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Vocalese-Trio mit zwei

Vocalese-Trio mit zwei weiteren Sängerinnen. Die hatten während meiner Auszeit eine neue Sängerin verpflichtet. So war ich auf der Suche nach Mitstreitern und fand sie endlich in Hotel Bossa Nova. Mit Tilmann Höhn (Gitarre), Alexander Sonntag (Bass) und Wolfgang Stamm (Schlagzeug) verbinden Dich heute 16 Jahre und acht Alben. Auf welche Meilensteine dieser Karriere blickst Du gerne zurück? Natürlich sind alle unsere Alben Meilensteine für mich. Die Musik zusammen zu komponieren und zu einem Album zusammenzufassen ist ein harter kreativer Prozess. Wir beginnen mindestens 1 1/2 Jahre im Voraus am Album zu arbeiten. Mittlerweile ist es das achte Album. Dies ist der eine Part, der andere ist, dass wir sind sehr gerne gemeinsam auf Tour sind. Weltmusik, World Jazz, oder wie würdest Du die Musik von Hotel Bossa Nova stilistisch einordnen und beschreiben, da den Einflüssen aus Brasilien nach wie vor eine große Rolle zukommt, oder? Tilmann Höhn: Eigentlich bedeuten diese ganzen Begriffe für uns überhaupt nichts. Bossa Nova hat den Weg in die Welt vor allem auch gefunden, weil er so erfolgreich in den USA war. Insofern hat der Bossa Nova noch nicht einmal brasilianische Einflüsse. Musik ist ohnehin keine nationale Institution. Indigene Einwohner Brasiliens haben sicher überhaupt kein Verhältnis zu Bossa Nova. Wir kämen uns auch sonderbar vor, würde man bayrische Volksmusik als Deutsch identifizieren würde. Wenn, dann ist Bossa Nova in einer bestimmten Zeit von einer bestimmten Gruppe um Tom Jobim in Rio entstanden, um dann über Amerika in der Welt. verbreitet zu werden. Es sind Musiker, Personen Rhythmen, Melodien und Harmonien, die eine Rolle spielen, der nationale oder geographische Ursprung ist uns im Grunde völlig gleichgültig. Liza da Costa: Wir spielen Bossa Nova, aber der ist schon viel jazziger als der klassische brasilianische Bossa Nova. Ich nenne unsere Musik gerne European Bossa Nova. 10 Gibt es eine Idee oder eine Art Motto für das Album mit seinen insgesamt 14 Titeln? Habt ihr als Band das ein oder andere Lieblingsstück darauf und wenn ja, warum? Tilmann Höhn: Wahrscheinlich hat jeder von uns ein anderes Lieblingsstück. Und es gab auch kein Motto oder eine thematische Idee. Uns ging es diesmal vielmehr um eine Arbeitsweise und eine Herangehensweise unsere Musik zu entwickeln, die bei diesem Album einfach anders war als bei den vorherigen Alben. Liza da Costa: Dieses Mal haben wir live im Studio an den Songs gearbeitet und gleich aufgenommen. So entstanden am Tag im Durchschnitt zwei Stücke. Keine Proben und keine Vorbereitungszeit. Es war eine sehr inspirierende Zusammenarbeit. Finden sich politische oder zumindest gesellschaftskritische Texte auf dem Album oder seht ihr Hotel Bossa Nova in erster Linie als Unterhaltungsband an? Tilmann Höhn: Die Frage suggeriert sonderbarerweise, dass sich beides ausschließen würde, was wir für relativ abwegig halten. Wenn Künstler etwas zu sagen haben und es aufrichtig verarbeiten ist dies immer eine undurchsichtige Melange aus Unterhaltung, politischem Statement, persönlichem Ausdruck und noch vielem mehr. Sich nicht zu gesellschaftlichen Dingen zu äußern ist auch ein gesellschaftliches Statement, insofern ist alle Kunst immer auch politisch. Aber eigentlich sind das keine primären Anliegen unserer Arbeit. Liza da Costa: Es gibt einige Songs, wie „Este Mundo (Our World)“ oder „Alegria Na Minha Horta (Happiness In My Garden)“ wo es um die Erhaltung der Natur geht und um das lebensspendende Wasser. Bei „Agora Sei (The Truth)“ und „Cordoba Night“ geht um Verrat und Lieblosigkeit. Bei „Fazer O Que Eu Quero (Doing What I Like)“ und „Error Humanos (Human Errors)“ geht es um das Erwachsenwerden, Veränderung und um Aufbruch. Die Message der Songs kann man durchaus in der Musik hören - auch ohne den Text. Text: Frank Keil | Bild: Reinhard Berg, Simon Hegenberg TITEL

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