Der POPSCENE E-Paper Kiosk

Swipe dich durch unsere kostenlosen E-Guides und erlebe Deine Region! Neben POPSCENE findest du hier interessante Broschüren, Leseproben, Magazine aus den Bereichen Tourismus, Kultur, Unterhaltung - multimedial, angereichert mit Fotos, fesselnden Videos und unterhaltsamen Audioclips, für einen faszinierenden Überblick über unsere Region.

Aktuell im POPSCENE E-Paper Kiosk

Aufrufe
vor 5 Jahren

city-scene Westpfalz November 11/16

  • Text
  • Album
  • November
  • Musik
  • Dezember
  • Rockhal
  • Redaktion
  • Zeit
  • Damals
  • Killerpilze
  • Sonic
  • Westpfalz
Das total umsonste Popkulturmagazin.

6 TITEL SCHANDMAUL

6 TITEL SCHANDMAUL VOLLJÄHRIGER FOLKROCK 1 ½ Jahre nach „Unendlich“, dem letzten Opus von Schandmaul, welches den Spielmannskünstlern nicht nur eine # 2 als Chartnotierung eintrug, sondern zum ersten Mal in der Karriere der Band sogar eine Goldauszeichnung für mehr als 100.000 verkaufte Alben nach sich zog, erschien im September ihr neuestes Werk „Leuchtfeuer“. Und es wurde zum ersten Mal in der Bandhistorie die Nummer 1 der deutschen Charts erklommen. Mit einem dicken Dankeschön steigt Anna Katharina Kränzlein (Violine, Drehleier) in unser Interview ein. 1998 gegründet, sind Schandmaul 2016 volljährig geworden. Was bedeutet dies für die Band, die in dieser Zeit nur einen Besetzungswechsel zu verzeichnen hatte? 18 Jahre ist eine verdammt lange Zeit, wir waren damals in ganz anderen Lebenssituationen, mehr oder weniger auf der Suche nach dem ´richtigen´ Weg. Heute sind wir alle angekommen, mit eigener Familie, eigenem Heim, etc. Und außerdem haben wir diese Jahre in guten, wie in schlechten Zeiten, gemeinsam gemeistert. Das verbindet :-) Inwieweit hat sich Euer Sound und die stilistische Ausrichtung vom Debüt „Narrenkönig“ (2002) bis hin zum aktuellen Album „Leuchtfeuer“ verändert und wann gab es markante Einschnitte? Wir arbeiten immer noch mit demselben Produzenten, und haben nie versucht unseren Sound extra zu verändern. Aber das Leben von uns Sechsen geht ja nicht spurlos an unserer Musik vorüber. So entwickelt sich jeder an seinem Instrument, aber auch die ganze Band immer weiter. Auch neue Instrumene kamen dazu (aktuell Cel-

lo, Uillean Pipe und Cister) Markant war aber bestimmt der Schritt zu „Pech und Schwefel“ , dem Nachfolgealbum zu „Narrenkönig“. Damals kam Matthias Richter als ´der neue´ Bassist zu uns. Die Texte sind bei uns immer stark an der jeweiligen Lebenssituation orientiert, da gab es z.B. auf „Traumtänzer“ gleich drei Liebeslieder :-) Habt Ihr in den vergangenen Jahren auch immer wieder auf die Konkurrenz wie Tanzwut, In Extremo oder Subway To Sally geschaut, oder kam die Unterscheidung/Abgrenzung eher durch die strikte Ausarbeitung der eigenen Soundvorstellungen zustande? Wie oben geschrieben, wir lassen uns treiben und leiten von unserem eigenen Leben... Die Liste Eurer Veröffentlichungen, DVD´s , Hörspiele/Liederbücher ist lang, auf welche Meilensteine blickt ihr mit Stolz zurück? Da gehört ganz klar „Kunststück“ dazu. Die Arbeit und die Proben mit dem Orchester bis zu unserem ersten Konzert im legendären Circus Krone, ich weiß jetzt noch ganz genau wie ich mich gefühlt hab. Mit Worten ist das nicht zu beschreiben wie schön das war. Ansonsten schau ich mit Stolz auf jedes unserer Alben. Da steckt jeweils so viel Herzblut, Schweiß, Arbeit und Liebe drin... Unser 10-jähriges im Zenith, auf der DVD „Sinnfonie“ festgehalten, gehört zweifelsohne aber auch zu den echten Highlights... Eure aktuelle CD trägt den Titel „Leuchtfeuer“ Welche Bedeutung verbirgt sich dahinter, handelt es sich um ein Konzeptalbum, durch dass sich eine Art roter Faden zieht? Gerade in der heutigen Zeit ist es an jedem von uns, wieder mehr auf seine Mitmenschen zu schauen, Mitgefühl zu zeigen, und im besten Fall anderen ein „Leuchtfeuer“ zu sein. Und nein, es ist kein Konzeptalbum. Wir haben 25 Songs im Proberaum arrangiert und vorbereitet und uns dann schweren Herzens auf 17 bzw. 13 Songs geeinigt, die es auf das Album schafften... Das Album wurde erneut mit Produzent Thomas Heimann-Trosien aufgenommen, wie wichtig ist für Euch dabei die Prämisse ´never change a winning team´? In unserer kleinen Firma sind viele Posten schon sehr lange besetzt. Wir arbeiten auch seit der ersten Stunde mit demselben Lichtmann zusammen. Hinzu kommt das die Eltern von Stefan schon fast immer die Buchhaltung und lange Zeit auch das Merch machten . Mit Trosi sind wir gewachsen und erwachsen geworden. Er weiß genau was für Vorlieben/Macken jeder von uns so im Studio hat und ist auch der ruhende Pol, wenn wir Sechs uns mal nicht einigen können. Könnt Ihr bitte 2-3 Titel des Albums herausgreifen und kurz skizzieren, warum diese musikalisch/inhaltlich besonders geworden sind? Da würde ich als ersten „Tjark Evers“ herausgreifen. Die dramatische Story eines jungen Mannes, der am 23.12.1866 im dichten Nebel im Wattenmeer zwischen Langeoog und Baltrum starb. Sein Abschiedsbrief inspirierte unseren Sänger Thomas Lindner zu diesem bewegenden Lied, das wir ganz minimalistisch mit Klavier, Cello und Gesang aufnahmen. Oder „Heute bin ich König“, ein Lied von Birgit Muggenthaler-Schmack, die diese Nörgelmentalität einfach genervt hat und das Thema dann nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einem Augenzwinkern behandelt hat. Und für mich besonders ist „Der Leiermann“, eine Hommage an meinen Opa, dessen Lebensmotto ist: „Wenn Narren lang leben, werden sie alt.“ und dem immer noch mit Mitte 90 der Schalk aus den Augen spitzt. Mit „Leuchtfeuer“ geht ihr demnächst auch auf Tour, welche Bedeutung spielt das Ausland dabei? Ihr verkauft bereits jetzt Karten für ´20 Jahre Schandmaul – Das Jubiläumskonzert´ am 16. November 2018 in der Kölner Lanxess Arena. Ist das nicht ein wenig zu früh? Wir haben (fast) alle Familien und kleine Kinder daheim, da ist Ausland und lange weg von daheim sein nicht drin. Wir sind aber auch so sehr gut beschäftigt, Österreich, die Schweiz und Deutschland zu bespielen :-) Ja natürlich ist das sehr früh jetzt schon Tickets zu verkaufen, es sind aber auch schon über 2500 Karten weg, und da geht´s ja auch so ein bisschen darum den Kult 20 Jahre Hipphipphurra zu zelebrieren :-) Text: Frank Keil Bild: Vertigo/Universal Music Garage, Saarbrücken, 4. Dezember, ab 20.00 Uhr www.schandmaul.de

E-Paper Kiosk "Erlebe Deine Region"

[removed][removed]

POPSCENE - Das total umsonste Popkulturmagazin

POPSCENE News