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city-scene TriLux Juli 07/16

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6 TITEL IN EXTREMO M I T

6 TITEL IN EXTREMO M I T T E L A L T E R - R O C K Eine der erfolgreichsten Bands in Deutschland. Top-Chart-Platzierungen, zahlreiche Auszeichnungen, millionenfach verkaufte Tonträger. Die Rede ist von In Extremo, der Mittelalter- Metal-/Rockformation. Ausverkaufte Hallen und fulminante Festival-Auftritte haben die Sieben nicht müde gemacht, aktuell präsentieren sie ihr zwölftes Studioalbum „Quid Pro Quo“. Der Sound darauf ist unverkennbar und vertraut, dennoch tritt das Septett nicht auf der Stelle. In welcher Verbindung Störtebeker, Gesellschaftskritik, ein Moskauer Kosaken- Chor und Blin Guardian-Sänger Hansi Kürsch zueinander stehen, verriet Schlagzeuger Specki T.D. (Florian Speckhardt) saar-scene im lockeren Gespräch. In Extremo wurden bereits 1995 gegründet, Du bist erst seit 2010 Bandmitglied. Skizziere bitte kurz Deinen musikalischen Werdegang bis zum Einstieg bei der Band. Ich habe bereits las Dreijähriger getrommelt, wollte mit vier Jahren Schlagzeuger werden. Meine erste Profistation war dann die Skaband Skaos, später saß ich bei Letzte Instanz an den Drums und habe ab 2009 zunächst sporadisch, dann ab 2010 fest bei In Extremo getrommelt. Meine Premiere hatte ich beim Rock Im Park in Nürnberg, damals kam Dave Grohl (ex-Nirvana, Foo Fighters) nach der Show zu mir und lobte mich. Als ich ihm sagte, dass es mein erstes Konzert mit In Extremo vor Publikum sei,konnte er es gar nicht fassen. Text: Frank Keil Bild: PR

Wie hast Du rückblickend Eure Jubiläumsaktivitäten aus dem letzten Jahr in Erinnerung? Die komplette Veranstaltung war ein Highlight. „20 Wahre Jahre“, Jubiläum auf der Loreley, ausverkauft und Übertragung (die erste nach 15jahren Pause) vom WDR Rockpalast im Fernsehen festgehalten. Und die ganze Frische und Energie haben wir dann direkt im Anschluss für die neuen Aufnahmen genutzt. Es war sozusagen die Initialzündung. Wo und wie lange habt Ihr am neuen Album „Quid Pro Quo“ gearbeitet? Vor der Loreley gab es natürlich erste Ideen, danach ging die Vorproduktion los, die heiße Phase begann Mitte September. In den Principal Studios/Münster waren wir dann ab Januar 2016, erneut mit dem bewährten Produzententeam Umbreit/Sorg. Vorher gab es ja einige Probleme mit unserem ausgebrannten Proberaum in Berlin, was den Zeitplan fast gekippt hätte. Worin liegt der Unterschied zum erfolgreichen Vorgänger „Kunstraub“ aus dem Jahr 2013? Ein wenig mehr Rock, ein wenig mehr Metal. Für die beiden Russland-Songs haben wir erstmalig mit einem Moskauer Kosaken-Chor zusammengearbeitet. Trotzdem nicht die traditionellen Mittelalter-Klänge vernachlässigt, ein paar alte Instrumente hinzugenommen. Und vor allem kehren die Fremdsprachen zurück, die es auf „Kunstraub“ nicht zu hören gab. „Quid Pro Quo“, „Pikse Palve“ und „Dacw´Nghariad“ kann man hier durchaus als gelungene Beispiele anführen. Insgesamt die Quintessenz aus 21 Jahren In Extremo. Welcher Titel des Albums ist Dein Lieblingsstück und warum? Das ist eine extrem schwierige Frage. Sehr weit vorne steht da bei mir „Lieb Vaterland, magst ruhig sein“ wegen der aktuellen Thematik des 1. Weltkriegs. Gastsänger haben schon Tradition bei In Extremo, dieses Mal Hansi Kürsch von Blind Guardian und Marcus Bischoff/Alexander Dietz von Heaven Shall Burn. Kommen die Gastsänger in der Regel auf In Extremo zu oder wählt die Band sie nach eigenem Geschmack und zu dem jeweiligen Stück passend aus? Wir wählen uns die Gäste aus, die wir uns wünschen. Da geht es nicht nur um musikalische Vorstellungen, sondern in erster Linie um Freundschaften. Es hat noch keinen Gast gegeben, mit dem wir nicht auch privat zu tun hatten. Mit Hansi Kürsch und Blind Guardian waren wir im letzten Jahr zusammen auf einer Metal-Kreuzfahrt in der Karibik. Die waren auch schon öfters in Russland auf Tournee. Da bot sich an ihn den Text von „Roter Stern“ singen zu lassen. Dass der Text auf Deutsch ist, war auch eine Premiere für ihn. Auch Heaven Shall Burn sind gute Kumels, die wir für „Flaschenteufel“ nicht lange überreden mussten. „Quid Pro Quo“ heißt einfach übersetzt ´Geben und Nehmen´, welche Bedeutung kommt dem titelgebenden Stück des Albums zu? Eine tiefergehende. Das fängt schon beim Artwork an und hört erst beim Inhalt auf. Dieses Mal stand der Titel auch schon vor dem Schreiben vieler Texte fest. Es ist zwar kein Konzeptalbum, aber einen roten Faden gibt es, angefangen bei „Störtebeker“ über verschiedene Geben und Nehmen-Situationen bis hin zu „Sternhagelvoll“, einem Trinklied über gemeinsames Austauschen und Feiern. Mit wachsendem Erfolg steigt normalerweise auch die Verantwortung und soziale Bedeutung einer Band. Wie handhaben In Extremo Charterfolg und gesellschaftliches Engagement? Wir unterstützen Projekte wie z.B. die Kampagne iChance vom Bundesverband Alphabetisierung, die sich für Lesen- und Schreibenlernen einsetzt. Seit dem Loreley-Jubiläum arbeiten wir eng mit Sea Shepherd, der weltweit aktivsten Meeresschutzaktion zusammen. Wir engagieren uns für Viva Con Agua und statten immer wieder Sportmannschaften, vor allem in Berlin, mit Trikotsätzen aus. Die Band ist bekannt für ihre energetischen Live- Shows, vor allem auch für die verwendete Pyrotechnik. Gibt es da noch so eine Art schneller, härter, lauter, kurzum noch Steigerungspotential? Natürlich gibt es immer Steigerungspotential. Der Einsatz von Pyrotechnik hat sicher auch zum wachsenden Erfolg von In Extremo über die Jahre hinweg beigetragen. Sie waren ja auch Wegbereiter für andere Bands. Heute fährt aber jeder Schlagerstar tonnenweise Pyrotechnik auf, bei einer Helene Fischer-Produktion kannst Du dann einfach nicht mehr mithalten. Aber dennoch bleibt dies auch Bestandteil unserer kommenden Shows. Saarlandhalle Saarbrücken, Mittwoch, 12.Oktober, ab 20.00 Uhr www.inextremo.de

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