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city-scene Westpfalz Juli 07/15

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42 Quattrocult //

42 Quattrocult // anzeige QuattroKult Roger Hodgson Die Stimme von Supertramp Legendäre Rocksongs, markante Stimme, begnadeter Live-Interpret – all diese Qualitäten vereint Roger Hodgson in seiner Person. Am 27.08.2015 ist er, der Supertramp-Welthits wie “Dreamer”, oder “School”, (aus “Crime Of The Century“), “The Logical Song”, “Take the Long Way Home”, und “Breakfast in America”, (aus dem gleichnamigen Album) geschrieben sowie mit seiner Stimme geprägt hat, zu Gast in Zweibrücken zum Auftakt einer 3-tägigen Open Air Reihe auf dem atmosphärischen Herzogplatz.

Roger, Du hast sehr früh mit dem Songwriting begonnen. Was treibt einen 12-jährigen Jungen dazu seine eigenen Lieder zu schreiben? Mein Vater spielte auf einer alten Akustik-Gitarre Folkmusik. Diese Gitarre durfte ich nie anfassen. Als sich meine Eltern geschieden hatten, ließ er die Gitarre zurück. Mir erschien das wie ein Abschiedsgeschenk. Damals war ich zwölf und dieser Moment, in dem ich die Gitarre in meinen Händen hielt, hat mein Leben für immer verändert. Ich nahm die Gitarre mit ins Internat, wo mir ein Lehrer drei Akkorde beibrachte. Ab diesem Zeitpunkt habe ich in jeder freien Sekunde geübt. Sogar zwischen den Schulstunden. In diesem Zeitraum sind auch die ersten eigenen Songs entstanden. Mein allererstes Schulkonzert bestand vollständig aus selbst komponierten Liedern. Ich war ein schüchterner, oft einsamer 12 Jahre alter Junge, in einer harschen Umgebung, weg von zu Hause. Diese Gitarre war mein bester Freund und mit ihr konnte ich mich in meine Träume flüchten und mich gut fühlen. Wie hat sich Dein Songwriting seitdem verändert? Mit der Zeit wurde mein Songwriting persönlicher und auf eine Weise auch tiefgründiger, vor allem als ich angefangen habe, mich mit meinen Träumen und wichtigen Fragen des Lebens zu beschäftigen („The Logical Song“). Als meine spirituelle Sehnsucht mit Anfang 20 erwachte, ging es eher darum Gott kennenzulernen und zu verstehen. („Lord is it mine“, „Even in the Quietest Moments“). Musik war für mich immer ein Ort, an den ich mich zurückziehen konnte und eine Möglichkeit das rauszulassen, was in mir vorging. Oft einfach nur verspielt („Breakfast in America“), manchmal aber auch melancholisch („It‘s Raining Again“). Ich denke ein Grund, warum die Lieder überdauert haben, ist, weil sie aus dem echten Leben kommen und nicht irgendwie erfunden sind. Ich empfinde es als großes Geschenk, dass ich in der Lage bin mein Herz und Seele in Musik zu formen. Supertramp wird ja der Progressive Rock Schiene zugeschrieben, ein Genre, das im Zuge der Punk- Bewegung an Bedeutung verlor. In jüngster Zeit tauchen aber immer auch wieder Bands aus der Zeit auf. Ist das eine Renaissance dieser Musik? Ich habe mich eigentlich nie um Mode oder Genres gekümmert. Gute Musik ist gute Musik, und wenn sie aus den richtigen Zutaten besteht, überdauert sie auch die Zeit mit allen Modeerscheinungen, die da kommen und gehen. Ich bin jedenfalls froh, dass viele meiner Lieder dem Zahn der Zeit widerstanden haben und auch heute noch einem jungen Publikum gefallen. Es ist einfach wunderbar, verschiedene Generationen auf einem Konzert zu sehen, denen die gleiche Musik gefällt. Es hält sich hartnäckig ein Gerücht, dass Dich Chris Squire von Yes in der Band haben wollte. Stimmt das? Tatsächlich war es Trevor Rabin, der mich kontaktiert hatte. Ich dachte nicht, dass es eine gute Idee sei, aber dabei ist eine wunderbare Freundschaft mit Trevor entstanden, wie auch mit Chris Squire und Alan White. Sie sind für ein paar Wochen in mein Studio gekommen, um die Möglichkeiten auszuloten, eventuell ein Projekt zu starten, dass nicht „Yes“ heißen sollte. Aber am Ende haben wir uns alle wieder den Dingen zugewandt, an denen wir schon vorher gearbeitet hatten. Wenn Du kein Musiker geworden wärst, welchen Beruf hättest Du stattdessen ergriffen? Das war für mich nie eine Überlegung, aber vielleicht hätte ich einen Beruf in der Natur oder mit Kindern ergriffen. „Had a Dream“ ist ein populärer Supertramp Song. Was ist dein Traum? Ich lebe meinen Traum. Interview: Markus Brixius Bild: Rob Shanahan City Festival Zweibrücken Herzogplatz, Donnerstag, 27. August www.RogerHodgson.com www.fb.com/RogerHodgson

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