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POPSCENE September 09/21

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QUICKSAND Nur gutes

QUICKSAND Nur gutes Alterswerk MUSIK-TIPP Seit ihrem dritten Album „Interiors“ (2017) sind die Post-Hardcore-Veteranen Quicksand einer weniger. Gitarrist Tom Capone ist nach seiner Verhaftung (u.a. wegen Ladendiebstahls) nicht mehr an Bord. Ob es daran liegt, dass ihr viertes Werk „Distant Populations“ den letzten Kick bzw. die besondere Würze vermissen lässt? Die elf Songs, die der von Gorilla Biscuits, Youth Of Today und Rival Schools bekannte Frontmann Walter Schreifels (Gesang, Gitarre), Sergio Vegahier (Bass, Gesang) und Alan Cage (Schlagzeug) hier präsentieren, sind kein Totalausfall, nicht falsch verstehen. Die Drei harmonieren bestens, aber gegen die starke Post-Hardcore-Konkurrenz in diesem Monat - gemeint sind die aktuellen Alben von Sons Of Alpha Centauri und Turnstile - verblassen sie doch. Ebenso im Vergleich zu ihren eigenen frühen Werken - man höre nur mal wieder in „Slip“ aus dem Jahr 1993 oder in das zwei Jahre später veröffentlichte Album „Manic Compression“ rein. Damals war die Band auf ihrem Zenith. „Distant Polpulations“ ist hingegen nur ein gutes Alterswerk. Quicksand „Distant Populations“ (Indigo) quicksandnyc.com Text: Kai Florian Becker | Bild: Epitaph 38 SONS OF ALPHA CENTAURI Jetzt mal mit Gesang MUSIK-TIPP Sons Of Alpha Centauri waren jahrelang eine Instrumentalband. Auf „Push“ versuchen sie es mit Gesang. Die Wahl fiel hierfür auf Jonah Matranga (u.a. Far). Neu am Schlagzeug ist bei dem britischen Sextett zudem Mitch Wheeler von Will Haven. Beides wahrlich keine Unbekannten und Indiz dafür, dass es SOAC ernst meinen mit ihrer Neukalibrierung, die auch in der Musik Spuren hinterlassen hat. „Push“ ist ein wunderschönes Post-Hardcore/ Alternative Rock-Werk geworden, das gleichermaßen Fans von Only Living Witness, Far und Deftones gefallen dürfte. Ein dynamischer Song wie „Listen“ bohrt sich mit seinen eindringlichen Riffs und mehrschichtigen Vocals förmlich in die Gehörgänge. Schwer abzuschätzen, ob die Fans der ersten Alben mit ihren Progressive/Stoner Rock-Einflüssen diese Wandlung werden mitgehen können. Alle anderen dürfen sich in diesem Monat neben „Glow On“ von Turnstile auf ein weiteres Post-Hardcore-Highlight freuen. Sons Of Alpha Centauri „Push“ (Cargo Records) sonsofalphacentauri.co.uk Text: Kai Florian Becker | Bild: Exile On Mainstream TIPPS

THOMAS D & THE KBCS Nicht neu, aber anders MUSIK-TIPP Der gebürtige Stuttgarter Thomas D lebt seit vielen Jahren in der Vulkaneifel - in einer Art Bauernhof-WG namens M.A.R.S., weit abseits des Trubels, den er sonst als Mitglied der Fantastischen Vier erlebt. Vor zwei Jahren entdeckte er das Debütalbum „Phô Sessions Vol. 1“ der Hamburger Jazz/Soul/Funk-Instrumentalband KBCS. Er war hin und weg von dem, was er da hörte. Und getreu des Textes des Fanta 4-Liedes „Weitermachen“, in dem es heißt „Geh und folg deiner Sehnsucht!“, tat er eben dies. Er verfolgte die Idee, mit Lars Coelln (Gitarre), Daniel Stritzke (Bass), Nicolas Börger (Keyboard) und Lucas Kochbeck (Schlagzeug) ältere Solosongs und ein paar Fanta 4-Lieder neu einzuspielen. So kam es zu „The M.A.R.S. Sessions“, einem Album mit einem Sound, der entfernt an Adrian Younges Arbeiten mit Ghostface Killah erinnert. Dass hier Songs von ihm und den Fantas und obendrein aus unterschiedlichen Jahren vereint sind, fällt gar nicht auf. Eher wie aktuell sein Text zu „Gebet an den Planeten“ aus dem Jahr 2001 noch immer ist. Leider. Thomas D & The KBCs „The M.A.R.S. Sessions“ (Rekord Music And Distribution) Text: Kai Florian Becker | Bild: Rekord Music And Distribution 39 TURNSTILE Grenzenlos MUSIK-TIPP Von Teenagern anno 2010 gegründet erinnern die frühen Turnstile-Songs mit ihrem erfrischenden Hardcore-Stil an Bands aus den späten Achtzigern und frühen Neunzigern. Hier seien stellvertretend Shelter, Into Another, Quicksand oder Black Train Jack genannt. 2015 veröffentlichte das aus Baltimore stammende Quintett sein Debüt „Nonstop Feeling“, auf das 2018 „Time & Space“ folgte. Jetzt gibt es - nach der 2020er Pop-EP „Share A View“ - endlich Album Nummer Drei. Die Wurzeln der Band sind weiterhin deutlich herauszuhören - siehe den fabelhaften Opener „Mystery“ oder „Humanoid/Shake It Up“. Dennoch macht die Band beispielsweise in „Holiday“ klar, dass sie sich musikalisch frei entfalten will. Für zwei Songs, die Ballade „Alien Love Call“ und „Lonely Dezires“, hat sie daher den britischen Musiker/Sänger Dev Hynes alias Blood Orange eingeladen, der ansonsten mit experimentellem R&B auf sich aufmerksam macht. Hier haben sie ihren Stil aber ebenso wenig dem „Pop“ geopfert wie in „T.L.C. (Turnstile Love Connection)“. Der 45-Sekünder „No Surprise“ ist am außergewöhnlichsten. Turnstile „Glow On“ (Warner Music) turnstilehardcore.com Text: Kai Florian Becker | Bild: Roadrunner Records TIPPS

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