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Lesequickie - Leseprobe regionaler Autorinnen und Autoren

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Fünf Geschichten – eine Region: Nur AutorInnen mit einem besonderen Bezug zu unserer Heimat! Fünf Geschichten – ein Genre: Jede Ausgabe mit einem speziellen Genre - erkennbar an der Banderole! Fünf Geschichten – eine Mission: Beste Unterhaltung für die kleine Pause zwischendurch! Autoren: Carolin Summer - Narrenlauf - Die Weltenwechsler Akten (Band I) Benjamin Spang - Blut gegen Blut Carsten Schmitt - Tadukeh Heike Knauber - Najaden Das Siegel des Meeres Tanja Karmann - Der Mitternachtsladen - Verbundene Welten

STECKBRIEF NAME Carolin

STECKBRIEF NAME Carolin Summer BEZUG ZUR REGION Ich stamme aus dem Mandelbachtal und lebe in St. Ingbert. Foto: Dreihundertzehn Werbeagentur Schreiben bedeutet für mich... ... die Geschichten aus meinem Kopf in die Welt zu schicken. Geschichten kann es nie genug geben. Als echte Herausforderung beim Schreiben empfinde ich... ... immer besser zu werden und immer wieder Neues zu lernen! Bei einer Schreibblockade... ... schreibe ich. Meistens von Hand und nichts, was zum aktuellen Projekt gehört, sondern einfach das, was mir in den Kopf kommt. Zum Schreiben brauche ich unbedingt... ... Stift und Papier – oder einen Laptop. Das wars auch schon. Ich kann überall schreiben, da braucht es nichts Besonderes dazu. Wenn ich nicht schreibe, dann... ... bin ich für die Zeitung unterwegs, zeichne oder backe. Aktuell schreibe ich an... ... dem dritten Band der WeltenWechsler Akten, meine aktuelle Urban-Fantasy Reihe. Website: www.wanderkraehe.de Twitter, Instagram und Facebook: Wanderkraehe

NARRENLAUF – DIE WELTENWECHSLER AKTEN (Band I) # siebtes Kapitel [DONNERSTAG, 13. DEZEMBER 2007] Carole zupfte gedankenverloren an ihrem Schal herum, während sie die Leute beobachtete, die sich auf dem Bahnsteig sammelten. Ich tat das Gleiche, ein paar Meter weiter hinten. Den rechten Fuß an die Wand gestellt, auf einer Seite den Kopfhörer mit Musik im Ohr, suchte ich die vorbeieilenden und wartenden Gesichter ab. Jeder Mensch ist allein unter vielen, Einer läuft gerne nur geradeaus, Einer geht auf Umwegen durchs Leben. Abgehetzte, telefonierende Anzugträger mit Aktenkoffern, lärmende Jugendliche samt Skateboards und bücherbepackte Studenten bildeten den Kontrast zu den vielen Besuchern der Stadt, deren Zahl zu keiner Jahreszeit schrumpfte. Stadtpläne, Wanderschuhe und Kameras sah man tatsächlich genauso häufig wie schlichte Einkaufstüten. Die gesamte Szenerie vermittelte den Eindruck eines überdimensionalen Ameisenhaufens. Mit dem Unterschied, dass hier niemand einem gemeinsamen Ziel nachging. Abgesehen vom permanenten Konsum vielleicht. Eine Gruppe asiatischer Touristen knipste begeistert das blaue Schild an der gefliesten Wand über uns, auf dem fünf weiße Buchstaben das Wort Opéra formten. Was auch immer so interessant an U-Bahn-Stationen war, dass man sie fotografieren musste. Die digitale Anzeige verkündete, dass die nächste Metro der Linie 7 gleich einfahren sollte. Die würden wir nehmen. Vor zehn Minuten hatten wir einen der Scouts aus einem anderen Team in Linie 8 passiert, mit der 3 waren wir zuvor aus der Gegenrichtung gekommen. Gerne hätte ich einige Gedanken gelesen, aber selbst, wenn ich es in einer derart großen Menschenmenge wagte, standen die Chancen, ausgerechnet die Überlegungen dieses Hexers zu erwischen, gleich null. Vermutlich genügte allein der Versuch, um mir postwendend eine deftige Migräne zu verpassen. Begegnete uns tatsächlich ein Weißer, probierte ich über die fünfte Dimension so viel in Erfahrung zu bringen, wie im flüchtigen Vorbeigehen möglich. Meistens ergab das nicht gerade viel und kostete mehr Zeit, als dass es nutzte. »Ein bisschen Bammel habe ich immer noch«, gestand Carole, als die Bahn quietschend vor uns zum Stillstand kam. Nebeneinander liefen wir zur nächsten Tür. »Es beunruhigt mich, das Opfer zu spielen.« Ihr gegenüber würde ich das nicht zugeben, aber mir ging es ähnlich. Niemand konnte zu hundert Prozent ausschließen, dass mich dieses Zeug nicht ebenfalls lahmlegte. Ich hatte mir allen Ernstes bereits einen Plan für den Extremfall zurechtgelegt und Geheimhaltung spielte in diesem Szenario keine besonders tragende Rolle. In den letzten vier Stunden war aber, wie zu erwarten, nicht das Geringste passiert. Ich glaubte nicht mal daran, dass wir ihn mit so wenigen Leuten überhaupt fanden. Geschweige denn heute. Leider färbte meine nach außen getragene Gelassenheit nicht auf die Wandlerin ab. »Werden wir rechtzeitig merken, wenn er die Phiole öffnen will?« Das hatte Hendrik mich am Morgen ebenfalls gefragt. Unter vier Augen, bevor wir ins Auto stiegen, das nun unweit der Oper in einem kleinen Parkhaus auf unseren Feierabend wartete. »Ja«, antwortete ich, die gleiche Selbstsicherheit vortäuschend, wie gegenüber dem Teamleiter vorhin. »Weiße Hexer rieche ich einen halben Kilometer gegen den Wind. Der Kerl wirkt in meiner Nähe so schnell keinen Zauber. Das weiß ich sehr wohl zu verhindern.«

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