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POPSCENE November 11/22

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GEBHARDT KEINE

GEBHARDT KEINE STRAIGHTEN SONGS KRAFTKLUB K WIE KRACHEND MUSIK-TIPP Håkon Gebhardt war zwischen 1991 und 2005 Mitglied der umtriebigen norwegischen Band Motorpsycho. Bei denen spielte er Schlagzeug und auch Banjo und Gitarre und sang ab und an. Solo ist er noch beschäftigter, denn er komponiert, mischt und produziert seine Songs, er spielt Gitarre, Keyboards und Schlagzeug, ergänzt das um Loops, singt und gestaltet das Artwork selbst. Für „Geb Heart“ suchte er nur bei seiner Ehefrau Marì Simonelli Hilfe; sie spielt Bass und schrieb an einigen Texten mit. Wer jahrelang mit Motorpsycho gearbeitet hat, der wird wahrscheinlich keine straighten Songs komponieren. Richtig. Gebhardt wirft verschiedene Einflüsse in einen Topf und erschafft aus Alternative Rock, Folk und Country sehr unterhaltsame Songs mit Kanten - so etwa „That Day“, die mit vielen Soundschichten versehene Ballade (?) „I Want To Know“ oder „Fixing Things“. Und dann zaubert er plötzlich noch ein flockiges Lied wie „Beautiful Girl“ aus dem Ärmel, die Hymne des Albums. Gebhardt „Geb Heart“ (Plastic Head) www.gebhardt.bandcamp.com Text: Kai Florian | Becker Bild: Apollon Records 34 MUSIK-TIPP Nein, Kraftklub werden immer noch nicht langweilig. Das ist doch schon mal die positive Überraschung ob ihres neuen Albums namens „Kargo“ (mit K natürlich!). Dabei sind ja immerhin fünf Jahre seit ihrem letzten („Keine Nacht Für Niemand“) vergangen. Aber da war ja zwischendurch noch Kummers Solokarriere und diese globale Pandemie, die Anfang 2020 losging und irgendwie Gefallen an uns gefunden zu haben scheint. Im März dieses Jahres kündigten die Chemnizter ihr viertes Album an, veröffentlichten eifrig Singles und ließen es Ende September in die Welt hinaus. Darauf zu hören gibt es den Über- Hit „Ein Song reicht“, das unbequeme „Wittenberg ist nicht Paris“, Mia Morgans Gastauftritt in dem Ohrwurm „Kein Gott, Kein Staat, Nur Du“, das experimentelle, bittere „Angst“ und der Abschluss in Form des fulminant-krachenden Songs „In meinem Kopf“. Sie treffen vielleicht nicht mit jedem Song ins Schwarze, aber „Kargo“ ist weit entfernt von einer Enttäuschung. Kraftklub „Kargo“ (Universal) www.kraftklub.to Text: Kai Florian Becker | Bild: Vertigo TIPPS

PIXIES GUT GEALTERT SLIPKNOT STARKES DING MUSIK-TIPP So ganz innovativ und Underground sind Pixies in 2022 nicht mehr. Das trifft auf ihre Musik zu wie auf ihre Businessentscheidungen. Aktuell stehen sie bei BMG unter Vertrag und haben damit ihrer Indiephase ade gesagt. Allerdings heißt das nicht, dass die Band nicht noch relevante Musik machen könnte. „Doggerel“ ist ein gutes Album. Gitarrist Joey Santiago erklärte im Vorfeld: „. „Die Songs sind nicht mehr unter zwei Minuten lang. Es gibt jetzt kleine Breaks, eher klassische Arrangements – aber natürlich geben wir den Songs immer noch unseren ganz eigenen Twist.“ Sänger und Gitarrist Frank Black ergänzte: „Wir wollten etwas machen, was richtig groß und mutig klingt – und auch klar orchestriert ist. Ich liebe es zwar, diese ganzen Punksachen zu spielen, aber man kann den Scheiß auch gar nicht künstlich entstehen lassen.“ Das ist eben die Musik, die die Band 36 Jahre nach ihrer Gründung schreibt: womöglich etwas stadionrockig („Dregs Of The Wine“), etwas geschliffen („Get Simulated“) und folkig („Thunder And Lightning“). Sie sind eben keine 20 mehr, sondern gehen - abgesehen von Bassistin Paz Lenchantin - aufs Rentenalter zu. Dennoch gut gealtert: siehe „Vault Of Heaven“ oder „There’s A Moon On“. Pixies „Doggerel“ (Warner) www.pixiesmusic.com Text: Kai Florian Becker | Bild: BMG 35 MUSIK-TIPP Nach „We Are Not Your Kind“ aus dem Jahr 2019 legten Slipknot just mit „The End So Far“ nach. Ganz gleich, was der Titel nun wirklich bedeutet, musikalisch machen die Maskenträger eins überdeutlich: Wir sind hier und wir sind verdammt gut. Das Album ist gespickt mit hochkarätigen Songs ganz unterschiedlicher Couleur. Es beginnt mit dem melodisch-sanften „Adderall“, bei dem man noch glaubt, die falsche Platte laufen zu lassen. Bei „The Dying Song (Time To Sing)“ ist dann klar: hier sind Slipknot am Werk. Aber dann kommt wieder ein etwas anderer Song mit Scratch-Einlagen („Yen“), ehe das erste Highlight ansteht: das rasante „Hive Mind“ mit einem unglaublich eingängigen Refrain. Auch „Medicine For The Dead“, das zwei unterschiedliche Gesichter hat, das an die Deftones erinnernde „Acidic“, und der Knüppler „H377“ untermauern den durchweg positiven Eindruck, den Slipknot hier hinterlassen. Ohne Frage: Starkes Ding! Slipknot „The End So Far“ (Warner) www.slipknot1.com Text: Kai Florian Becker | Bild: Roadrunner TIPPS

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