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POPSCENE November 11/20

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Markus Müller QUEER

Markus Müller QUEER REGENBOGENFAMILIEN TEIL II Dies ist die Forsetzung des Artikels Regenbogenfamilie. Wenn Du den ersten Teil der Reihe verpasst hast, kannst Du ihn online auf e-paper.popscene. club nachlesen. Markus Müller und Frank Biehler sind verheiratet, seit 21 Jahren ein Paar und (Co-)Väter des mittlerweile 27 jährigen Sohnes, der aus Markus´ erster Ehe und 23-monatigen Beziehung mit seiner damaligen Frau hervorging. Markus ist heute Leiter der Gruppe „Schwule Väter, Ehemänner und deren Partner“ im LSVD-Saar und gehört zu deren Gründungsmitgliedern des Jahres 2001. Er und seine persönliche Erfahrungen als schwuler Vater im Rahmen seines Coming- Outs, machten ihm den dringenden Bedarf einer Anlaufstelle für schwule Väter bewusst. Als seine damalige Frau schwanger wurde, war das der Grund für deren Heirat. Markus´ Familie ist sehr katholisch geprägt und im Zusammenspiel mit dem gesellschaftlichen Druck war damals eine Heirat der gefühlt unausweichliche Schritt bei Schwangerschaft, auch wenn Markus bereits 24 seine Gefühle für Männer spürte und seine Homosexualität erahnte. Es begann für ihn und seine Familie eine Odyssee der Selbstzermürbung, bis zur heutigen Selbstbefreiung und glücklichen Ehe mit seinem Mann Frank. Diese Erfahrungen des steinigen Weges zu sich selbst, teilen Markus und Frank mit zahlreichen anderen schwulen Vätern und Co-Vätern in der Gruppe „Schwule Väter, Ehemänner und deren Partner“. So berichtet ein Mitglied der ersten Stunde von seiner damaligen Ehe mit Frau und Kind, die ebenfalls recht schnell in die Brüche ging. Das Mitglied möchte aus beruflichen Gründen anonym bleiben. Nennen wir ihn deshalb Helmut. „Heute ist mir klar, dass unsere Ehe bereits von Beginn an zum Scheitern verurteilt war, weil auch mir damals zunehmend bewusster wurde, dass ich mich grundsätzlich zu Männern hingezogen fühle. In Zuge dessen wurde auch meiner damaligen Frau im gelebten Alltag sukzessive klarer, dass unsere Liebesbeziehung und Sexleben nicht funktionierten – und eine Ehe schon gar nicht.“, so QUEER

Helmut. Diese nachvollziehbar empfundene Kränkung führte letztendlich zu dessen „Rausschmiss“ aus dem gemeinsamen Haus und zur Trennung von seiner damaligen Frau. Letztendlich hat dies Helmuts Entscheidung erleichtert, zu sich selbst zu stehen. Zumindest in einem ersten Schritt sich selbst gegenüber seine Homosexualität einzugestehen, auch wenn er noch zögerte sich offiziell zu outen. Denn die Empfindung, dass Schwulsein nicht gesellschaftsfähig und falsch sei, war auch bei ihm durch seine katholischen Prägungen noch immer sehr tief in ihm verwurzelt. So lebte Helmut zwei Jahre lang „im Niemandsland“, wie er es selbst nennt. Da er in dieser Zeit immer versteckt und verheimlichend mit seiner Sexualität umging, führte der stets gegenwärtige psychische Druck dazu, dass er sein volles Potenzial in der Arbeitswelt nicht entfalten konnte und auch generell unzufrieden war. So begann Helmut in dieser Zeit eine Umschulung, die ihn schließlich zu einem wichtigen Schlüsselerlebnis führte. Mehr dazu nächsten Monat in Teil 3. Text: Marc Kirch | Bilder: Privat Frank Biehler LSVD Stelle für Betroffene: Gruppe „Schwule Väter, Ehemänner und deren Partner“, erreichbar unter SVSaar@gmx.de (vertraulich und diskret) WIR GEBEN VIELFALT EINEN JOB! Stefan, Musiker summacom.de/jobs DIREKT UNBEFRISTETER ARBEITSVERTRAG, ATTRAKTIVES FIXGEHALT U.V.M. JETZT BEWERBEN! Sascha, Gourmetesser und Hobbykoch

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