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POPSCENE Mai 05/2020

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STEPHAN FANDEL

STEPHAN FANDEL KREISSTADT MERZIG Was bedeutet die aktuelle Situation für die saarländische Kultur und in wie ist die Kultur der Stadt Merzig betroffen? Das Coronavirus hat die die saarländische Kulturlandschaft drastisch verändert. Für Kulturtreibende bedeutet dies ganz konkret: keine Auftritte, keine Einnahmen – von 100% auf 0% heruntergebremst. Das ist für diejenigen, die ihren Lebensunterhalt mit Kunst und Kultur bestreiten müssen, eine Katastrophe – nicht nur in Merzig oder im Saarland, sondern weltweit. Natürlich ist auch das Kulturprogramm in Merzig massiv von der Krise betroffen. Merzig hat kulturell viel zu bieten, angefangen bei den vielen Veranstaltungen in der Stadthalle, über den Kultur- und Kindersommer, das Altstadtfest, den erfolgreichen Inszenierungen im Zeltpalast, bis hin zu den größeren und kleineren Festen in den Dörfern. Wir arbeiten mit vielen Partnern seit Jahren erfolgreich zusammen und stellen auch hier immer wieder tolle Events auf die Beine, unter anderem mit unseren Schaustellern, die das große Musikfestival neben der Stadthalle, das Merziger Oktoberfest, den vierwöchigen Weihnachtsmarkt sowie die Sommer- und Herbstkirmes seit Jahren erfolgreich durchführen. Zum Schutz der Bevölkerung mussten alle Veranstaltungen bis Ende August abgesagt werden. Wie es danach bzw. im Herbst und Winter weitergehen wird, ist derzeit noch völlig unklar. Was tut die Stadt Merzig in der aktuellen Zeit für den Kulturbereich? Wir sind in engem Kontakt mit den Kulturanbietern in Merzig und versuchen, ein alternatives Programm für die Bürgerinnen und Bürger zu erarbeiten. Geplant ist beispielsweise ein Livestream-Konzert mit der Band „dr3iklang!“ am 30.04.2020, das über den städtischen YouTube- Kanal ausgestrahlt wird. Ebenso soll es weitere Aufzeichnungen von Bands, Angebote für Kinder und Literatur-Interessierte, usw. geben. Auch sportliche Mitmach-Angebote (Zumba- und Fitness-Training, Yoga) wird es an diesem und den 62 KULTUR

darauffolgenden Tagen geben. Nähere Infos hierzu sind auf unserer Homepage www.merzig.de oder via Facebook erhältlich. Wie sehen evtl. zukünftige Projekte aus? Die Kreisstadt Merzig ist zurzeit dabei, neue Möglichkeiten zu entwickeln, um das Kulturangebot in Merzig weiterhin sicherzustellen. Denkbar wären neben den Livestream- Konzerten auch beispielsweise Autokino-Veranstaltungen. Die Band „Brings“ hat dies bereits erfolgreich getestet, mit einem „Autokonzert“ in Köln und 250 Fahrzeugen, in denen Familien das Konzert per Radio-Frequenz live miterleben konnten. Geeignete Flächen hierfür wären in Merzig vorhanden. 63 Wird sich die Kultur aufgrund der Corona Krise nachhaltig verändern und wenn ja wie? Die Corona-Krise ist sicherlich ein großer Schock für die gesamte Welt und wird das Verhalten der Menschen nachhaltig verändern. Events, bei denen Menschenmassen dicht aneinandergedrängt stehen, kann und will sich momentan niemand vorstellen. Wir sind vorsichtiger geworden im Umgang miteinander. Vielleicht hilft dieser Schutzmechanismus auch zukünftig verantwortungsbewusst unseren Mitmenschen gegenüber zu handeln. Wir müssen also umdenken. Solange es keinen Impfstoff gibt – und das kann nach Meinung der Experten durchaus bis 2021, vielleicht sogar bis 2022 dauern – wird uns das Virus tagtäglich begleiten, dass heißt auch kulturelle Angebote sind bis dahin nur unter besonderen Auflagen durchführbar. Hier ist Kreativität gefragt. Die Digitalisierung ist zurzeit eine echte Chance, kann dabei aber langfristig nur ein Baustein sein, denn die Kultur lebt vom Austausch und vom „Gemeinschaftserlebnis“. Es müssen also Strategien erarbeitet werden, wie man vor Ansteckung schützen und gleichzeitig aber auch Kultur wieder einen Raum geben kann – vielleicht vorerst mit Open Air-Konzerten und ganz kleinem Publikumskreis, damit ein ausreichender Sicherheitsabstand gewährleistet werden kann. Das könnte vielleicht ein Ansatz für die zweite Jahreshälfte sein, wenn die bisherige positive Entwicklung im Umgang mit der Corona-Krise weiter anhält. KULTUR

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