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POPSCENE April 04/19

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8 TITEL RANTANPLAN

8 TITEL RANTANPLAN SKAPUNK MIT BOTSCHAFT

Die erfolgreiche Hamburger Skapunk-Formation Rantanplan hat mit „Stay Rudel – Stay Rebel ein neues Album veröffentlicht. Viel Wissenswertes rund um die Band und ihre Geschichte vermittelt Sänger Torben Meissner im spannenden Interview. Rantanplan wurden 1995 gegründet, einzig verbliebenes Originalmitglied bist Du als Sänger. Was hat dich 24 Jahre lang motiviert trotz aller Höhen und Tiefen mit der Band weiterzumachen? War der Ausstieg von Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff (damals auch But Alive, heute Kettcar) einschneidend für die weitere Entwicklung von Rantanplan? Ich hatte mal einen furchtbar schlimmen Business-Job und sollte noch mehr Karriere machen. Mein Körper hat das anders gesehen und 2 Liter Kaffee, 2 Päckchen Camel ohne am Tag mit regelmäßigen Asthmaanfällen quittiert. Irgendwann war nachts der Notarzt wöchentlich da und ich hatte nichts Besseres zu tun, als mit zwei Kanülen im Arm auf Klo heimlich eine zu rauchen, während der Arzt noch da war! Es kam der Punkt, an dem ich mir gesagt habe: Du bist schon fast tot und wolltest doch eigentlich noch etwas Besonderes machen. Also bin ich von jetzt auf gleich einfach nicht mehr hingegangen. Ich habe nicht mal gekündigt. Dann habe ich Rantanplan gegründet und es sollte sich so entwickeln, dass ich (dadurch?) immer gesünder wurde. Ich könnte jetzt theoretisch eine Bong rauchen, Digger! Ich werde 47 und benehme mich teilweise nur halb so alt, ohne dabei ein peinlicher Berufsjugendlicher zu sein. Als Reimer Sylvester 2000 hinwarf, war das ein Schock für mich, weil Rantanplan unser beider Baby war. Ich hatte mir 2 Wochen Bedenkzeit genommen und als Reimer dann sagte, er fände es gut wenn's mit Rantanplan weitergeht, haben wir uns versucht zusammenzuraufen. Das hatte nicht wirklich hingehauen und Marcus verließ daraufhin auch die Band. Bei ...But Alive hatte ich ja Bass gespielt und die Auflösung lag erst 3 Monate zurück. Das war schon eine bewegte Zeit. Ich wollte damals aber unbedingt weiterhin Punk machen und meine Band nicht auflösen, nur weil andere unbedingt wünschten sich künstlerisch stark zu verändern. Ich mag Kettcar sehr, aber es ist keine energetische Musik mit Druck dahinter. Ich kann dazu nicht mal tanzen. Ich brauche Musik als Ventil, um nicht zu platzen. Ska Punk ist mein Sandsack, reines Schattenboxen taugt mir nicht. Nichtsdestotrotz waren das die einschneidensten Ereignisse überhaupt und all der Personalwahnsinn bei Rantanplan im Nachhinein ist dagegen eine kleine Posse. Ohne Peso und später Wido, hätten wir damals alt ausgesehen und auch Rod von den Ärzten hatte uns damals mit einem goldenen Plattendeal wieder hochgeholfen. Mir ist nichts so wichtig, wie die soziale Gemeinschaft. Deshalb habe ich auch schon mal eine komplette Besetzung wieder rausgeschmissen, weil die Sozialität sich verdunkelte. Heute sind wir gottseidank eine tighte Truppe, bei der alles stimmt. Meine Mitspieler sind sich der riesigen Fußstapfen von Marcus und Reimer bewusst und tanzen darin Pogo. Welche Bedeutung kommt einer Rantanplan-Live-Show im Verhältnis zu Studioaufnahmen zu? Gibt es da eine Wertigkeit oder ist das Verhältnis eher 50% zu 50%? Keine Ahnung. Mir ist wichtig Songs so aufzunehmen, dass feinstoffliches dabei ist. Ansonsten bleibt es doch nur Totem. Jeder Depp kann heutzutage mit ‘nem Laptop alles Mögliche zurechtfaken. Wir gehen ins teure Studio, lassen uns halbwegs volllaufen, geben echte Tränen und echtes Blut hinzu und scheissen getrost auf überbordendes Effekthaschertum. Die wenigsten Bands können das überhaupt noch! Live hingegen ist die Überlebensstrategie. Druck geht raus, der sich angestaut hat... Es ist die echte Verbindung mit Leuten. Alle in einem Raum und so. Und was für tolle Menschen wir dabei schon so alles kennenlernen durften! Danke dafür!!! Text: Frank Keil. Bild: PR Mergener Hof, Trier Freitag, 26. April, 20 Uhr rantanplan-sucks.de

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