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8 BOyzone Verliebt,

8 BOyzone Verliebt, verlobt, verpartnert Zehn Jahre „Homo-Ehe“ Kaum zu glauben: Am 1. August jährt es sich zum zehnten Mal, dass sich in Deutschland erstmals Gleichgeschlechtliche das Ja-Wort geben konnten. Und immer noch sprechen wir von einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und nicht von Ehe. Auch gibt es einen wesentlichen Unterschied zur traditionellen Ehe: ein Adoptionsrecht gibt es für Homosexuelle nicht! Trotz dieser nicht nachvollziehbaren Ungerechtigkeit basteln mein Hase und ich an einer passenden romantisch-unpeinlichen Umsetzung der Feierlichkeiten. Einen billigen Abklatsch einer konservativen Heten-Hochzeit möchte ich mir auf alle Fälle ersparen. Erst neulich musste ich Zeuge werden, wie zwei Jungschwuppen in schlecht sitzenden pinkfarbenen Anzügen mittels einer weißen Kutsche den Autokorso anführten. Wahrscheinlich haben die beiden Jungs sich auch nicht entblödet, gemeinsam im Dreiviertel-Takt die Tanzfläche zu eröffnen. So sehr ich die Öffnung der Ehe für Gleichgeschlechtliche befürworte, es gibt einfach Bräuche, die hier nicht passen: Es soll sich an unserem Ehrentag niemand wagen, einen von uns als „Braut“ zu bezeichnen oder gar entführen zu wollen und schon gar nicht verlangen, dass ein Strumpfband versteigert wird. Egal ob eingetragene Lebenspartnerschaft oder Homosexuellen-Ehe: Beides ist eine Weiterentwicklung - etwas (relativ) Neues - und sollte auch mit einer Mischung aus alten Bräuchen und neuen Ideen gefeiert werden. Selbstverständlich sollte die Sitte der üppigen Geschenke durch Verwandte und Freunde beibehalten werden! Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte darf auch bleiben. Anstatt Reis, der (da er ein Fruchtbarkeitssymbol ist) völlig unpassend ist, könnte man Rosenblätter auf die Frischvermählten werfen und satt des Hochzeitswalzers könnte das Paar eine eigene Choreografie zu „Er gehört zu mir“ inszenieren. Bei soviel körperlichem Kreativ-Einsatz muss doch auch dem letzten Konservativen klarwerden, dass das Ehegattensplitting gewahrt werden muss! Text: Dan-Zing-Kwen Bild: Mm.toronto Hochzeitsbild von Mathieu Chantelois and Marcelo Gomez bei einer der ersten gleichgeschlechtlichen Ehen in Kanada.

9 Boyzone Späte Entscheidung Mamis zweites Leben Die Luft ist raus aus der Ehe, die Tochter längst erwachsen. Das Leben ist aber noch nicht vorbei. Nach über zwanzig Jahren Ehe fasst Marion einen mutigen Entschluss und verlässt ihre Familie. Als sie kurz darauf der schönen Antiquitätenhändlerin Claude mit den großen Augen begegnet, nähern sie sich zunächst einander an wie tagtäglich viele Frauen - mit Sympathie und ähnlichen Sorgen. Sie lachen zusammen über ihre Erfahrungen als Ehefrauen. Sie machen sich gegenseitig Komplimente über ihre gut in Schuss gehaltenen Körper. Erst auf einer gemeinsamen Reise stellt sich der Verdacht ein, es könne sich um romantische Liebe handeln, es ginge um Verlangen, Sinnlichkeit, gar Sex - und um all die Kämpfe einer regelrechten Amour Fou. Bin ich’s oder bin ich’s nicht? Diese Frage reißt die eher bürgerliche Marion in eine tiefe Verunsicherung. Coming Out, jetzt noch? Eine weitere späte Entscheidung steht an. Text & Bild: Salzgeber Verleih Kino Achteinhalb Saarbrücken Samstag, 1. und 2. Oktober ab 20 Uhr

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