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Popscene September 09/22

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EZRA FURMAN VIELSEITIGE

EZRA FURMAN VIELSEITIGE KÜNSTLERIN LOVE A BÄRENSTARKES COMEBACK MUSIK-TIPP „It’s a queer album for the stage of life when you start to understand that you are not a lone wolf, but depend on finding your family, your people, how you work as part of a larger whole. I wanted to make songs for use by threatened communities, and particularly the ones I belong to: trans people and Jews.“ Diese Worte stammen von Ezra Furman, einer Transgenderfrau und Mutter eines zweijährigen Kindes, die 1986 in Chicago als Junge zur Welt kam. Doch in den letzten Jahren hat sich einiges getan. Zum einen wurde Furman für ihre Soundtrack-Arbeit zu der fantastischen Netflix-Serie „Sex Education“ einem größeren Publikum bekannt; zum anderen hatte sie im letzten Jahr ihr Comingout. Das obige Zitat bezieht sich auf „All Of Us Flames“, das mittlerweile sechste Studioalbum. Produziert wurde es von John Congleton, der schon mit unzähligen Indie- Acts gearbeitet hat. Wie schon auf ihren Vorgängerwerken überzeugt Furman als vielseitige Indie- Künstlerin, die problemlos von einer LoFi-Ballade („Poor Girl A Long Way From Heaven“) zur Indie- Opulenz („Forever In Sunset“) wechseln kann. Ezra Furman „All Of Us Flames“ ([PIAS]/Rough Trade) ezrafurman.com Text: Kai Florian Becker | Bild: Bella Union 40 MUSIK-TIPP Nach einer viel zu langen Pause melden sich Love A umso stärker zurück. „Meisenstaat“ ist nahezu durchgängig ein bärenstarkes Post-Punk-Album mit tollen Melodien und herrlich verklausulierten Texten, die Aktuelles aufgreifen. „Was sollen wir tun, wenn uns aus der Mitte neue Dunkelheit entgegenweht? / Was sollen wir tun, wenn Geduld zu Schwäche, und die Schwäche dann zu Hass mutiert?“, heißt es beispielsweise in dem brillanten Titelsong. Exilsaarländer Jörkk Mechenbier hört man einfach gerne zu. Was auch für seine Mitstreiter Dominik Mercier (Bass), Stefan Weyer (Gitarre) und Karl Brausch (Schlagzeug) gilt. Sich auf die neuen Songs fokussiert zu haben, zahlt sich für Love A aus. „Meisenstaat“ ist ihr bis dato stärkstes Album mit vielen Texten, in denen man sich wiederfinden kann. Oder um es mit Jörkks Worten zu sagen: „Das Massenträgheitsmoment spiegelt den Widerstand eines Körpers gegen eine Änderung seiner Drehbewegung wider und ist somit vergleichbar mit dem Versuch, sich innerhalb einer Gesellschaft oder eines Kulturkreises (…) nicht an deren bestehende Regeln und Standards zu halten“. Interview folgt! Love A „Meisenstaat“ (Indigo) linktr.ee/love_a Text: Kai Florian Becker | Bild: Rookie Records TIPPS

MIGHT HANNOVER KANN DOCH WAS MOTORPSYCHO WILDER RITT MUSIK-TIPP Einflüsse aus Black Metal, Doom/Sludge Metal, Postrock, Shoegaze und College Rock in einen Topf zu werfen, dafür muss man schon etwas irre, zumindest aber sehr mutig sein. Für Ana Muhi, Sängerin, Bassistin und Pianistin, und Sänger/Gitarrist/Schlagzeuger Sven Missullis entstand dieser kühne Mix aber auf natürliche Weise. Und genauso klingt er auch auf dem zweiten Album des musizierenden Ehepaars aus Hannover. Might spielen auf „Abyss“ mit laut und leise und hart und zart und mit der Wucht des Lärms und der Schönheit des Treibens. Wie klingt das aber nun genau? Nun, „Circles“ könnte auch von den Melvins zu „Stoner Witch“-Zeiten stammen, wenn Buzz Osbourne nie in den Stimmbruch gekommen wäre und die Band an Eingängigkeit noch eine Schippe draufgelegt hätte, um Weezer Konkurrenz zu machen. Das düster-schräge Pianostück „Who’s Ahead?“ könnte Fans von Chelsea Wolfe zusagen und das Tribal-Schlagzeug in „Abysses“ allen Neurosis-Verehrern. Persönlicher Höhepunkt des Albums ist „Lost“: Melvins im Fast-Grindcore-Modus mit brutal eingängigen Melodien und Gesangsharmonien. Herrgott, ist das gut. Ja, ja, ja, möchte man schreien. Danke, Might. Might „Abyss“ (Cargo Records) might.bandcamp.com Text: Kai Florian Becker | Bild: Exile On Mainstream 41 MUSIK-TIPP Nein, Motorpsycho können nicht mal nichts machen. Auf die Alben „The All Is One“ (2020) und „Kingdom Of Oblivion“ (2021) folgt jetzt „Ancient Astronauts“. Darauf zu hören gibt es vier Songs mit einer Gesamtlänge von knapp einer Dreiviertelstunde. Der kürzeste ist „The Flower Of Awareness“ und geht etwas mehr als zwei Minuten, der längste hat zugleich den längsten Titel, „Chariot Of The Sun – To Phaeton On The Occasion Of Sunrise (Theme From An Imagined Movie)“ und dauert über 22 Minuten. Dieser sowie „Mona Liza/Azrael“ hatten Motorpsycho zur musikalischen Untermalung einer Tanzperformance komponiert. Aus dieser Arbeit heraus entstand dieses Album, das die Band zum ersten Mal seit Jahren tatsächlich nur zu dritt im Studio einspielte - nämlich in der Kernbesetzung Bent Sæther, Hans Magnus Ryan und Tomas Järmyr. Es ist - das dürfte Fans nicht groß verwundern - ein wilder Ritt zwischen wilden Progrock-Ausflügen und melancholisch-psychedelisch angehauchten, cineastischen Passagen. Wann werden sie eigentlich mal mit The Mars Volta ein gemeinsames Album aufnehmen? Motorpsycho „Ancient Astronauts“ (GoodToGo) motorpsycho.no Text: Kai Florian Becker | Bild:Stickman Records TIPPS

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