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Max Ophüls Preis 2021

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Bei der Online-Edition des 42. Filmfestivals Max Ophüls Preis vergeben insgesamt sieben Jurys zwölf Preise. Während der Festivalwoche sichten alle 23 Jurymitglieder online die jeweiligen Filmbeiträge in den vier Wettbewerbskategorien

das Wort war nicht mal

das Wort war nicht mal im Wörterbuch. Dass das heute so viel zugänglicher ist, ist natürlich auch die Krux für junge Filmschaffende. Da ist viel Wettbewerb, und man muss sich ganz anders beweisen. Schließlich gibt es so viele, die Filme machen wollen. Gut, es gibt auch viel mehr „outlets“. Damals gab es das Kino und das Fernsehen. Heute sind diese beiden Formen des Vertriebs „endangered species“. Was interessiert Sie an der Zusammenarbeit mit jungen Kolleg·innen? Es ist einfach schön, zu sehen, dass alles auch ganz anders geht. Dass jede und jeder junge Filmmacher·in letzten Endes das Kino neu erfinden kann. Dass es (fast) so viele Sprachmöglichkeiten des Kinos gibt wie in der Literatur, oder, musikalisch gesehen, dass man klassisch erzählen kann oder als Rock 'n' Roll oder als Zwölftonmusik oder als Hip-Hop. Was weitergeht, ist das Erzählen selbst in Bildern, die Formen und die Technik ändern sich. Sie haben sich immer für neue Technologien interessiert. Worin liegt für Sie der besondere Reiz von technischen Innovationen? Am deutlichsten war das bei PINA. Wie gerne hätte ich den Film schon ein Vierteljahrhundert vorher gemacht, aber da konnte ich einfach noch nicht. Mein Handwerkszeug hat es nicht hergegeben, hat es mir nicht erlaubt, in das Reich des Tanzes einzutauchen. Das ging erst, als die dritte Dimension für das Kino wiederentdeckt wurde, diesmal mit digitaler Technik und deutlich besser als vorher, analog, in den 50er Jahren. Und damit stand plötzlich die Tür offen, dem Tanztheater von Pina Bausch gerecht werden zu können. Und das ist der einzige relevante Vorteil von technischen Innovationen: Dass sie neues Erzählen möglich machen und einem erlauben, seiner Zeit besser nahe zu kommen. Die Welt verändert sich rapide, die Menschen verändern sich ebenfalls grundlegend mit den neuen Gegebenheiten, und als Filmemacher will man nicht hinterherhinken und mit den Mitteln von gestern die Welt von morgen beschreiben. Nein, man will möglichst früh schon mit der Technik von morgen arbeiten. Zumindest geht das mir so. Wenn Sie heute am Beginn Ihrer Filmemacherkarriere stünden – was für eine Art von Film würden Sie machen? Oder würden Sie als junger Mensch heute überhaupt Filme machen? Ich nehme schon an, dass ich auch heute unbedingt Filme machen würde. Ganz einfach, weil ich „Im Lauf der Zeit“ gemerkt habe, wie das Kino mir erlaubt hat, alles aus mir herauszukitzeln, wozu ich je Lust hatte. Was wollte ich nicht alles machen als junger Mann! Ich wollte erzählen, ich wollte Bilder machen, ich wollte schreiben, ich wollte Musik machen, ich wollte Häuser bauen, ich wollte reisen... Aber ich hatte die größten Schwierigkeiten, mich für eins davon zu entscheiden, bis ich gemerkt habe: Im Kino war das alles in ein großes Paket gepackt, da bedingte das eine das andere, kam eins zum anderen, und man war mit allen Künsten und Handwerken in Kontakt. Es war im Grunde zu schön, um wahr zu sein. Ich glaube, ich hätte auch Filme gemacht, wenn ich dafür tagsüber was anderes hätte machen müssen, um Geld zu verdienen. Das hat sich bis heute nicht verändert. Filmografie (Auswahl) 1970 SUMMER IN THE CITY (SF) 1972 DIE ANGST DES TORMANNS BEIM ELFMETER (SF) 1974 ALICE IN DEN STÄDTEN (SF) 1975 FALSCHE BEWEGUNG (SF) 1976 IM LAUF DER ZEIT (SF) 1977 DER AMERIKANISCHE FREUND (SF) 1980 NICK’S FILM – LIGHTNING OVER WATER (SF) 1982 HAMMETT (SF) DER STAND DER DINGE (SF) 1984 PARIS, TEXAS (SF) 1987 DER HIMMEL ÜBER BERLIN (SF) 1991 BIS ANS ENDE DER WELT (SF) 1993 IN WEITER FERNE, SO NAH! (SF) 1994 LISBON STORY (SF) 1995 DIE GEBRÜDER SKLADANOWSKY (SF) 1997 AM ENDE DER GEWALT (SF) 1999 BUENA VISTA SOCIAL CLUB (Dok.) 2000 THE MILLION DOLLAR HOTEL (SF) 2003 THE SOUL OF A MAN (SF) 2004 LAND OF PLENTY (SF) 2005 DON’T COME KNOCKING (SF) 2008 PALERMO SHOOTING (SF) 2011 PINA (Dok.) 2014 DAS SALZ DER ERDE (Dok.) 2018 PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES (Dok.) Filmstills aus dem Eröffnungsfilm A BLACK JESUS, produziert von Wim Wenders. 16

Talent hat eine Schmiede. Das kleine Fernsehspiel montags | ab 0:00 daskleinefernsehspiel.zdf.de 17

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