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Kulturkalender Juni 06/19

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Neben der Musik gehört

Neben der Musik gehört Deine Liebe auch dem Tanz, Du bist ausgebildete Tanzpädagogin, richtig? Wie sehr helfen Dir diese Fähigkeiten hinsichtlich Deiner Bühnenperformance? Gar nicht. Die Bühne ist ein Ort der mich beruhigt, da denke ich an nichts. Nur an Musik und an meine Texte. Mehr nicht. Ich habe Tanzpädagogik studiert, weil ich nicht gut genug war für eine professionelle Bühnentanzausbildung. Das war ein Kompromiss. Ich mochte es nie, besonders aufgekratzte laute Kinder und eingebildete Teenager zu unterrichten. Ich bewundere Lehrer und Pädagogen, sie sind so wichtig für unsere Gesellschaft und viel zu oft unterbezahlt. 14 FEB 19 Uhr In allen Deiner drei Alben „Baby Blues“ (2012), „Moody Blues“ (2014) und „Mermaid Blues“ (2017) hast Du den Blues. Bezieht sich der Blues bei Dir mehr auf eine afroamerikanische Komponente? Es ist ein schönes Wort mit starker Geschichte. Eine Musikrichtung die von Schwarzen kommt. Daraus würde dann mehr. Folk, Pop usw. aber es geht mir dabei auch um den Klang und dass ich wollte, dass alle drei Alben thematisch zusammenbleiben. Alle Deine Texte haben Inhalte und Bot- 29 Juni, 20 Uhr Vauban Insel, Saarlouis yakoto.de 6

schaften, Politik, Gesellschaft, Soziales kommt zum Ausdruck. Engagierst Du Dich abseits der Musik auch aktiv, z.B. in Nichtregierungsorganisationen? Nicht alle! Manche handeln auch vom „Mensch Sein“. Ja. ist ja auch eine verrückte Welt. Gerade engagiere ich mich gegen häusliche Gewalt. Jede vierte Frau weltweit hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Partnerschaftsgewalt erlebt. Betroffen sind Frauen aller sozialen Schichten. Das geht mir zu weit. Deine Show Ende Juni in Saarlouis steht unter dem Motto ´Gewaltig Leise´. Was hat es damit auf sich, kommst Du allein oder mit Band und wird es schon den ein oder anderen neuen, bisher nicht veröffentlichten Song zu hören geben? 'Gewaltig leise' kommt nicht von mir, sondern von den Festivalorganisatoren. Das haben die sich ausgedacht. Ich komme mit meiner Band. Nein. Ich spiele keine neuen Songs. Nur die sogenannten Klassiker von den drei Alben. Wird es mit 31 Jahren Zeit für Dich an eine eigene Familie, an Kinder zu denken, oder hat derzeit die Musik noch Priorität? Ich bin 32. Fragt man das 32jährige männliche Künstler auch? Musik zu machen ist keine Frage der Priorität, sondern eine Haltung. Meine Überzeugung, ehrliche Lieder zu singen, braucht keinen Rang oder eine Prioritätenliste. Wie verbringst Du Deine Freizeit, welchen Lieblingsbeschäftigungen gehst Du nach und womit kann man Dir eine Freude machen? Ich schlafe und esse gerne. Gute Bücher, schlau und lustig geschrieben, machen mich glücklich. Und Musik natürlich. Text: Frank Keil Bild: PR 7

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