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city-scene TriLux Februar 02/16

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4 titel Skunk Anansie -

4 titel Skunk Anansie - Rock-Erlebnis aus London - Nach dem Comeback-Album „Wonderlustre“ (2010) präsentierten Skunk Anansie 2012 ihr letztes Studiowerk „Black Traffic“. Damit konnten sie recht locker an ihre Erfolgsalben aus den 90er Jahren anknüpfen. Es folgte ein Zwischenstopp mit dem beeindruckenden „An Acoustic...“ dem ersten Live-Album der Band überhaupt. Und jetzt kommt „Anarchytecture“, laut der Band eine Schnittstelle zwischen „Wonderlustre“ und „Black Traffic“. Was bleibt ist der melodiengetriebene Rock der frühen Karrierejahre, gepaart mit deutlich mehr elektronischen Einflüssen, was auch auf Produzent Tom Dalgety zurückgeht. Über allem thront nach wie vor die facettenreiche Stimme der charismatischen Frontfrau Skin. Ihr sozialkritisches Songwriting offeriert zwischen „Love Someone Else“ und „I´ll Let You Down“ erneut den ein oder anderen Hittipp. Genug Stoff um mit Deborah Anne Dyer alias Skin ein paar Worte zu wechseln...

Viele junge LeserInnen werden sich vielleicht nicht an den erfolgreichen Beginn Eurer Karriere erinnern, erzähle uns doch bitte ein wenig über die Anfänge von Skunk Anansie. Meine Familie stammt aus Jamaika. Musikalisch wuchs ich mit Jazz auf, später interessierte ich mich vor allem für Alternative Rock und Crossover aus den USA. Der Brit-Pop zuhause ging an uns nahezu spurlos vorüber. Skunk Anansie wurden 1994 gegründet, in der heutigen Besetzung mit Gitarrist Martin Ivor Kent (Ace), Schlagzeuger Mark Richardson und Bassist Richard Keith Lewis (Cass) sind wir seit 1995 zusammen. Ohne Frage, die Band ist wie eine Familie, die Bande zwischen uns sehr eng und gefühlvoll. Viele Leute aus meinem Umfeld und nicht zuletzt ich selber lieben die alten Stücke Marke „Weak“ und „Hedonism“. Die ersten beiden Alben „Paranoid & Sunburnt“ (1995) und „Stoosh“ (1996) gelten heute als Klassiker, in denen ihr die Mischung aus Rockmusik mit feministischen, antirassistischen Texten perfektioniert habt. Macht es 20 Jahre später immer noch Spass, diese Titel live zu spielen? Klar haben wir im Laufe unserer Karriere jede Menge weiterer Titel geschrieben, auch viele mit einer bedeutenden Botschaft. Aber die Fans lieben diese ´classics´ und sollen sie auch weiterhin zu hören bekommen. Nach dem dritten Album „Post Orgasmic Chill“ (1999) ging Skunk Anansie ein wenig die Luft aus. Trotz oder wegen des globalen Siegeszugs wirktet ihr ausgebrannt. Zwischen 2001 und 2009 hatte der musikalische Aufruhr eine Ruhepause. Wie hast Du diese Zeit verbracht? Ich habe 2003 mit „Fleshwounds“ und drei Jahre später mit „Fake Chemical State“ zwei Solo-Alben herausgebracht. Deneben habe ich mit den unterschiedlichsten KünstlerInnen aufgenommen. Und ich war über die Jahre hinweg bis heute als DJ-Jane in der Techno-Szene unterwegs. 2009 war das soziale und politische Bewußtsein in der Rockmusik zurück. Ihr habt Euch wiedervereint. „Smashes & Trashes“ markierte als eine Art Best Of-CD den Startschuß, den Start/Ziel-Sieg manifestierte „Wonderlustre“ 2010. Modern, melodisch, düster – wie siehst Du diese Zeit? Wirklich weg waren wir nie, als Bandmitglieder hatten wir immer Kontakt. Für uns war es nicht wirklich ein Comeback. Die Platte hatte ihre ganz eigene Stimmung, die auf einer unzerstörbaren Bandchemie basierte. Das sechste Album „Black Traffic“ fasste 2012 die Tourerlebnisse von „Wonderlustre“ zusammen. Es klingt elektronischer, hat mehr Samples, wirkt experimenteller. Und textlich hatte es große Finesse. Durchatmen scheint ein Fremdwort in Eurem Sprachgebrauch. 2013 folgte die Live CD/DVD „An Acoustic – Live in London“, die ein beeindruckendes Konzerterlebnis aus der Cadogan Hall in Chelsea wiedergibt. Unter den Stücken darauf ist auch das Paul Weller-Cover von „You Do Something To Me“, grandios schon vorher, in Deiner Version aber ebenfall direkt auf das Herz gerichtet. Wieso Paul Weller? Normalerweise machen wir nie Cover, aber der Song ist großartig und passt hervorragend zur Idee einer Akustik-Session. Paul Weller hat im Lauf seiner langjährigen Karriere immer wieder mit farbigen Sängerinnen gearbeitet, er hat dieses Gespür für ´Black Music´. Und ich kann mich mit diesem Titel zu 100% identifizieren. „Anarchytecture“ ist grob gesagt eine Mischung aus „Wonderlustre“ und „Black Traffic“. An der Energie hat sich nichts geändert, aber zum Teil wirkt ihr noch treffender, prägnanter. Wir wollen immer etwas Neues machen und uns auf die Dinge der Gegenwart beziehen. Produzent Tom Dalgety (u.a. Band Of Skulls) hat uns dabei richtungsweisend begleitet. Einige der Songs wie „Victim“ oder „In The Black Room“ haben erstaunlich viel Groove. Ansonsten sind wir definitiv immer noch eine Rockband. Was die Texte angeht bin ich sehr zufriedendamit, auch wenn ich sie größtenteils, eher unüblich, erst im Studio komplettiert habe. Du hast Dich schon mal programmatisch als ´schwarze, glatzköpfige, bisexuelle Amazone´ bezeichnet. Was liebt die private Skin? Meine Favoriten sind italienisches Essen und italienische Mode! Text: Frank Keil Bild: earMusic Do., 11.02.2016, 20.00h, Luxemburg/Rockhal www.skunkanansie.net www.skinmusic.com

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