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city-scene Westpfalz April 04/15

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4 titel Social Distortion Urgesteine des amerikanischen Punk-n-Roll Die 1978 vom charismatischen Sänger/Gitarrist Mike Ness in Kalifornien gegründete Punkrockband Social Distortion zählt bis heute Rockabilly, Rock´n Roll, Blues und Country zu ihren wichtigsten Einflüssen. Dank ihrem eigenen, unverwechselbaren Stil sind sie weltweit zu einer Ikone dieser musikalischen Bewegung geworden. Neben einer umfangreichen Diskografie gelten Social Distortion auch als hervorragende Live-Band. Zur aktuellen Besetzung, die im April auf Deutschlandtournee kommt, zählt auch Sänger/Gitarrist Jonny ´Two Bags´ Wickersham, der uns für einen ausführlichen Blick hinter die Social D-Kulissen Rede und Antwort stand.

Ältere Fans werden sich erinnern, dass Du kein Gründungsmitglied von Social Distortion bist. Wie und wann wurdest Du ein Bandmitglied und wie kam es zu Deinem Spitznamen? Als sie 1997 auf der Europatournee zum Album „White Light, White Heat, White Trash“ waren, ersetzte ich das Gründungsmitglied, Gitarrist/ Sänger Dennis Dannell, der zur Geburt seines Sohnes nach Hause flog. Als Dennis dann im Jahr 2000 an einem unerwarteten Schlaganfall verstarb und sich Mike entschieden hatte die Band doch weiterzuführen, lud er mich ein, die Besetzung zu komplettieren. Mein Spitzname ist so eine Art Konglomerat aus meiner kurzen Zeit als jugendlicher Drogenkonsument auf der Strasse und dem Song „Johnny Too Bad“ der Slickers... Die Punk-n-Roll-Attitüde hattest Du ja schon im Blut, Deine Karriere ergab immer wieder Berührungspunkte mit Social Distortion. Wie verlief Deine eigene Geschichte? Als Kind wuchs ich mit Bands wie The Beatles, The Rolling Stones und Aerosmith auf. Durch meinen Vater hörte ich auch viel Folk. Als Dreizehnjähriger kam ich mit Punk in Berührung und hatte meine Bestimmung und später meinen Beruf gefunden. Bekannt wurde ich zuerst mit The Cadillac Tramps, im Anschluß durch die Zusammenarbeit mit Youth Brigade. Danach zählte ich zum Line Up von The U.S. Bombs und habe neben der Arbeit mit Social D und Mike Ness 2014 mit „Salvation Town“ mein erstes Solo-Album aufgenommen. Daraus mag ich besonders das Stück „Then You Stand Alone“. Man kann das Album als ´American Roots Rock´ bezeichnen, es beinhaltet sowohl Tex Mex, Country und Power Pop. Du bist auch als Songwriter bei Social Distortion in Erscheinung getreten, nicht nur als Musiker auf der Bühne. Wo fühlst Du Dich wohler? 2004 erschien das Album „Sex, Love and Rock´n Roll“, für das ich zusammen mit Mike die Stücke „ Nickles And Dimes“, „Faithless“ und „Angel´s Wings“ geschrieben habe. Für den Nachfolger „Hard Times and Nursery Rhymes“, gänzlich von Mike produziert und nach wie vor unser aktuelles Album aus dem Jahr 2011 war ich Co-Autor bei „Machine Gun Blues“, „Far Side Of Nowhere“ und „Take Care Of Ypurself“. Um ehrlich zu sein, ich bin gerne im Studio und stehe auch gerne auf der Bühne. Beides macht Spass und bietet die Möglichkeit sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Für April 2015 haben sich Social Distortion für eine kleine Deutschland-Tournee angesagt. Das letzte reguläre Album erschien bereits 2011. Habt Ihr ein neues Album im Gepäck oder zumindest einige neue Stücke? Für diese Tournee wird es kein neues Album geben, möglicherweise wird es später im Jahr erscheinen. Wir wollen weiterhin aktiv bleiben, aufnehmen und spielen. Im Vordergrund der deutschen Daten werden Stücke des „Social Distortion“-Albums aus dem Jahr 1990 stehen, der ersten Zusammenarbeit zwischen Band und Epic Records/Sony Music. Damals hat die Band mit dem nahmhaften Produzenten Dave Jerden (u.a. Alice In Chains) zusammengearbeitet. Mit „Story Of My Life“, „Ring Of Fire“ und „Ball And Chain“ sind darauf ja drei Stücke des „Greatest Hits“-Albums aus dem Jahr 2007 enthalten, aber wir werden „Social Distortion“ wohl sogar komplett spielen. Ist die Band an der jeweiligen Setliste beteiligt, oder entscheidet Ganzkörpertattoo Mike Ness alleine, was wo gespielt wird? Da ist ja in 37 Jahren einiges an Material zusamengekommen... Normalerweise kümmern sich Mike und Schlagzeuger David Hidalgo, Jr. darum. Beim abendlichen Soundcheck entstehen oft Ideen, aus denen dann später im Proberaum fertige Songs werden. Lassen wir abschließend noch Mike Ness zu Wort kommen, der neben seiner Arbeit mit Social Distortion auch mit den Solo-Alben „Cheating At Solitaire“ und „Under The Influences“ brillierte. Als Mensch (der selbstzerstörerisches Verhalten und Drogensucht hinter sich gelassen hat) und Songwriter/Musiker gereift, ist Frontmann Ness längst zur Ikone geworden. „Ich halte wirklich viel von traditioneller Musik, Blues, Country, Folk, Rockabilly und Rock´n Roll. Ohne diese Musik hätte ich nie eine Zukunft gehabt. Ich halte sie für ebenso wichtig wie den Gitarrenrock der 70er Jahre und den frühen Punk. Mit all diesen Einflüssen versuche ich mir selbst treu zu bleiben.“ So haben Social Distortion sich bis heute nicht davon abbringen lassen, Individualisten zu bleiben, die ihre Musik leben. Interview: Frank Keil Bild: Band Zenith, München, Mittwoch 22. April, ab 19.30 Uhr www.socialdistortion.com

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