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GENUSS AB IN DEN

GENUSS AB IN DEN BIERGARTEN! DRAUSSEN SCHMECKT‘S EINFACH BESSER 32 GENUSS

Ein typisch deutscher Wohlfühlort im Freien mit zehn Buchstaben? Die Antwort ist einfach: Biergarten. Sollte sich bis zum Erscheinen dieser POPSCENE Ausgabe nichts geändert haben, ist die lange – Achtung Wortspiel – Durststrecke für die Saarländer beendet. Woher deren ausgeprägte Leidenschaft fürs Draußengenießen wohl kommt? „Vielleicht liegt es daran, dass ein Teil des heutigen Saarlandes einmal bayerisch war“, mutmaßt Michale Schley. Er ist nicht nur Inhaber der Wilden Ente in Saarbrücken-Güdingen, wo einer der beliebtesten Biergärten der Region zu finden ist, sondern auch Präsidiumsmitglied des saarländischen DEHOGA, dem Hotel- und Gaststättenverband. Dort zeigte man sich verhalten erfreut über den ersten Öffnungsschritt und hofft, dass diesem bald weitere folgen. Michael Schley war die Freude, endlich wieder Gäste begrüßen zu dürfen, deutlich anzumerken. Nicht nur bei der Wilden Ente, sondern auch an vielen anderen Orten im Saarland erinnern die Biergärten mit Holztischen, Bierbänken und einem deftigen Speisenangebot an jene in Bayern, wo diese Gastrokultur ihren Ursprung hat. Dort war es früher nur in der kalten Jahreszeit erlaubt, Bier zu brauen. Zum einen wegen der erhöhten Brandgefahr beim Biersieden während der Sommermonate, zum anderen, weil das in Bayern beliebten untergärige 33 Bier Temperaturen von unter zehn Grad bei der Herstellung erfordert. Damit das Bier über den Sommer hält, wurde es mit mehr Hopfen und einem höheren Alkoholgehalt haltbarer gemacht sowie zusammen mit großen Eisblöcken in Felsenkellern gelagert. Zum Schutz vor der Sonne wurden Rosskastanien an der Oberfläche gepflanzt. Praktisch: Die großen Blätter spendeten Schatten, die flachen Wurzeln beschädigten die Kellerdecke nicht. Das im März gebraute Märzenbier und später auch das leichtere Lagerbier, das im 19. Jahrhundert in Mode kam, blieb so gut gekühlt. 1812 gab es in Bayern die offizielle Erlaubnis, Bier auf den Lagerkellern auszuschenken, ab 1825 durften auch Speisen angeboten werden. Als Carl von Linde 50 Jahre später den Kühlschrank erfand, hatte sich die Biergarten-Kultur längst etabliert. Gebraut werden kann seither ganzjährig, nicht nur Lagerbier, das in Deutschland meist Helles genannt wird, und das in Bayern nach wie vor beliebte Märzen, sondern auch Pils, was im Saarland bevorzugt aus dem Zapfhahn fließt. Längst sind auch Sonnenschirme als Schattenspender willkommen. Wenig geändert hat sich am rustikalen Mobiliar. Gemütlich ist es trotzdem, vielleicht auch deswegen. Text: Katharina Rolshausen | Bild: pexels.de GENUSS

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