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4 TITEL GARBAGE

4 TITEL GARBAGE MASTERMIND UND MULTITALENT BRIAN VIGGERSON Ohne Zweifel gehört das US-amerikanische Quartett Garbage zu den erfolgreichsten Alternative-Pop/Rock-Gruppen der Welt. Neben der schottischen Sängerin Shirley Manson, dem weiblichen Aushängeschild der Band, liegt das vor allem an Schlagzeuger Brian Viggerson alias Butch Vig. Unser Gesprächspartner ist nämlich ein Studioexperte par exxellence und produzierte u.a. Bands wie Nirvana, The Smashing Pumpkins, Sonic Youth und Green Day. Zuletzt hat er gerade „Strange Little Birds“ im eigenen Apartment bzw. Studio in Los Angeles veredelt. Es ist das mittlerweile sechste Studio-Album von Garbage. dass auf dem Band-Label STUN- VOLUME erscheint. Wer Garbage in diesem Sommer schon in Deutschland erleben will, muss nach vereinzelten Festivalauftritten Aussschau halten, für den Herbst ist dann eine größere Hallen-Tournee geplant. Denn der Terminkalender ist prall gefüllt, wie Butch während unseres Telefonats verriet Text: Frank Keil Bild: PR www.garbage.com

Im letzten Jahr haben Garbage Jubiläum gefeiert. 1995 erschien Euer selbstbetiteltes Debüt- Album mit internationalen Hits wie „Stupid Girl“ und „Only Happy When It Rains“. Doch eigentlich wurden Garbage schon ein Jahr vorher komplettiert, als Shirley zu Steve Marker, Duke Erikson und Dir stiess. Was treibt Euch bis heute als Band an, was ist das Geheimrezept Eures erheblichen Erfolgs? Sicher die Tatsache, dass wir als Band und als Individuen immer so gut miteinander ausgekommen sind. Und dass wir in punkto künstlerischer Weiterentwicklung immer alle die gleichen Ziele verfolgt haben. Wir sind noch immer neugierig, wie es mit uns im Studio weitergeht. Daran hat auch die längere Pause Mitte der 2000er Jahre nichts geändert, wo die Band immer wieder mit Auflösungsgerüchten und Seitenprojekten konfrontiert wurde. Gefeiert wurde 2015 mit einer Tour, die hauptsächlich durch die USA und Europa führte sowie mit der Veröffentlichung einer „20th Anniversary Deluxe Edition“ als Doppel-CD und Triple-LP. „Strange Little Birds“ ist der Nachfolger des 2012 veröffentlichten Albums „Not Your Kind Of People“, einem eher live-orientiertem Longplayer. Ersten Reaktionen auf die neuen Stücke wie „Sometimes“, Night Drive Loneliness“ oder „Amends“ zufolge, habt Ihr Euch aktuell stark in Richtung des Debüts orientiert? Wir haben sowohl in musikalischer als auch in textlicher Hinsicht den direkten, unmittelbaren Zugang zur Produktion gesucht. Zunächst bei den Proben in meiner Wohnung und dann auch später im Red Razor Sounds-Studio in Los Angeles. Die Einflüsse reichen dabei von Alben mit denen wir aufgewachsen sind bis hin zu Fan-Briefen, die an Garbage adressiert wurden. Trotz allem gehen Garbage jetzt nicht unbedingt ´auf Nummer sicher´, sondern nehmen sich nach wie vor die künstlerische Freiheit auch Neues auszuprobieren? Genau, denn wir haben in den letzten Monaten wirklich viel experimentiert! Das Album ist sicher sehr dunkel geworden, aber hat uns den Geist von 1995 zurückgebracht. Das ist wichtiger als kommerzieller Erfolg. Es geht dabei auch innerhalb der Band sehr demokratisch zu. Jeder macht Vorschläge, es wird diskutiert und dann zusammen entschieden, was für Garbage das Optimum ist. Wir vertrauen Shirley mit den Texten, sie uns mit der Musik. Eure Diskografie umfasst ja mittlerweile einen umfangreichen Back-Katalog. Gibt es da besondere Meilensteine für Dich, die sich in Dein Gedächtnis eingebrannt haben? Natürlich gibt den ein oder anderen Song, der für mich persönlich eine ganz besondere Bedeutung im Garbage-Kosmos besitzt. Aber eine Art Liste habe ich nicht, doch mit Sicherheit gehört „Queer“ vom Debüt dazu, ebenso „Push It“. Das Video dazu ist meiner Meinung nach das Beste, was wir jemals gemacht haben. Und aktuell sicher „Even Though Our Love Is Doomed“, dass ich als Mittelpunkt der neuen CD betrachte. Es ist dunkel, verstörend und doch ist da am Ende Optmismus zu erkennen. Shirley hat dieses Mal die Lyrics sehr schnell geschrieben, Lieder vorher ein- bis zweimal gehört, dann wurde aufgenommen und fertig. Sehr spontan, befreit von Zwängen jeglicher Art, so wie zu frühen Band-Zeiten. Musikalisch ist der Rock-Sound zugunsten von cineastischen Klängen reduziert worden. Garbage genießen nach wie vor den Ruf einer hervorragenden Liveband. Trotz Twitter, Facebook usw. ist es heute sicher auch noch wichtig, öffentlich auf der Bühne präsent zu sein. Natürlich. Wir haben Live-Auftritte immer geliebt und bereiten uns auch auf die kommenden Shows akribisch vor. Neben der ersten Single „Empty“ schaffen es sicher fünf bis sechs Stücke von „Strange Little Birds“ auf die finale Setliste, der Rest ist eine Art Best Of der Garbage-Geschichte. Insgesamt versuchen wir die Songs auch visuell passend umzusetzen. Und hoffentlich gelingt es uns dieses Mal in China oder Indien aufzutreten, dies sind Länder, die uns auf der Garbage-Landkarte noch fehlen. Mit STUNVOLUME betreiben Garbage schon seit längerem ihr eigenens Label. Wie kam es zu dieser Entscheidung und was bedeutet es bis heute für die Band? Mit Geffen Records und Universal Musik hatten wir ja bereits große Partner, aber letztendlich wollten wir unser eigener Boss sein. Dazu brauchst Du diese Partner nicht oder nicht mehr, da sich das Musikgeschäft auch stetig verändert hat. Wir laufen nicht im Mainstream-Radio, haben eine kleine, aber effektive PR-Maschinerie, wir sind jetzt also viel flexibler. Es ist zwar mehr Arbeit für uns, aber wir behalten auch die volle Kontrolle. Musik war und ist für mich Lebensinhalt, weniger ein Job und dabei möchte ich auch zukünftig soviel wie möglich über mich und meine geistigen Produkte bestimmen.

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