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POPSCENE August 08/2020

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RUN THE JEWELS Vierter

RUN THE JEWELS Vierter Geniestreich MUSIK-TIPP Wieder haben Run The Jewels, ergo HipHop-Produzent El-P und Rapper Killer Mike, für ein Album prominente Gäste verpflichten können - beispielsweise DJ Premier (Ex-Gang Starr). Er gastiert in dem Ohrwurm „Ooh La La“ und hat zugleich ein Sample seiner früheren Band Gang Starr mitgebracht: „DWYCK“ von der ‘99er Compilation „Full Clip: A Decade of Gang Starr“. Pharrell Williams und Rage Against The Machine-Sänger Zack De La Rocha treffen in „Ju$t“ zusammen, neben „Oh La La“ einer der außerordentlichsten Songs auf dieser an Höhepunkten reichen Platte. Weitere nennenswerte Auftritte haben die R&B-Sängerin Mavis Staples und Rockmusiker Josh Homme (Queens Of The Stone Age) in „Pulling The Pin“. Kurzum: Auf „RTJ4“ bringt das Duo in seinem Hip- Hop-Verständnis ganz unterschiedliche Einflüsse auf sehr hohem Niveau unter und unterstreicht, dass HipHop anno 2020 ohne den zumeist dämlichen Auto-Tune-Effekt auskommen und politisch brandaktuell sein kann. Run The Jewels „RTJ4“ (BMG/Warner) Text: Kai Florian Becker | Bild: Jewel Runners SLEAFORD MODS Blicken zurück MUSIK-TIPP Sleaford Mods sind in den Schoß des britischen Kult-Indielabels Rough Trade zurückgekehrt und haben gerade die 22 Tracks starke Compilation „All That Glue“ veröffentlicht. Die enthält Lieblingslieder der Band, B-Seiten und Rares und enttäuscht einen auch selbst dann nicht, wenn man schon alle Platten des Duos aus Nottingham kennt. Die Songs wurden natürlich allesamt von der Band ausgesucht. Jason Williamson und Andrew Robert Lindsay Fearn blicken also persönlich auf die letzten sieben Jahre ihrer Karriere zurück und strecken jedem wütend den Mittelfinger entgegen, der ihnen auf den Sack geht. Aber „All That Glue“ ist nicht nur (wie sonst bei den Sleaford Mods) ein Album voller, mit minimalistischen Sounds unterlegtem Gemecker (siehe „McFlurry“, „Fizzy“, „Jolly Fucker“ oder „Second“), es gibt auch ganz verwunderlich harmonisch-melancholische Momente wie in „Tarantula Deadly Cargo“ und „Slow One's Bothered“ oder auch klassischen HopHop („Fat Tax“). Sleaford Mods „All That Glue“ (Beggars Group/Indigo) Text: Kai Florian Becker | Bild: Rough Trade 32 TIPPS

REINHARD MEY Kult-Liedermacher MUSIK-TIPP Der 1942 in Berlin geborene Künstler ist bis heute einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene und wurde ab 1967 unter anderem durch die Hits „Gute Nacht, Freunde“ und „Über den Wolken“ einem großen Publikum bekannt. Mey, der auch in Frankreich und den Benelux-Staaten erfolgreich ist, veröffentlicht mit der aktuellen Doppel-CD „Das Haus An Der Ampel“ eine Art Alterswerk. Auf „Das Album“ unternimmt er zusammen mit seinen Musikern zwischen den Titeln „Im Hotel zum ewigen Gang der Gezeiten“ und „Scarlet Ribons“ von seinem Elternhaus aus, die Reise aus der Vergangenheit in die Gegenwart, während er auf „Skizzenbuch“ dieselben Lieder solo vorträgt. Wie schon auf seinen 27 deutschen. Studioalben vorher, gelingt dies dem Sänger/Songwriter und Musiker perfekt. Mey, den Tochter Victoria-Luise auf dem Folk-Song „Scarlet Ribbons“ tatkräftig unterstützt, bleibt sich selbst treu und seinen Fans ein Sänger der Menschlichkeit („Menschen, die Eis essen“), der Freundschaft („Glück ist, wenn du Freunde hast“) und der Wahrheit („Ich liebe es, unter Menschen zu sein“). Reinhard Mey „Das Haus An Der Ampel“ (Universal Music) Text: Frank Keil | Bild: PR 33 100 KILO HERTZ Auf den Spuren von Feine Sahne Fischfilet MUSIK-TIPP Punkband mit Gebläse. Mit 100 Kilo Hertz verhält es sich ähnlich wie mit Feine Sahne Fischfilet. Band und Fans stammen mehrheitlich aus einem linkspolitischen Umfeld, können mittlerweile aber auch über die Szene hinaus begeistern. Dafür hat das Leipziger Sextett auf seinem zweiten Album „Stadt Land Flucht“ auch persönliche Themen aufgegriffen. Musikalisch baut man auf dem erfolgreichen Debüt „Weit weg von zu Hause“ auf, setzt auf melodiösen Punkrock mit Trompete und Saxophon. Zwischen dem Opener „Drei Jahre ausgebrannt“, gleichzeitig die erste Single und dem apokalyptischen Ausblick „Wenn es brennt“ gibt es weitere hörenswerte Anspieltipps zu entdecken. Allen voran „Sowas wie ein Testament“, zu dem es auch ein sehenswertes Video gibt, sowie „“…und aus den Boxen…But Alive“, eine Reminiszenz an die Hamburger Band, aus der später Kettcar hervorging. Und wer bei all den Uptempo-Nummern Ruhe braucht, für den haben 100 Kilo Hertz mit „Träume (Reprise)“ den passenden Song parat. 100 Kilo Hertz „Stadt Land Flucht“ (Bakraufarfita Records/Broken Silence) Text: Frank Keil | Bild: PR TIPPS

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