Der POPSCENE E-Paper Kiosk


Swipe dich durch unsere kostenlosen E-Guides und erlebe Deine Region! Neben POPSCENE findest du hier interessante Broschüren, Leseproben, Magazine aus den Bereichen Tourismus, Kultur, Unterhaltung - multimedial, angereichert mit Fotos, fesselnden Videos und unterhaltsamen Audioclips, für einen faszinierenden Überblick über unsere Region.

Aktuell im POPSCENE E-Paper Kiosk

Aufrufe
vor 4 Jahren

saar-scene April 04/16

  • Text
  • April
  • Klub
  • Album
  • Festival
  • Zeit
  • Redaktion
  • Termine
  • Musik
  • Alben
  • Bradley
  • Saar
Das total umsonste Popkulturmagazin.

6 TITEL SVEN REGENER

6 TITEL SVEN REGENER EINE GANZ RÄTSELHAFTE SACHE

Sven Regener, die Stimme von Element Of Crime und der Erfinder der Romanfigur Frank Lehmann, ist bestens gelaunt, als wir ihn anrufen. Manchmal gilt der norddeutsche Sänger, Trompeter und Schriftsteller zwar als mürrisch, doch diese Erfahrung konnten wir nicht machen. Wir sprachen mit ihm ausnahmsweise nur übers Schreiben. Wann hattest Du zum ersten Mal festgestellt, dass Du nicht nur Liedtexte, sondern auch längere Geschichten bzw. Romane schreiben willst? Ich wollte das schon immer, weil ich stets gerne Bücher las. Ich war ein großer Lesefreak. Ich habe das vorher auch durchaus schon mal versucht. Aber das hat nie funktioniert; ich fand keinen eigenen Stil und auch nicht die richtige Person. Die Chronologie war letztlich wie folgt: 1991 schrieb ich für den Geburtstag einer Freundin eine Kurzgeschichte namens „Der Hund“. Das war im Endeffekt das erste Kapitel von „Herr Lehmann“. Es war das erste Mal, dass ich einen Stil und eine Figur gefunden hatte, die mir total gefielen. Mir war klar, dass man da mehr draus machen konnte. Ich habe dann eigentlich neun Jahre gezögert, bis ich 2000 richtig viel Zeit hatte, um weiter zu schreiben. Wie viel von Dir als Element Of Crime-Sänger steckt in Deinen Büchern und umgekehrt? Kann man das überhaupt trennen? Was den Element Of Crime-Sänger betrifft, kann ich das ganz schwer sagen. So direkt autobiografisch ist da ja nichts. Herr Lehmann arbeitet ja in einer Kneipe. Das habe ich nie gemacht. Aber ich verstehe etwas von Menschen. Es ist so wie wenn man sich vorstellt: Was wäre, wenn das Leben ganz anders verlaufen wäre. Frank Lehmann hat durchaus Züge von mir, aber auch von anderen Leuten, die ich kenne und deren Eigenschaften nicht auf mich zutreffen. Man merkt, dass man eine gute tratschige Figur für einen Roman geschaffen hat, wenn sie plötzlich anfängt zu leben und einen eigenen Willen entwickelt. Würde man indes in einem Roman sein eigenes Leben nacherzählen, wäre das auf Dauer langweilig. Man kann nicht ernsthaft ein, zwei Jahre damit zubringen, sein Leben nachzuerzählen. Das fände ich nicht interessant. Das kenne ich ja schon zu gut. Da passiert nix Neues oder Aufregendes. (lacht) Beim Romanschreiben kann Aufregendes passieren, wenn die Figuren mit der Zeit Fleisch und Blut bekommen und man weiß, sie müssen jetzt so oder so handeln, weil man sie so gut kennengelernt hat, obwohl man sie sich selbst ausgedacht hat. Eine ganz rätselhafte Sache eigentlich... Interview: Peter Parker Bild: Charlotte Goltermann Garage Saarbrücken Montag, 11. April, ab 19 Uhr www.garage-sb.de www.element-of-crime.de

E-Paper Kiosk "Erlebe Deine Region"

POPSCENE - Das total umsonste Popkulturmagazin

POPSCENE News