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POPSCENE November 11/22

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HEIMATMELODIEN CHRISTOF

HEIMATMELODIEN CHRISTOF GRAF DER COHEN-BIOGRAF Die „Cohenpedia“ aus der Urzeit des Internets (www.cohenpedia.de), ist nur eines von vielen Projekten von Christof Graf, der das Leben von Leonard Cohen wie kein Zweiter dokumentiert hat. Bücher und Blogs sind seither aus der Feder von Graf über den kanadischen Songpoeten erschienen – teilweise sogar über einen langjährigen, direkten Kontakt. Auch acht Jahre nach Cohen’s Tod scheint das Thema noch längst nicht auserzählt. Im November erscheint mit „Hallelujah: Leonard Cohen, a Journey, a Song“ ein Kinofilm und ein Soundtrack. Der ASW-Marketing-Professor Dr. Christof Graf plant zu dem soeben erschienenen Buch „Blicke auf Leonard Cohen“ noch weitere Projekte. Musikalische Biopics liegen spätestens seit „Bohemian Rhapsodie“ voll im Trend. Warum sollte man „Hallelujah“ zum Anlass nehmen und sich mit Leonard Cohen beschäftigen? Leonard Cohen war wohl neben Bob Dylan und Nick Cave einer der bedeutendsten Rockpoeten 22 des 20. Und 21. Jahrhunderts und sein Gesamtwerk wirkt noch immer. Der Film „Hallelujah“ macht an dem gleichnamigen Song fest, wie Cohen auch noch über den Tod hinaus Relevanz besitzt. Es gibt über 700 offiziell aufgenommene Cover-Versionen. Die wohl berühmteste ist die von Jeff Buckley. Das Kuriose an dem Song ist, daß seine Plattenfirma 1984 den Song und das Album, auf dem er zu hören ist (Various Positions) ursprünglich gar nicht veröffentlichen wollte. Heute ist er der sigtune schlechthin, der sogar von Bob Dylan live gecovert wurde. Der Film ist ein guter Einstieg, wenn man sich mit dem Gesamtwerk des kanadischen Rockpoeten beschäftigen möchte. Cohen hat als Schriftsteller, Romancier und Dichter begonnen, wurde dann zum Singer/ Songwriter und schließlich zum Vertreter tiefgängiger Lieder. Zwei Romane, einige Gedichtbände und 15 Alben brauchen einen Einstieg. Der Film, in dem so manche seiner Weggefährten wie z.B. Sharon Robinson, Bob Dylan, Judy Collins oder auch Rufus Wainwright zu Wort kommen ist dafür bestens geeignet. HEIMATMELODIEN

Cohen wurde unter anderem in die Rock and Roll Hall of Fame (2008) aufgenommen. Zahlreiche, teils namentlich überraschende, Künstler, wie Gene Simmons (Kiss) berufen sich auf ihn. Wegen den Texten? Wegen den Melodien? Mit seiner Stimme ging Cohen ja eher sparsam um… In der Tat ist die Stimme Leonard Cohens nicht sehr voluminös. Sie ist tief, aber sie weiß die Bilder, die er mit seinen Worten in den Köpfen der Zuhörer in der Lage ist, entstehen zu lassen, lebendig zu machen. Ich habe mit vielen Künstlern in Interviews über Leonard Cohen gesprochen, irgendwie verdichtet sich bei Cohen alles um das Wort und eingängige Melodien. Gene Simmons von Kiss z.B. bezeichnet ihn als ein Genie im Umgang mit Worten. Andere bezeichnen ihn als Wortschmied. Cohen selbst hatte Dylan einmal als „Picasso der Rockmusik“ bezeichnet. Ich fragte Cohen einmal, als wen er sich dann sieht? Cohen meinte: „Natürlich Matisse“. Ich denke, beide Singer/Songwriter sind und waren in der Lage, musikalische Bilder entstehen zu lassen. Du hattest über viele Jahre einen persönlichen Kontakt zu Leonard Cohen, der es einerseits mit den Frauen krachen lies, andererseits aber unter Depressionen litt und auch eine dunkle Seite verkörperte, die nicht zuletzt auch in seinem Werk hörbar ist. Licht und Schatten. Macht das seine Faszination aus? Wie war der direkte Umgang mit ihm? Um die letzte Frage vorweg zu beantworten: Leonard Cohen war einer der letzten Bohemians der populären Musik, ein Gentleman durch und durch, der beim Betreten eines Raumes, diesen zu füllen wusste und dennoch stets bescheiden und freundlich wirkte. Ich habe ihn noch vier Wochen vor seinem Tod 2016 in Los Angeles bei der Vorstellung seines Albums „You Want It Darker“ erleben dürfen. – Die Zeit seiner Depressionen war spätestens seit seinem „World Tour-Comeback (2008-2013) vorbei. Was Leonard Cohens Faszination ausmacht? Vielleicht, dass er ein erfolgreiches Künstlerleben mit allen Höhen und Tiefen gelebt hat, und die Welt mittels seiner Kunst daran teilhaben ließ und dies sowohl Männer wie Frauen unterschiedlicher Kulturen und Alters in Bann zog. Du hast auch noch weiteres Cohen-Material im Köcher. Worauf dürfen wir uns freuen? Ja, das Archiv gibt noch einiges her. Dieses Jahr sind zwei Bücher erschienen. Beides Produkte aus der Zeit der Lockdowns. Im Februar erschien das Buch „Blicke Auf Leonard Cohen“ und im September das Buch „Bob Dylan – On The Road – Never Ending Tour 2022“. In letzterem gibt es u.a. auch ein Kapitel über Cohen & Dylan – Ewige Vergleiche – Matisse & Picasso“. Derzeit arbeite ich an einem weiteren Band der „The Cohenpedia Series“, der sich mit Leonard Cohens Heimatstadt Montreal beschäftigt. (Infos unter: blog.leonardcohen.de) Interview: Markus Brixius Bild: Privat Hallelujah: Leonard Cohen, a Journey, a Song Filmhaus Saarbrücken Fr 18. Nov // 19.30 Uhr www.blog.leonardcohen.de www.cohenpedia.de GLADIATOR AM ROLLATOR Infos und Termine der saarländischen Kabarettistin unter www.oma-frieda.com 23 HEIMATMELODIEN

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