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KULTUR CHRISTINA KUBISCH

KULTUR CHRISTINA KUBISCH ELECTRICAL MOODS 56

57 KULTUR Eine quietschende Tür, die mit einem dumpfen Schlag ins Schloss fällt. Dann übereinander gelagertes, gedehntes Knarren – ein verspieltes Ineinander knarzender Scharniere, dunkles Brummen, Rattern, das sich als Motorradknattern zum Crescendo steigert, um in die musikalische Komposition eines Akkordeons überzugleiten. Oder, ein akustischer Raum voller Vogelstimmen, Waldgeräusche – quaken, zirpen, zwitschern, flirren, piepen, trillern und pfeifen – scheinbar natürliche Laute, die jedoch so mit elektronischen Geräuschen durchsetzt sind, dass sich über kurz oder lang die Erkenntnis einstellt, dieses Klangspektrum könnte elektroakustisch erzeugt sein. Es ist die Welt der Klangkünstlerin Christina Kubisch (*1948 in Bremen), die schon Ende der 1970er Jahre mit elektromagnetischer Induktion experimentierte und mittels Telefonverstärkern ein System für ihre Klanginstallationen entwickelte, in dem die Partizipation der Besucher eine entscheidende Rolle spielte. Schon diesen frühen Arbeiten lag die Idee zugrunde, Dinge hörbar zu machen, die außerhalb unserer normalen Wahrnehmung liegen. Dafür ließ Kubisch Räume entstehen, in denen sich das Publikum mit kabellosen Hörwürfeln frei bewegen konnte, um eine jeweils eigene Version der Klangspektren wahrzunehmen, die von den Kabelinstallationen im Raum aktiviert wurden. Jeder schuf und hörte so für sich eine eigene Komposition. Der Künstlerin kam es darauf an, eine neue Aufmerksamkeit für natürliche Geräusche zu schaffen, die wir erst dann bewusst wahrnehmen, wenn sie verfremdet erscheinen, wie im „Vogelbaum“ (1987), den Kubisch bereits 1996 in ihrer ersten Saarbrücker Einzelausstellung in der Stadtgalerie präsentierte. Ein weiteres Kernthema, das ihre Arbeit wie ein roter Faden durchzieht, ist die Stille. Dabei geht es der Künstlerin darum, in einem ungestörten Environment subtile Klänge und Töne erfahrbar zu machen und auch eine gedankliche Auseinandersetzung mit der Idee der Stille anzustoßen, wie in den Sonagrammen von „Analyzing Silence“. Eine weitere zentrale Werkserie, die besonders im Fokus unserer Ausstellung steht, sind die sogenannten „Electrical Walks“ – Stadtspaziergänge, auf denen wir den Geräuschen elektromagnetischer Stromfelder begegnen, die im Stadtraum omnipräsent und aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken sind. Seit 2003 hat die Künstlerin weltweit immer wieder neue „Electrical Walks“ entwickelt und dabei die Veränderungen verfolgt, denen wir durch verstärkte Digitalisierung OMA FRIDA - TURNE BIS ZUR URNE Glashaus Saarschleife e.V. Nohner Str. 12, 66693 Mettlach-Dreisbach Tel. 06861 78773 | www.oma-frieda.com SA. 23.02 20 UHR

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