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POPSCENE November 11/22

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im im Video Video E-Paper E-Paper KIND KAPUTT BERÜHRENDE EMOTIONALITÄT 8 TITEL

Kind Kaputt ist eine 2015 gegründete Post- Hardcore-Band, deren Mitglieder Johannes Prautzsch (Gesang, E-Gitarre), Mathis Kerscher (Schlagzeug) und mein Gesprächspartner Konstantin Cajkin (E-Gitarre) sich während des Studiums in Mannheim kennengelernt haben. Mittlerweile ist Leipzig ihre ´homebase´ geworden. Ihrer umfangreichen Diskografie fügen sie mit „Morgen ist auch noch kein Tag“ (Uncle M Music) das Ende Oktober erscheinende neue Album hinzu. Mit den 12 darauf enthaltenen Tracks fassen sie die emotionale Zerrissenheit und Überforderung ihrer Generation treffend zusammen. Fiel euch die Namensgebung damals leicht, oder habt ihr euch den ein oder anderen nachhaltigen Gedanken dazu gemacht? Es gab jede Menge ´brainstorming´ und wir als Erwachsene haben auch schlechte Erinnerungen an unsere Kindheit, die mit Kind Kaputt treffend umschrieben werden. Passt auch gut zu unserer eher düsteren, melancholischen Außenseiter-Musik. Gibt es bis heute eine Art musikalischen Nenner, der euch alle verbindet und die Musik von Kind Kaputt nachhaltig geprägt hat? Deutschsprachiger Post-Hardcore, vor allem von Bands wie Heisskalt, deren Sänger Mathias Bloech uns für das aktuelle Album als Produzent zur Seite stand. Dann auf jeden Fall noch die Us-Amerikaner von The Fries, die auch in unserer Szene einen hohen Stellenwert einnehmen. 2018 erschien mit „Die Meinung der Einzelnen“ eure erste EP, 2019 das Debütalbum „Zerfall“, davor, dazwischen und danach eine Reihe von digital veröffentlichten Singles. Der Titel „Leichter“ gab im Jahr 2020 sozusagen den Startschuss für das neue Album? Ja, das stimmt. Das Album wurde in mehreren Etappen zwischen November 2021 und Januar 2022 in Leipzig aufgenommen. Diesbezüglich kommt dann ja neben dem bereits erwähnten Mathias Bloech auch Fabian Willi Simon eine tragende Rolle zu, wie ich vermute? 9 Für uns ist Fabian (Galerie für minimalistische Kunstfotografie Berlin) definitiv ein Bandmitglied. Er ist schon lange für die visuelle Konzeption der Band und die Produktion von Musikvideos, Artworks und Fotos zuständig. Wir geben sonst nur selten etwas aus der Hand. Ich habe mich daher um die minutiöse Kleinarbeit im Mixing gekümmert. Zwischen Mixing und der Abgabe zum Mastering lagen nur zwei Wochen, was mich ganz schön gestresst hat. Wie lässt sich das Album denn in seiner Gesamtheit charakterisieren, auf dem ja wohl Wut und Enttäuschung eine große Rolle spielen? Wir haben versucht eine zum Greifen nahe Gefühlswelt entstehen zu lassen, ein Gefühl von ´Verstanden werden´ unter dem Aspekt der Hoffnung zu vermitteln. Die vielen Eindrücke, die während der Entstehung auf die Band eingewirkt haben, spiegeln sich auch in dessen Vielfältigkeit wider. Sei es in der Bandbreite der Themen, der Musik oder der visuellen Ausgestaltung des Albums. Was heißt das konkret für die Stücke zwischen dem Opener „Anfang und Ende“ bis hin zu „In Frieden“? Für eine Pandemieplatte klingt „Morgen ist auch noch kein Tag“ erstaunlich rockig, eingängig und frisch. Wir sind deutlich optimistischer geworden als noch zu früheren Zeiten. Die Bandbreite von Balladen wie „CH2O“ über Rocknummern wie „Gegen Dich“ bis hin zu Autotune-Gesängen auf „Stolpern“ ist ehrlich und überzeugend. Insgesamt klingt alles ein wenig mehr aufmunternd. Gilt das auch für die Lyrics, für deren tieferes Verständnis man früher schon Zeit aufwenden musste? Die Themen sind noch immer nicht die leichtesten und fröhlichsten, aber es klingt alles aufmunternder. Johannes hat dieses Mal mehr auf den Punkt geschrieben und wird bei allen Titeln konkreter als früher. Kluge Reflexion wirkt einfach stärker als Selbstzerstörung. Wir sind ins gesamt deutlich erwachsener geworden. TITEL

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