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Popscene September 09/22

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INDUSTRIEKULTUR DER

INDUSTRIEKULTUR DER KULTURELLE LEUCHTTURM DES RUHRGEBIETS SERIE „KUNST IM KONTEXT VON INDUSTRIEKULTUR“ – TEIL 5 26 INDUSTRIEKULTUR

27 Die Verbindung von Industriedesign und Architektur brachte dem Zollverein schon zu Betriebszeiten den Ruf als „schönste Zeche der Welt“ ein. 1986, nach 135 Jahren, wurde der Betrieb eingestellt – und nach den Bodenschätzen kamen die künstlerischen Schätze. „Schon kurz nach der Stilllegung des Bergwerks Ende Dezember 1986 entdeckten Künstlerinnen und Künstler das Gelände und die Hallen für sich und ihre Arbeiten“, berichtet Christof Wolf, Referent für Kunst und Kultur der Stiftung Zollverein. Unter anderem gründete Thomas Rother in einer der ehemaligen Maschinenhallen den „Kunstschacht Zollverein“. Im Laufe der Zeit ließ der Künstler zusammen mit seiner Frau ein kaum zu fassendes Sammlungslabyrinth aus eigenen Arbeiten und Artefakten der Bergbaugeschichte entstehen. Einer von vielen, die von der Architektur, Geschichte und Atmosphäre der Zeche angezogen wurden. Die Gründung der Stiftung Zollverein brachte Struktur ins Kulturprogramm. Neben der Förderung von Kultur und Denkmalpflege hat die Stiftung seit 20 Jahren eine wichtige Aufgabe: die Bestandsgebäude und Anlagen des UNESCO-Welterbes Zeche und Kokerei denkmalgerecht zu erhalten, zu sichern und für eine künftige Nutzung zu entwickeln. Die Welterbe-Kommission beschrieb die Anlage als „bemerkenswertes Industriedenkmal, weil seine Gebäude herausragende Beispiele für die Anwendung der Gestaltungskonzepte der Bauhaus-Architektur in einem industriellen Gesamtzusammenhang sind“. Das 20. Jubiläum der offiziellen Beurkundung des Welterbe- Status wird vom 23. bis zum 25. September 2022 beim Große Zechenfest gefeiert. Nicht nur dabei zeigt sich das gelungene Zusammenspiel von Kunst und Industriekultur. Beim Spaziergang über das Gelände trifft man auf Skulpturen, wie den 590 Kilo schweren, silberglänzenden „Asteroiden PF751ZH“ des Stahlbildhauers HEX, und Installationen, zum Beispiel den „Palace of Projects“ von Ilya und Emilia Kabakov. Christof Wolf nennt diesen ein „zukunftsorientiertes Kunstobjekt“ und erklärt: „Es sammelt Ideen und gibt Anregungen für eine bessere Welt. Als im ehemaligen Salzlager platziertes begehbares ‚Haus im Haus‘ wird es durch die Besucher und Besucherinnen selbst erwandert und erschlossen. Zu entdecken sind 65 Einzelprojekte, Ideen, Träume, die in Objekten, Zeichnungen und Texten vorgestellt werden.“ Für ungewöhnliche Perspektiven und Inspirationen sorgt auch „La Primavera“. Das dauerhaft installierte Kunstwerk der deutsch-amerikanischen Künstlerin Maria Nordman bietet mit seinem leeren, weißen Raum, in den nur durch einen kleinen Spalt das Licht der Sonne dringt, Gelegenheit, sich selbst zu begegnen. „Die Kultur setzt immer wieder neue Akzente, steht mitunter auch im Kontrast zu den historischen Gebäuden, zieht Menschen auf das Gelände und bringt sie zusammen. Andererseits geben die Räume der Kunst wiederum einen besonderen Rahmen“, sagt Christof Wolf. Die Zeche Zollverein hat sich in den vergangenen Jahren zum kulturellen Leuchtturm des Ruhrgebiets entwickelt. Auf dem Programm stehen Musikveranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen und Kunstmessen. Fotografen und Fotografinnen finden außergewöhnliche Motive auf dem rund 100 Hektar großen Gelände, auf dem neben dem Ruhrmuseum und dem Red Dot Design Museum auch verschiedene Ateliers und Werkstätten sowie der Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität der Künste angesiedelt sind – und damit jede Menge Menschen, die die Zeche Zollverein zum lebendigen Ort der Kunst machen. ZOLLVEREIN.DE/KUNST Text: Katharina Rolshausen Bild: Jochen Tack DIE SIEBENTEILIGE SERIE „KUNST IM KONTEXT VON INDUSTRIEKULTUR“ WIRD GEFÖRDERT IM RAHMEN DES STIPEN- DIENPROGRAMMS DER VG WORT IN NEUSTART KULTUR DER BEAUFTRAGTEN DER BUNDESREGIERUNG FÜR KULTUR UND MEDIEN. INDUSTRIEKULTUR

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