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Lesequickie - Leseprobe regionaler Autorinnen und Autoren

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Fünf Geschichten – eine Region: Nur AutorInnen mit einem besonderen Bezug zu unserer Heimat! Fünf Geschichten – ein Genre: Jede Ausgabe mit einem speziellen Genre - erkennbar an der Banderole! Fünf Geschichten – eine Mission: Beste Unterhaltung für die kleine Pause zwischendurch! Autoren: Carolin Summer - Narrenlauf - Die Weltenwechsler Akten (Band I) Benjamin Spang - Blut gegen Blut Carsten Schmitt - Tadukeh Heike Knauber - Najaden Das Siegel des Meeres Tanja Karmann - Der Mitternachtsladen - Verbundene Welten

STECKBRIEF NAME Benjamin

STECKBRIEF NAME Benjamin Spang BEZUG ZUR REGION Ich bin im Saarland geboren und aufgewachsen und seit mehreren Jahren auf diversen Buchveranstaltungen in der Region anzutreffen. Foto: Mark Lissmann Schreiben bedeutet für mich... … andere gut zu unterhalten, dabei aber wichtige Themen und Werte zu vermitteln. Als echte Herausforderung beim Schreiben empfinde ich... … eine Geschichte zu entwickeln, die meinen sehr hohen Ansprüchen genügt. Bei einer Schreibblockade... … setze ich mich hin und schreibe. Zum Schreiben brauche ich unbedingt... … Ruhe und einen klaren Kopf. Wenn ich nicht schreibe, dann... … arbeite ich am Marketing meiner Bücher, lese, gucke Filme oder treffe mich mit Freunden. Aktuell schreibe ich an... … dem dritten Teil meiner Reihe „Blut gegen Blut“. Website: www.benjaminspang.de Facebook: BenjaminSpang.autor Instagram: BenjaminSpang Patreon: BenjaminSpang

BLUT GEGEN BLUT Auch wenn sie auf einem Bauernhof aufgewachsen war, hatte sie einen so großen und vor allem so schwarzen Vogel noch nie gesehen. Katrina steckte den Schraubenzieher zurück in die Tasche und ging langsam auf ihn zu. Seine Kopfbewegungen wirkten, als würde er auf ihren Arm deuten, den sie jetzt vorsichtig nach vorne ausstreckte. Der Rabe spreizte kurz die Flügel und hatte Mühe, gegen den Wind anzukommen, landete aber dennoch zielsicher auf ihrem Handgelenk. Er neigte den Kopf, als wollte er jeden Zentimeter von ihr erkunden. Dann starrte er krächzend direkt in Katrinas Augen. Die Rotoren des Luftschiffes verstummten, sodass eine vollkommene Stille ihren Ohren schmeichelte. Gefangen in dem Blick des Vogels atmete sie tief ein und wieder aus und fühlte sich wieder wie die frühere, glückliche Katrina. Der Moment schien unendlich, weder Zeit noch Raum existierten. Ein roter Knall zerriss das friedliche Bild und ließ alle Umgebungsgeräusche und anderen Sinneseindrücke auf einmal auf Katrina einschwappen. Sie schrie auf. Dort, wo der Rabe auf ihrem Arm gesessen hatte, waren jetzt ein riesiger Blutfleck und zwei abgerissene Krallen, die in ihrem Jackenärmel hingen. Angewidert schüttelte sie diese ab und trat mehrere Schritte zurück. Sie spürte ein seltsames Kitzeln im Gesicht, und als sie sich mit ihrer sauberen Hand an die Wange fuhr und die Finger betrachtete, wurde ihr bewusst, dass auch ihr Gesicht voller Blut war. Helena stand neben ihr mit nach vorne gerichteter Pistole. Aus dem Lauf stieg heller Rauch, der Katrinas Blick in die ernste Miene der Agentin lenkte. „Diese Tiere sind kein guter Umgang!“, sagte Helena und steckte die Pistole zurück in das Holster unter ihrem Mantel. Katrina versuchte zitternd, sich das Blut mit dem sauberen Ärmel aus dem Gesicht zu wischen. „Wa… Warum?“, war alles, was sie herausbringen konnte. Helena trat näher und reichte ihr ein Taschentuch. „Diese Tiere sind gemein und hinterlistig. Die Werwölfe benutzen sie als Spione. Sie können durch ihre Augen die Umgebung erkunden!“ Die Agentin hielt sich an der Reling fest und schaute in die Ferne, fast so, als würde sie dort weitere Raben vermuten. „Sie meinen, ein Werwolf hätte mich gerade beobachten können?“ „Ja, ganz recht! Sie benutzen viele Tiere für ihre Zwecke. Tu dir selbst einen Gefallen und schieß diese Viecher besser gleich in zwei Teile. Das kann dir jede Menge Ärger ersparen!“ Welche Gefahren gab es noch in dieser Welt, wenn man nicht mal einem einfachen Raben trauen konnte? „Komm, du musst dich umziehen!“ Katrina folgte Helena über die Treppe hinunter in den Raum unter der Kommandobrücke. Durch eine reich verzierte Holztür betraten sie eine Stube, die wie eine Einsatzzentrale wirkte. Es roch nach Papier, würzigem Tee und altem Zigarrenqualm. Da der Wind sie hier nicht erreichen konnte, wurde Katrina sofort wärmer. Helena gab ihr ein Handtuch, zog eine Hose, ein Hemd und einen Mantel aus dem Schrank neben der Tür und legte sie ihr auf einen der Stühle, die um einen großen Holztisch standen, der mit Plänen und Zeichnungen bedeckt war. Katrina nahm zuerst das Handtuch und wischte sich damit das Blut aus dem Gesicht. „Schmeiß die dreckigen Sachen einfach dort in die Ecke, wenn du fertig bist.“ Helena kramte in einer Holzkiste herum, was Katrina ausnutzte, um unbemerkt den Brief und den Schraubenzieher aus ihrer alten Hose in die neue zu schmuggeln. Als sie den Mantel genauer betrachtete, fiel ihr auf, dass es derselbe war, den Helena trug, nur in kleinerer Ausführung. „Hier sind sie ja!“, rief Helena, noch mit dem Kopf in der Kiste, drehte sich um und stellte Katrina die passenden

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