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EMMA RUTH RUNDLE

EMMA RUTH RUNDLE Besinnliche Schwärze MUSIK-TIPP Nicht nur dem Artwork fehlt es an Farbe. Das neue Album der 38-jährigen US-Künstlerin Emma Ruth Rundle macht es dem Artwork fast gleich. Auf „Engine Of Hell“ ist besinnliche Schwärze Trumpf, sofern man das so umschreiben kann. Will meinen: Der reduzierte Indiefolk (meist wird ihre Stimme von einem Klavier oder ein wenig Akustikgitarre und Streichern flankiert) ist der ideale Soundtrack für einsame, traurige Stunden. Bestens geeignet für Fans mit einer Vorliebe für die Musik von Tori Amos, Regina Spektor und PJ Harvey. In deren Schnittmenge findet man Rundle. Je reduzierter ihre Kompositionen sind, desto mehr kommt Rundles säuselnde, zwischendurch mal selbstbewusst-energische Stimme zur Geltung - siehe „The Company“. Sie selbst sagt über das Album: „Hier sind einige sehr persönliche Songs; hier sind meine Erinnerungen; hier bin ich am Rande der Vernunft und tauche meinen Zeh in die Weiten des Weltraums, und ich nehme euch mit und es ist sehr fucked und unvollkommen.“ Aber wunderschön. Emma Ruth Rundle „Engine Of Hell“ (Cargo Records) emmaruthrundle.com Text: Kai Florian Becker | Bild: Sargent House 26 GEWALT Comeback eines Indie-Oldies MUSIK-TIPP Patrick Wagner ist ein Indie-Oldie. Vor Jahren spielte er in der großartigen Band Surrogat und gründete zwei überaus interessante Indielabels: Kitty-Yo und Louisville. All das - Band wie Labels - ist längst Geschichte. Mitte der Zehnerjahre kehrte Wagner zur Musik zurück und gründete mit zwei Mitstreiterinnen die Band Gewalt - zwei Gitarren, ein Bass und ein Drumcomputer. Die eigenen Songs sollten nicht bei einem festen Vertragspartner erscheinen, sondern über kleine Labels auf 7-Inch-Vinylen. Die erste erschien im April 2016 („Szene einer Ehe“), die jüngste Mitte Oktober („Paradies“); eine Remix-EP („Manipulation“, Juni 2018) und eine Compilation in digitaler Form und auf Kassette („Gewalt 2016 - 2018“, Dezember 2019) gab es auch. Jetzt war dann aber doch mal Zeit für ein richtiges Album. Die Doppel-LP „Paradies“ enthält zehn neue Songs plus zehn ausgewählte Songs aus den ersten fünf Jahren, ergo von 2016 bis 2020. Die Musik kann man grob als noisigen Industrialrock mit Postpunk-Einschlag bezeichnen, der mit deutschen Texten kombiniert wird. Gewalt „Paradies“ (Warner Music) gewalt.bandcamp.com Text: Kai Florian Becker | Bild: Clouds Hill TIPPS

MONO Tadelloses elftes Album MUSIK-TIPP Die japanische Band Mono sollte man nie unterschätzen, wenn man sich für Postrock interessiert. Das musste der Autor dieser Zeilen just am eigenen Leib erfahren, als er zum ersten Mal „Pilgrimage Of The Soul“ hörte. Das Album, das mittlerweile elfte binnen 22 Jahren, ist phänomenal. Postrock auf höchstem Niveau. Mono setzen nicht auf elektronische Zusatzstoffe, sondern bleiben bei der klassischen gesanglosen Gitarre-Bass-Schlagzeug- Kombination und fügen lieber Streicher hinzu. Monumental, was da aus den Boxen dringt: siehe „To See A World“. Das Spiel mit laut und leise beherrschen sie ebenso wie die Kunst, mit Upbeat-Rhythmen für Abwechslung zu sorgen („Imperfect Things“). Apropos Dynamik: Die Intensität des Auftaktsongs „Riptide“ ist allein schon umwerfend und genügt, um diese Platte zu lieben. An dieser gibt es wahrlich rein gar nichts auszusetzen; es bleibt einem nur, sich demütig vor Mono zu verneigen und Danke zu sagen für diese emotionale Musik. Mono „Pilgrimage Of The Soul“ (Cargo Records) monoofjapan.com Text: Kai Florian Becker | Bild: Pelagic Records 27 SEDLMEIR Wer räumt nach mir auf? MUSIK-TIPP Der Wahlberliner und Exilsaarländer Sedlmeir gibt sich sehr geschäftig und beschert uns sein achtes Album „Schallplatte“. Früher, einige werden sich vielleicht noch erinnern, waren Alben noch Schallplatten. Heutzutage ist einigen Hörern längst das Gefühl für ein Album verloren gegangen, weil schnell weiter gescrollt wird im digitalen Sumpf des Musikstreamings. Insofern schwingen schon beim Titel Melancholie und Nostalgie mit. Musikalisch und inhaltlich bleibt die Ein- Mann-Rock’n’Roll-Trash-Maschine sich treu. Rock’n’Roll trifft auf 80er Elektronik und Drumcomputer. Dazu singt der charismatische Protagonist darüber, dass er jetzt zu den „Neuen Alten“ gehört, da er die 50 erreicht hat. Nostalgisch blickt er auf früher zurück („Das waren Events“), sinniert über die negativen Seiten des Malochens („Job Killer“), über saublödes Marketing-Gewäsch („Auf eigene Faust“) und macht sich Gedanken über die Zeit nach seinem Ableben („Wenn ich tot bin“). Denn wer räumt nach ihm auf und was wird entsorgt? Berechtigte Fragen, oder? Sedlmeir „Schallplatte“ (Broken Silence) Text: Kai Florian Becker | Bild: Off Label Records TIPPS

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