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Max Ophüls Preis 2021

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Bei der Online-Edition des 42. Filmfestivals Max Ophüls Preis vergeben insgesamt sieben Jurys zwölf Preise. Während der Festivalwoche sichten alle 23 Jurymitglieder online die jeweiligen Filmbeiträge in den vier Wettbewerbskategorien

Andréas-Benjamin

Andréas-Benjamin Seyfert ist Doktorand an der University of California in Los Angeles und beschäftigt sich in seiner Forschungsarbeit mit der Filmgeschichte der Weimarer Republik. 2019 und 2020 war er zu Gast beim Filmfestival Max Ophüls Preis. war auch einer der Hauptgründe, weswegen er auf einer schwarzen Liste stand, mit all denjenigen, die von den Deutschen, nach der Eroberung Frankreichs, sofort zu töten waren. 2019 wurde ein für das Werk von Max untypischer holländischer Film gezeigt: KOMÖDIE UMS GELD, eine beißende Satire auf den Kapitalismus. Dass sich seine Weltanschauung nicht unbedingt in sein Werk überträgt, hat vor allem damit zu tun, dass sein Talent es ihm erlaubte, atemberaubende Geschichten von starken Frauen zu erzählen, die von den gesellschaftlichen Umständen an den Rand des Abgrunds getrieben werden. Das ist auch eine politische Aussage, eine feministische Eingebung und Sensibilität, würde ich sagen, auch wenn sie durch die hohe Kunst des Mediums geschönt und verzaubert dem Zuschauer widergespiegelt wird. Wie weit hat sich das Werk von Max und die gemeinsame Verfolgungserfahrung auf die dokumentarische Arbeit seines Sohnes und Ihres Großvaters, Marcel Ophüls, ausgewirkt, als Chronist einer Zeit, in der es gelungen ist, die Menschen nicht nur physisch, sondern auch geistig auszulöschen? Wo ist der deutsch-jüdische Geist heutzutage noch aufzufinden? Überall, nirgendwo? Es ist eine erloschene Zeit, eine Blüte der Kunst und des Denkens, die zunichte gemacht wurde. Es hätte auch anders kommen können. Und das ist dabei so traurig. Anderseits bleiben uns ja die Filme von Max und den anderen, die Schriften einer Welt von gestern, Bilder, Musik, Ideale. Das Wichtigste ist, dass wir lernen, an sie anzuknüpfen, und das Gute, den Witz, die Lebensfreude und das kritische Denken in unsere Gesellschaft aufnehmen. Wichtiger noch ist, dass wir dagegen kämpfen, dass, wie manche es in Deutschland haben wollen, wir den Holocaust vergessen oder aus dem Unterricht entfernen. Die Gefahr, in den Hass zurückzukehren, die gab es damals wie heute. Die mahnenden Stimmen wurden damals in Deutschland zunichte gemacht. Es mussten neue kommen, die das Wort ergriffen haben und gegen die Dummheit, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und andere absurde Abwertungen von Menschenleben gesprochen haben. Genau dieser Kampf ist der Kampf um die Demokratie und Menschenrechte, der niemals enden darf. Das Interview ist der Auszug eines Gesprächs, das Sadija Kavgic für die „Saarbrücker Hefte“ (Ausgabe Nr. 121) mit Andréas-Benjamin Seyfert geführt hat. 22

magazin »Der natürliche Tod der Maus« Casalprim-Huber Filmfesval Max Ophüls Preis Der natürliche Tod der Maus Katharina Huber Casalprim-Huber Freak City Andreas Kannegießer gefördert durch das Wim Wenders Spendium I am the Tigress Philipp Fussenegger & Dino Osmanovic Funfairfilms Intermezzo Kim Lea Sakkal Kunsthochschule für Medien Köln Jackfruit Thuy Trang Nguyen ifs – internaonale filmschule köln Mit eigenen Augen Miguel Müller-Frank 2Pilots Filmproducon Trübe Wolken Chrisan Schäfer Rabiailm Ehrenpreis für Wim Wenders Wir gratulieren! Film- und Medienstiftung NRW Kaistrasse 14, 40221 Düsseldorf www.filmstiftung.de info@filmstiftung.de @filmedienrw 23

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