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POPSCENE Februar 02/19

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58 KULTUR und

58 KULTUR und Elektrifizierung ausgesetzt sind. Dabei stoßen wir auf eine Vielzahl an Quellen elektroakustischer Geräusche, die Kubisch über hochsensible, kabellose Kopfhörer wahrnehmbar macht: Smartphones, Lichtschranken, WLAN-Net ze, Straßenbahnen, Bankautomaten, Überwachungskameras, Werbeleuchtkästen, Antennen, Kabelleitungen und Stromkästen. Als unsichtbares und (eigentlich) unhörbares Netz überziehen sie die Städte, wobei jeder Ort sein eigenes, individuelles akustisches Profil aufweist. Das lässt sich bei einem realen „Electrical Walk“ durch Saarbrücken selbst erleben. Wie sehr sich diese elektronische Parallelwelt in den vergangenen zehn Jahren verändert hat, und welche Konsequenzen sich daraus für uns Menschen ergeben, offenbart der lange Zeitraum, über den die Künstlerin ihre „Electrical Walks“ inzwischen entwickelt hat. Es sind die neuen Techniken und die riesigen Dimensionen der beleuchteten Werbe-Screens und LED-Bildschirme, die vor allem in den asiatischen Millionenstädten tiefgreifende Veränderungen nach sich ziehen. Kubischs jüngste Dokumentation „Magnetic Cities“ beleuchtet diese aktuellen Tendenzen am Beispiel Bangkoks. Die bei den Stadtspaziergängen immer wieder neu entdeckten Klänge überträgt die Künstlerin seit 2011 auch in den Ausstellungsraum, indem sie sogenannte „Clouds“ aus Kabeln zu Knäueln verbindet oder aus herabhängenden Kabeln geformte Zeichnungen im Raum entstehen lässt, durch die das Publikum hindurchgehen kann. Auch sie basieren auf dem Prinzip der magnetischen Induktion, wobei Kubisch bereits eingespeiste Geräusche mit Klangsequenzen mischt, die durch zufällig im Raum befindliche Stromfelder erweitert

werden. Diese Klangräume bestehen aus Tönen und Geräuschen, die natürlichen Klangphänomenen ähneln, ohne diese zu imitieren. Wichtig ist der Künstlerin dabei auch die Verbindung von Klangfolgen und ästhetischen Installationselementen (Kabelarrangements, UV-Licht-Installationen) zu einem poetischen Gesamtkunstwerk. In manchen Fällen nutzt Kubisch vergessene oder verlorengegangene Geräusche, wie das Quietschen alter Klostertüren oder die Signaltöne ausrangierter Schachtglocken. Auch sie werden in der Stadtgalerie zu hören sein, ebenso wie die Reinszenierung des Lichtraums „Stillleben, Landschaften und Porträts – neunzehn Bilder für einen Raum“ aus der Sammlung des Saarlandmuseums. Ein besonderes Highlight präsentiert die Stadtgalerie am 27. April mit der audio-visuellen Performance Spectral Cities, bei der Christina Kubisch als Musikerin und Performerin (gemeinsam mit Peter Kutin & Florian Kindlinger) zu erleben sein wird. Einen weiteren Höhepunkt dieser Ausstellung präsentiert Kubisch zur Finissage am 12. Mai mit ihrem Vortrag „Magnetic Attacks – 40 Jahre elektromagnetische Untersuchungen“. Anschließend wird sie, unterstützt durch die Schlagzeugerin Katharina Ernst, ihre Komposition „Undercurrents 2018“ präsentieren. Text: Redaktion | Bild: Stadtgalerie Stadtgalerie Saarbrücken Freitag, 8. Februar, 19 Uhr bis 12. Mai Ausstellungseröffnung www.stadtgalerie.de CITYCARDS DES MONATS Du suchst einen Beruf mit Herz? Bewirb dich jetzt im Klinikum Saarbrücken Wähle deine CityCards des Monats unter popscene.club dame BuBe

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