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4 TITEL MR. HURLEY & DIE

4 TITEL MR. HURLEY & DIE PULVERAFFEN Fritz Grasshoff war ein 1997 verstorbener deutscher Schriftsteller und Schlagertexter, der u.a. für Lale Anderson, Freddy Quinn und Hans Albers Hits geschrieben hat. 1973 wurde auf Electrola die von ihm geschriebene LP „Seeräuber Report“ veröffentlicht, auf dem InterpretInnen wie Heinz Reincke, Ingrid van Bergen, Günter Pfitzmann und Hannes Messemer Individuen wie Lolona, Bonnet, Shang, Bonny und Quelch – allesamt berühmte PiratInnen - huldigen. Die LP, 2004 als CD von Conträr Musik wiederveröffentlicht, kam mir beim ersten Hören von „Tortuga“, der neuen CD von Mr. Hurley & Die Pulveraffen sofort wieder in den Sinn. Deutsche Piratenlieder für Erwachsene sind in den Charts eben nicht alltäglich. Da lohnt sich doch schon mal der Blick hinter die Kulissen des Quartetts aus Osnabrück. Und Mr. Hurley alias Simon Erichsen (Gesang/ Gitarre/Ukulele) stand der Popscene gerne Rede und Antwort.

Folk, Folkrock, Mittelalter-Rock, wie immer man es bezeichnen will, erfreut sich durch Bands wie In Extremo, Schandmaul oder Versengold hierzulande großer Beliebtheit. Aber Piratenmusik für Erwachsene ist dann doch noch eine ausgefallenere Variante. Wie kam es zur Gründung von Mr. Hurley & Die Pulveraffen? Folk, Piratenmusik, Musik der Mittelalterszene hat uns als Band schon immer inspiriert. Wir sind vier Geschwister, die 2009 mit Irish Folk angefangen haben, wo ja Trink- und Seefahrerlieder immer schon einen festen Bestandteil des Repertoires ausmachen. Für das lokale Straßenmusikfestival „Die Goldene Säge“ hatten wir damals die Idee unseren Grog ´n´ Roll auch optisch auffällig zu präsentieren und sind als Piraten aufgetreten. Dazu passend: Hurley als gewöhnlicher Name aus der Karibik, sowie Pulveraffen, Kinder die auf Piratenschiffen das Pulver zu den Kanonen brachten. Und so waren Mr. Hurley & Die Pulveraffen geboren. Das Konzept und die Band hat sich dann bis heute weiterentwickelt. Sehr erfolgreich, denn „Tortuga“ hat es kurz nach Erscheinen in die Top Five der deutschen Charts geschafft. Da sind auch Santiano Dauergäste, die ebenfalls erfolgreich Irish Folk und Seemannslieder mischen. Gab es da den ein oder anderen Plagiatsvorwurf zu hören? Nein, es gab uns ja schon vor Santiano. Und auch wir haben beständig an unserem eigenen Repertoire gearbeitet, sind über Jahre hinweg auf kleinen Bühnen aufgetreten. Natürlich haben auch andere Bands wie Running Wild oder Ye Banished Privateers ein Piraten-Konzept musikalisch umgesetzt, aber eben stilistisch und besetzungstechnisch anders. Wir treten ja unplugged auf. Eine Ausnahme bildet die EP „Plankrock“ (2014), für die wir Lieder der ersten EP´s und Alben als Rock-Versionen mit E-Gitarre und Schlagzeug, unterstützt von drei Gastmusikern, aufgenommen haben. Seit dieser Zeit können wir unseren Lebensunterhalt durch die Musik finanzieren, dass macht uns schon ein wenig Stolz. Auf der CD gibt es zwischen „Totegelacht“ über „Gib dem Affen Zucker“ bis hin zu „Gute Nacht Tortuga“ die volle Breitseite an Party- Stimmung zu erleben. Dennoch gibt es auch den ein oder anderen Bezug zur heutigen Zeit in den Texten von Mr. Hurley & Die Pulveraffen zu entdecken? Aufgenommen haben wir mit einem bewährten Team: Produzent Tobi Schneider & Docmaklang Studio Osnabrück, mit denen wir schon lange bekannt und befreundet sind. Wir wollen unterhalten, auch wenn das Piratenzeitalter oft idealisiert dargestellt wird. Selbstironie und Wortwitz sind dabei ganz wichtig für uns. Wir sehen uns auch nicht in der Rolle des akribischen Historikers, siehe „Schlechtes Vorbild“. Es geht uns also tatsächlich weniger um die Geschichtsstunde, sondern mehr um Entertainment für die ganze Familie. Dementsprechend freuen wir uns nach der Festival- Tour schon wieder auf unsere kommende Tortuga-Tour und die Eisheiligen Nächte, wo wir neben Subway To Sally, Feuerschwanz u.s.w. auf der Bühne stehen werden. Es gibt da sowieso einen engen Kontakt zur besagten Mittelalter-Rock-Szene, im Juli haben wir ja auch ein Streaming-Konzert mit Schandmaul und Versengold veranstaltet, bei der jede Band jeweils einen Song der anderen beiden Gruppen coverte. Text: Frank Keil Bild: PR Kammgarn Kaiserslautern, Samstag, 4. November pulveraffen.de

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