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Leseprobe: Die Schmetterlinge ... und die anderen (Léo Breda)

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Für Britta Neumann hieß leben, mal die Würfel entscheiden lassen, mal Münzen werfen. Doch das ist zwanzig Jahre her. Aber als eine Stimme am Telefon sie daran erinnert, dass dieses Gesicht, das heutzutage alle von ihr kennen, nicht immer das Ihrige war, kommt das Spiel in den ruhigen Gassen ihrer Wahlheimat Frankfurt wieder in Fahrt. Sie weiß, dass sie dieses Mal nichts gewinnen kann und sogar alles verlieren könnte. „Die Schmetterlinge … und die anderen“, aus dem Französischen von Anni Sima-Ducree, verschreibt sich einer neuen Strömung des Roman Noir. Man schmunzelt, man lacht, dann taucht man mitten in spannungsgeladene Intrigen, wo die Grausamkeit der einen mit der Hinterlist der anderen wetteifert. Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: FATHER OF SUN (8. Juli 2018) Sprache: Deutsch ISBN-10: 2954871784 ISBN-13: 978-2954871783

»Du wirst dir zu helfen

»Du wirst dir zu helfen wissen. Du bist ein großes Mädchen. Ich gebe dir bis Mittwochabend. Ich rufe dich Anfang der Woche an, um dir die Uhrzeit und den Treffpunkt zu geben. Damals warst du immer sehr engagiert, also enttäusch mich auch diesmal nicht, Jasmin. Mach deinem Ruf alle Ehre. Und begeh nicht die Dummheit, die Bullen zu alarmieren; der Schuss würde nach hinten losgehen. Tschüss dann!« (…/…) 125

[Kapitel 10 – Freunde zur Not] -Britta holt sich Hilfe. (…/…) Der Ort war ein Sammelsurium mit der Atmosphäre einer Autowerkstatt und der Dekoration eines englischen Herrenklubs. Die Gesichter überfliegend, war mir schnell klar, die Klientel war ein bunt zusammengewürfeltes Völkchen, in dem sich würdige Vertreter verschiedener sozialer Schichten der Frankfurter Gesellschaft in seltsamem Einklang vermischten. Die Erklärung dieses Geheimnisses ...; es gab nur Bärtige! Die Allianz durch das Haar! Ich schätzte die Ironie der Situation. Ich vermute, dass die Verlegenheit, die mich in dem Moment ergriff, als ich auf den Stufen des Ladens erschien, vergleichbar war mit dem, was einige Männer gefühlt haben mussten, die die Tür des Pussy Bells aufgeschoben hatten, als ich dort arbeitete. Es kam mir wieder in den Sinn, sobald ein Typ durch den schwarzen Samtvorhang trat, drehten meine Kolleginnen und ich, die in Reih und Glied, wie beim Schönheitswettbewerb der Truthennen, in Bustiers und Strapsen auf den Barhockern saßen, die Beine übereinandergeschlagen, wie auf Kommando unsere Köpfe in seine Richtung und taxierten den Neuankömmling ungeniert ab. Es gab unterschiedliche Möglichkeiten, je nach dem wer auftrat. Meistens war es ein Stammkunde und da wussten wir bereits mehr oder weniger, was der Herr wollte. Das konnte zu lustigen Szenen führen. Es genügte, dass eine von uns sagte: »Oh nein! Habt erbarmen, nicht er! Der da, füllt mich ab. Er will immer ins Separee aber er ist echt eine Tortur. Es ist jedes Mal das Gleiche; entweder fällt mir danach die Hand fast ab oder mein Kiefer fühlt sich an wie ein Marshmallow.« Und plötzlich gab’s Bewegung auf dem Hühnerhof: »Ach, du willst uns veräppeln! Ich mag ihn, unseren Willi, mit seinem kleinen Bäuchlein. Es ist ein Zärtlicher.« »Ja, ja, klar. Red nur ...« »Ah! Na du Frischling, geh ma’ hin. Er kennt dich noch nicht, das wird ihm gefallen; er will immer ein neues

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