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38 SERIEN-SPECIAL DAS

38 SERIEN-SPECIAL DAS GERN GENOMMENE SERIEN-SPECIAL DAS HARTE GANGSTERLEBEN IN DEN „4 BLOCKS“ Wenn schon vor der Erstausstrahlung einer TV-Serie vom Sender die zweite Staffel bestellt wird, will das etwas heißen. So geschah es im April dieses Jahres mit „4 Blocks“, der dritten Eigenproduktion von TNT Serie (Sky). Hanno Hackfort, Richard Kropf und Bob Konrad aka Haribo, die Autoren der viel beworbenen, aber von Kritikern verschmähten Amazon Prime-Serie „You Are Wanted“ (mit Matthias Schweighöfer), haben diese deutsche Gangster-Serie geschrieben, in der das kriminelle Milieu im Problembezirk Berlin-Neukölln beleuchtet wird. Und diesmal ist ihnen etwas Großes gelungen. Im Handlungsmittelpunkt steht der libanesisch-stämmige Hamady-Klan um die Brüder Ali „Toni“ Hamady (Kida Khodr Ramadan), Abbas Hamady, der von dem deutschen, zazaisch-kurdisch-stämmigen Rapper Veysel verkörpert wird, und Latif Hamady, gespielt von Wasiem Taha, besser bekannt als der knasterfahrene Rapper Massiv. Sie versuchen ihr lukratives Drogengeschäft zu retten seit Latif von der Polizei hochgenommen und inhaftiert und eine Nachschublieferung einkassiert wurde. Toni ist trotz der prekären Situation bemüht, ein kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht wieder die Finger schmutzig zu machen. Denn er erwartet für sich und seine Ehefrau Amara (Almila Bagriacik) eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung und will dann seine Geschäfte mit einem Immobilienkauf endlich legalisieren. Doch sein hitzköpfiger Bruder Abbas ist auf Rache für Latifs Festnahme aus und schlägt einen Weg ein, der Toni so gar nicht in den Plan passt. Gut dass dieser mit Vince Kerner (Frederick Lau) wieder einen schlagkräftigen Verbündeten aus alten Zeiten an seiner Seite weiß. Vince ist der einzige, dem Toni sich noch anvertraut und den er in seine legalen Pläne einweiht. Die Gegenseite der Hamadys begehrt indes auf: Die Rockergang Cthulhu um deren bulligen Anführer „Ruffi“ (Ronald Zehrfeld) will sich das Revier der Hamadys unter den Nagel reißen und läßt keine Chance unversucht, ihre Macht zu demonstrieren. Wie bei der Sky Italia-Produktion „Gomorrha“ gibt es auch in „4 Blocks“ keine wirklichen Gewinner und erst recht keinen Grund zu lachen. Die sechsteilige erste Staffel von Regisseur Marvin Kren („Rammbock“, „Tatort“-Folgen des NDR und BR) ist brutal, düster und hart. Sie lebt nicht nur von den authentischen und überzeugenden Darstellungen des gesamten Casts, sondern auch von dem packend-harten Deutschrap- Soundtrack, den u.a. Veysel, Massiv und Gringo, die alle in der Serie mitwirken, abgeliefert haben. Dieser beinhaltet ihren gemeinsam komponierten Track „4 Blocks“ als auch einige Songs des hörenswerten Hasan K. & Gringo-Albums „Gringo City“. Text: Peter Parker | Bilder: Turner Broadcasting System Deutschland GmbH

39 FILM-SPECIAL DAS BELIEBTE FILM-SPECIAL HUMORVOLL, RUHIG UND AUFWÜHLEND Die britisch-französische Produktion „Florence Foster Jenkins“ (Constantin Film) unter Regisseur Stephen Frears („High Fidelity“) erzählt die Geschichte einer betagten und betuchten New Yorker Dame im Jahr 1944, die nicht nur die Oper liebt, sie ist auch der festen Überzeugung, singen zu können. Da irrt sich die von Meryl Streep porträtierte Florence Foster Jenkins allerdings gewaltig. Jeder aus ihrem Umfeld weiß das: ihr Gatte St. Clair Bayfield (Hugh Grant in einer weiteren Paraderolle), ihr Gesangslehrer Carlo Edwards (David Haig) und ihr Pianist Cosmé McMoon (Simon Helberg, Howard Wolowitz aus „Big Bang Theory“). Doch niemand traut sich, ihr reinen Wein einzuschenken. Selbst nicht, als sie beschließt, in der Carnegie Hall aufzutreten. Bayfield fürchtet Schlimmstes, McMoon sieht bereits seine Karriere als Pianist und Komponist in Trümmern… Frears ist ein rührseliger, ruhiger und humorvoller Film gelungen, der auf den wahren Erlebnissen von Narcissa Florence Foster alias Florence Foster Jenkins (1868-1944) beruht. Sie avancierte in New York City in den 20er-, 30er und 40er Jahren trotz ihres mangelhaften Gesangstalents zur Kultfigur und bildete den Stoff für Bühnenstücke am Broadway und in London. Allerdings mit anderen Darstellern. Jetzt kann man sich keine anderen mehr als Streep und Grant in den Rollen von Jenkins und ihrem Gatten vorstellen. Ruhig ist auch „Manchester By The Sea“ (Universal Pictures). Der eigenbrötlerische und schweigsame Hausmeister Lee Chandler, gespielt von Ben Afflecks Bruder Casey Affleck, muss in dem besagten Film den plötzlichen Tod seines Bruders verkraften. Zudem soll er nun Vormund von dessen 16-jährigem Sohn Patrick (Lucas Hedges) werden. Dafür muss er aber in seine frühere Heimatstadt Manchester-By-The-Sea zurück, wo er zwangsläufig auf seine Ex-Frau Randi (Michelle Williams) trifft. Diese Begegnung weckt in ihm lange verdrängte schreckliche Erinnerungen an ihre gemeinsame Vergangenheit, die Stück für Stück in Rückblenden zutage kommen. Es verwundert nicht, dass Aflleck für seine Darstellung von Lee Chandler einen Oscar bekam. Auch Drehbuchautor Kenneth Lonergan, der auch Regie führte, hat diesen zurecht verliehen bekommen. Sein „Manchester By The Sea“ ist ein emotionaler und aufwühlender Film, der trotz einer Länge von über 130 Minuten nie langatmig wirkt. Text: Peter Parker | Bilder: Constantin Film, Universal Pictures

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