so wenig wie möglich darüber nachzudenken und mache was gemacht werden muss. Am Tag selbst will ich einfach nur ein schönes Konzert geniessen. Text: Frank Keil Fotos: Universal Music Garage, Saarbrücken 18. Februar, ab 20 Uhr www.mariemariemusic.com

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