Der POPSCENE E-Paper Kiosk


Swipe dich durch unsere kostenlosen E-Guides und erlebe Deine Region! Neben POPSCENE findest du hier interessante Broschüren, Leseproben, Magazine aus den Bereichen Tourismus, Kultur, Unterhaltung - multimedial, angereichert mit Fotos, fesselnden Videos und unterhaltsamen Audioclips, für einen faszinierenden Überblick über unsere Region.

Aktuell im POPSCENE E-Paper Kiosk

Aufrufe
vor 4 Jahren

city-scene Westpfalz September 09/16

  • Text
  • September
  • Oktober
  • Tanzwut
  • Termine
  • Rockhal
  • Album
  • Redaktion
  • Beiden
  • Bands
  • Zeit
  • Westpfalz
Das total umsonste Popkulturmagazin.

TANZWUT RENOMIERTER

TANZWUT RENOMIERTER MITTELALTER-ROCK Geschichte wurde in der Vergangenheit leider immer wieder mit Blut geschrieben. Nicht weiter verwunderlich, wenn Tanzwut, eine von Deutschlands führenden Mittelalter-Rock-Bands ihr aktuelles Album „Schreib es mit Blut“ betiteln. Neben Wein, Weib und Gesang haben Tanzwut vornehmlich das Weltgeschehen im Auge und folgerichtig bat Saar Scene Sänger & Gründungsmitglied Teufel zum aufschlussreichen Wort-Rendezvous. 1996 begannen Mitglieder von Corvus Corvax mit der Planung für das Projekt Tanzwut. Wann wurde daraus eine eigenständige Band, wer von damals zählt heute noch zur Besetzung von Tanzwut und bestehen beide Bands heute noch überschneidend? Die Anfänge von Tanzwut lagen noch vor meinem Einstieg bei Corvus Corax. Ich hatte schon mit Micha von In Extremo, mit dem ich damals unter dem Namen Pullarius Furcillo als Spielleute unterwegs war, die ersten musikalischen Experimente in diese Musikrichtung unternommen. Nach der Trennung von Micha verfolgen wir beide unsere eigenen Wege und mit den neuen Musikerkollegen reifte die Idee von Mittelalter-Rockmusik weiter. Tanzwut war dann damals sofort nach der ersten Single eine eigenständige Band, obwohl zu der Zeit die Bandmitglieder von Tanzwut und Corvus Corax noch deckungsgleich waren. Wir merkten aber schnell, dass es keinen Sinn macht die beiden Bands zu vermischen. In beiden Bands ist zum heutigen Zeitpunkt nur noch eine Person der Urbesetzung vorhanden. Bei Tanzwut bin ich das, also Teufel.

Anfänglich boten Tanzwut einen stilistischen Mix aus Mittelalter Rock und Techno. Die erste, 1999 bei EMI veröffentlichte CD wurde von Jon Caffery (u.a. Die Tióten Hosen) produziert. Kam der damalige Erfolg überraschen für Euch, oder das Ergebnis strategischer Planung und harter Arbeit? Wir wollten einfach etwas Neues machen. So beginnen wir aus dem Grundprinzip der Mittelaltermusik, die wir ja bis dahin ausschließlich gemacht hatten, eine moderne eigenständige Version des Mittelalterrock zu entwickeln. Wir verknüpften Rock-, Electro- und Industrial-Elemente mit mittelalterlicher Musik. Wir waren am Ausprobieren, zum Teil auch mit anderen Bands wie Feeling B. (aus denen später Rammstein entstand). Als wir den Vertrag mit der EMI unterschrieben, waren wir schon eine lange Weile mit Tanzwut beschäftigt. Strategische Planung und harte Arbeit waren damals nicht so unser Ding. Wir waren 8 ostdeutsche Spielmänner, die alle ihren eigenen Kopf hatten und Jon Caffery versuchte dieses Chaos zu strukturieren und auf den Weg zu bringen. Es war eine sehr schöne und verrückte Zeit. Inwiefern unterscheiden sich Tanzwut von anderen Acts dieser Richtung wie In Extremo, Schandmaul oder Subway To Sally? Es ist ja schon so, dass die 3 genannten Bands sich völlig unterscheiden. Ich denke, in der sogenannten Mittelalterrock-Szene gibt es so viele unterschiedliche Facetten und Stile, dass man jede Band für sich sehen sollte. Vielleicht sind die einen härter, die anderen rockiger. Wir sind Tanzwut! Die Liste Eurer Veröffentlichungen, DVD´s und Videos ist lang, auf welche Meilensteine seid Ihr besonders stolz? Wir sind auf alles stolz, aber die neueren CDs und Songs liegen uns derzeit noch mehr am Herzen. Vielleicht liegt es daran, dass man sie noch nicht so oft gespielt hat und man so noch mehr „Lampenfieber“ hat. Die aktuellen Videos, wie „Schreib es mit Blut“, „Stille Wasser“ mit Liv Kristine, „Brüder im Geiste“, „Freitag der 13.“ oder auch die Mittelaltervideos wie „Unsere Nacht“, finden wir großartig. Eigentlich kann man sagen, dass jede neue Veröffentlichung, jedes Video ein Meilenstein ist. Man hat lange daran gearbeitet und dann ist der Tag da, an dem jeder die Songs hören und sehen kann. Und dann beginnt auch langsam schon die Arbeit am nächsten „Meilenstein“,denn die Ideen gehen uns niemals aus. „Schreib Es Mit Blut“ ist der Name Eurer aktuellen CD. Welche Bedeutung verbirgt sich dahinter? Der Pakt mit dem Teufel, das Spiel zwischen Gut und Böse, Schwarz und Weiß. Hast Du den Pakt schon unterschrieben bzw. für was würdest Du einen Pakt mit Blut unterschreiben? Und vielleicht verkennen wir auch Gut und Böse, da es uns von der Gesellschaft so einsuggeriert wird. Denn schon Faust’s Mephisto sagt: „Ich bin ein Teil von jener Kraft die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Eure Texte sind in modernem Deutsch verfasst, welche Titel und Inhalte sind richtungsweisend für das neue Album? Wir leben im hier und jetzt, daher schreibe ich auch in der Sprache, die wir heute sprechen. Und auch kann ich mich auf Deutsch besser ausdrücken um in jedem Song kleine Geschichten oder Botschaften zu vermitteln. Da wir keine Konzeptalben machen, gibt es keine richtungsweisenden Inhalte. Jeder Song steht für sich und ist ein eigenständiges Werk. Im Herbst gehen Tanzwut auf eine ausgedehnte Clubtournee. Welche Rolle spielt dabei Eure Bühnenshow zu, die bisher immer mit fulminanten Elementen aufgewartet hat? Wir werden wieder mit speziellen Lichteffekten, die wir eigens für die Tour anmieten, aufwarten. In einigen Clubs wird es Pyrotechnik geben. Und es wird natürlich auch noch mehr Überraschungen geben. Diese werden aber vorher nicht verraten. Kommt also zu unserer Show und feiert mit uns. Wir sind im Oktober und November 2016 unterwegs, u.a. am 15.10. im Kammgarn in Kaiserslautern. Text: Frank Keil Foto: Andreas Schieler Kammgarn, Kaiserslautern, 15. Oktober, ab 20.00 Uhr www.tanzwut.com

E-Paper Kiosk "Erlebe Deine Region"

POPSCENE - Das total umsonste Popkulturmagazin

POPSCENE News