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POPSCENE Mai 05/2020

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LIEBE UND SEX WÄHREND

LIEBE UND SEX WÄHREND DER AUSGANGSBESCHRÄNKUNG Partnersuche und Dating stellen sich zur Zeit als sehr schwierig da. Jemanden kennenzulernen ist – außer über Onlineportale – gerade schier unmöglich. Wenn Du jedoch schon jemanden kennen gelernt hast – online oder offline, ganz egal – und ihr schon ernsteres Interesse aneinander habt, 50 sehe ich in erster Linie auch Vorteile für euch. Es ist nämlich so, dass ein gewisses Maß an Distanz der Liebe gut tut. Wenn Interesse, der Wunsch nach Nähe und die Sehnsucht groß sind aber gleichzeitig noch Distanz und Vorsicht herrschen, steigert sich ein Gefühl, welches in der LEBEN / LUST // ANZEIGE

Wissenschaft „Limerenz“ genannt wird. Umgangssprachlich sprechen wir dann von „Verliebtheit“. Tatsächlich ist Verliebtheit das Gefühl, welches bei Menschen entsteht, wenn sie eine Bindung eingehen. Dieses Gefühl bewirkt dann weiterhin, dass sich die Bindung noch verstärkt. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nähe(wunsch) und Distanz tut also der Beziehung sehr gut. Nachteile existieren nur dann, wenn die Verbindung noch so frisch ist, dass gar kein weiterer Austausch mehr passiert, wenn beispielsweise aufgrund von unterschiedlichen Meinungen, einem Missverständnis, Schreibfaulheit oder ähnlichem zunächst der Kontakt und dann das Interesse abbricht. Eine beginnende Bindung muss nämlich aufrecht erhalten werden, bis sie stabil wird. Bereits bestehende Paare trifft die momentane Situation stärker. Menschen sind sehr gewohnheitsaffin. Das bedeutet, wir lieben unsere Gewohnheiten und Abläufe, denn wir können sie einschätzen, was uns ein Gefühl von Kontrolle und Sicherheit vermittelt. Die Ausgangsbeschränkung oder gar eine Quarantäne nimmt nun jedoch sämtliche bisher den Alltag und das Zusammenleben strukturierenden und auch entzerrenden äußeren Faktoren. Keine geregelten Arbeitszeiten, keine Regelmäßigkeit beim Sport, bei den Hobbys, keine Möglichkeit mal Freunde zu treffen etc. Womöglich sind noch die Kinder dauerhaft zuhause! Solch eine Umstellung ist eine Belastungsprobe für jede Partnerschaft – wir kennen das ja vom Urlaub. Eigentlich freut man sich darauf, endlich mal Zeit miteinander #gesundesexualität zu haben, doch dann gibt es schnell Konflikte. Momentan kommen dann noch Existenzangst und gesundheitliche Sorgen hinzu, was alle zusätzlich noch etwas dünnhäutig werden lässt. Darunter kann natürlich auch die Sexualität erheblich leiden. Ihr solltet euch dessen bewusst sein und offen darüber reden. Wenn gleich der eine beleidigt ist, dass der andere gerade keine Lust auf Gespräche, Austausch, Nähe oder gar Sex hat, wird es schwierig. In einer Partnerschaft muss man sich einander mit seinen Bedürfnissen zumuten. Dies gilt ganz besonders in extremeren Situationen, wie wir sie gerade jetzt alle erleben. Paare sollten darauf achten, dass es Raum für Nähe und Austausch gibt, aber eben auch ausreichend Möglichkeiten schaffen, sich aus dem Weg zu gehen oder mal nicht zu kommunizieren. Da reicht es oft schon, mal allein spazieren zu gehen, ein Bad zu nehmen, einen Film allein zu schauen, während der andere im Schlafzimmer ließt oder ähnliches. Es ist ein Anzeiger für die Gesundheit einer Partnerschaft, wenn man nicht immer alles gemeinsam machen muss, nur weil man gerade auf engerem Raum zusammen ist. So kann man die Füße auf dem Sofa zusammen stecken, während der eine seinen Podcast hört und der andere die Onlineausgabe der Popscene liest – das perfekte Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz. Solch Situationen führen dann dazu, dass ganz automatisch auch wieder ein Gespräch oder auch der Wunsch nach noch mehr Nähe oder Sex entsteht. Über den Autor Dr. Rouven Gehr ist Paartherapeut sowie Sexological Bodyworker und arbeitet u.a. als Sexualcoach in seinem „Atelier für Beziehungsentfaltung“ in Saarbrücken für das Finden und Begleiten von Wegen zu erfüllten Beziehungen in Partnerschaft, Sexualität und Persönlichkeit. beziehungs-entfaltung.de facebook.com/beziehungsentfaltung 51 LEBEN / LUST // ANZEIGE

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