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POPSCENE Oktober 10/21

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gewappnet. Mitte

gewappnet. Mitte Oktober findet erneut das dreitägige, grenzüberschreitende Musikfestival Hemmersdorf Pop statt. Wie war es für Dich, wie schon in 2020 mitten in einer Pandemie ein Festivalprogramm aus dem Boden zu stampfen? „Nach der Erfahrung im Jahr 2020 war es nun erstmal nichts Neues. Wir haben gelernt, dass sich die Bedingungen, aufgrund staatlicher Verordnungen, jederzeit kurzfristig ändern können. Darauf muss man gefasst sein. Daher haben wir mittlerweile in der Planung alles doppelt bis dreifach aufgestellt. Die Konzeption, Anzahl und Art der Bühnen, Budget und Kostenkalkulation, Anzahl Besucher - alles muss jederzeit adaptierbar sein an geänderte Voraussetzungen. Statt zehn Monate vor dem Termin beginnt man nun sechs Wochen vorher sich festzulegen auf das finale Konzept und bucht die Künstler auch auf den letzten Drücker. Die Pandemie hat prinzipiell alles verändert.“ CHRIS BURR VON BEGEISTERUNG GETRAGEN Die Situation ist für keinen Veranstalter derzeit rosig, denn niemand weiß, was in den kommenden Wochen passieren wird und welche Restriktionen vielleicht doch wieder kommen werden ob der Coronapandemie. Chris Burr von Hotellounge blickt dennoch recht positiv der dritten Auflage seines Hemmersdorf Pop Festival entgegen; er sieht sich für alle Szenarien 20 Im letzten Jahr fand das Festival als Hybrid-Veranstaltung mit nur wenigen Besuchern vor Ort statt. Wie blickst Du mit etwas Abstand auf die zweite Ausgabe des Festivals zurück? „Es erstaunt mich immer noch, wie groß die Resonanz bereits im zweiten Jahr war. Die Tickets waren in wenigen Tagen ausverkauft. Offensichtlich begeisterte das erste Festival unsere Besucher. Die gesamte Veranstaltung war sehr entspannt, nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen, die ich mit sich ändernden Bedingungen mit fast 60 Shows in der laufenden Pandemie 2020 für das Landesfestival machen konnte. Am Ende sind wir auch froh darüber, dass wir das Festival nicht gleich im zweiten Jahr aufgrund der Pandemie ausgesetzt haben. Wir blieben sichtbar und eine bereits zweijährige Vorarbeit samt dem ersten Festival in 2019 trug bereits Früchte.“ Welche Einschränkungen musstet Ihr in diesem Jahr bei der Planung berücksichti- HEIMATMELODIEN

gen? Gibt es neue Veranstaltungsorte? Wie viele Besuchertickets wird es pro Tag bzw. insgesamt gesamt? „Die aktuelle Verordnung ist ja im Prinzip lockerer als die in 2020. Einiges kann man nun einfacher gestalten. Ein mehr an organisatorischem Aufwand kommt dann mit der so genannten 3G-Regel hinzu. Aber auch das lässt sich bewerkstelligen. Das Festival ist in der ursprünglichen Idee ein Festival, dass im gesamten Dorf stattfindet. Es wird aber aufgrund der Pandemie-Problematik keine weiteren Bühnen geben außer unserer Kirche. Wir machen aber zur Eröffnung am Donnerstag einen grenzüberschreitenden Abstecher nach Guerstling. Wir planen mit 150 Besuchern pro Tag. Mehr lässt die Verordnung (derzeit) nicht zu. In Guerstling müssen wir zudem die dort gültige französischen Regeln beachten.“ Rechnet es sich denn überhaupt, unter verschärften Bedingungen ein Festival zu machen? „Überspitzt gesagt: Wir rechnen nicht in Geld, sondern in Begeisterung. Das Festival rechnet sich auch unter normalen Bedingungen nicht, wenn man damit meint, dass man über Kostendeckung etwas verdienen möchte. Wir sind ja kein umsatzorientiertes Event, sondern ein Fest, ein Musikfest. Die Kosten sind aber auch unter allen möglichen Szenarien gedeckt.“ Es ist sicher ein großer Erfolg und eine Anerkennung Deiner Arbeit, dass in diesem Jahr das Festival wieder live von SR2 Kulturradio und dem SR als HD Video-Stream übertragen wird. Das könnte aber auch den einen oder anderen davon abhalten, vorbeizukommen. Besteht Deiner Meinung nach diese Gefahr? „In meiner Idee für dieses Festival ist vorgesehen, dass wir langfristig mit einem Medienpartner kooperieren, der das Festival begleitet und live überträgt. Da dachte ich an fünf Jahre bis wir das schaffen. Dass es bereits im zweiten Jahr soweit war, ist natürlich überwältigend. Der SR ist finanziell nicht gerade 21 üppig ausgestattet, und daher ist es umso höher zu bewerten, dass der Sender gleich mit Radio und TV dabei ist. Wir wollen ja eine musikalische Lücke in unserem Bundesland füllen, und beim SR traf unsere Ausrichtung im richtigen Moment auf offene Ohren. Ein Konzert live zu erleben, die Interaktion mit dem Künstler, den Klang des Raumes, das Licht, den Austausch in den Pausen mit anderen Besuchern über das Erlebte und nicht zuletzt der direkte Austausch mit den Künstlern, alles das, das kann man nicht erleben, wenn man am TV auf der Couch sitzt. Es ist vielmehr ein zusätzliches Angebot, um Leute zu erreichen, die keine Zeit haben, das Festival zu besuchen, oder einfach Menschen, die am Radio völlig überrascht werden über das Gehörte. Mit der Übertragung in 2020 haben wir für saarländische Verhältnisse eine sehr hohe Reichweite erzielt. Und die Zugriffe kommen aus ganz Europa. Wir laden zwar Europa ein, aber aufgrund der kleinen Kapazität ist das Angebot der Radio- und TV-Übertragung am Ende einfach gut. Vor allem für das Marketing unserer Region.“ Auf welchen Act freust du Dich in diesem Jahr am meisten? „Da wir ja eine Boutique sind und alle Teile handverlesen sind, freue ich mich auf alle Künstler. Am meisten freue ich mich, wenn meine Dramaturgie aufgeht und die Begeisterung beim Publikum von Künstler zu Künstler zunimmt und am Ende pure Euphorie herrscht. Ich denke aber, dass ich besonders gespannt auf Eydis Evensen bin - eine junge Isländerin am Piano in Begleitung eines Streicherquartetts. Was nach einem biederen klassischen Konzert aussehen mag, wird unsere ehrwürdige Kirche schweben lassen. Und das Publikum wird das spüren. Vorausgesetzt, man erlebt die Konzerte vor Ort.“ Text: Kai Florian Becker | Bild: Heike Benzrath HEMMERSDORF 14. BIS 16. OKT HEMMERSDORFPOP.DE HEIMATMELODIEN

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