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city-scene TriLux Dezember 12/15

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4 titel Von Brücken

4 titel Von Brücken Alternativer Pop mit Kopp Sag niemals nie. Sänger/Gitarrist Nicholas Müller, der aufgrund starker gesundheitlicher Probleme im Mai 2014 die Echo-Preisträger Jupiter Jones verliess, ist mit Von Brücken zurück. Zusammen mit Keyboarder Tobias Schmitz, der ebenfalls zum Jupiter Jones-Umfeld gehörte, hat er diese neue Band ins Leben gerufen. Mit der Hilfe von sechs weiteren Musikern entstand unter der Regie von Produzent Bertil Mark das 14 Titel umfassende Debütalbum „Weit Weg Von Fertig“ (Four Music/Sony). Im Rahmen ihrer Promoreise zum Album stand das Duo der Saar-Scene Rede und Antwort in punkto Reboot, Sabbatjahr und Zukunftsplänen.

Wie schwer ist Dir damals der Ausstieg bei Jupiter Jones gefallen, da Du ja maßgeblich an der Bandgründung 2002 beteiligt warst? Natürlich sehr schwer, da wir uns mit Jupiter Jones über die Jahre hinweg im deutschsprachigen Indie-Bereich etabliert hatten. Meine Störungen waren unterschiedlich stark ausgeprägt, zuletzt aber so stark, dass ich auf Rat meiner Therapeutin die Notbremse gezogen habe, um mich wegen dieser Panik- und Angstattacken nachhaltig in Behandlung zu geben. Von Brücken. Nicht gerade ein herkömmlicher Bandname. Wie kam es dazu? Das kam uns in den Sinn, als wir über unsere langjährige Freundschaft, das neue Projekt und die Zusammenarbeit mit anderen Musikern nachgedacht haben, das gab dem Ganzen so eine Art passenden Überbau. Von Brücken hat so etwas Aristokratisches, es passt menschlich und musikalisch. Der Mischung aus Alternative-Rock, Indie-Pop und Punk bist Du auch mit Von Brücken treu geblieben. Du singst auf Deutsch, das Instrumentarium ist breit gefächert. Zurück zu den Wurzeln? Wir nennen es gerne schamfreien Pop. Cinemascope ohne Hollywood. Sturm und Drang mit Konzept. Wir haben versucht anspruchsvolle Texte zu schreiben, da durfte Gesellschaftskritik nicht fehlen. Stichwort M.A.R.S., die moderne Anstalt rigoroser Spakker. Unter diesem Namen hat Thomas D (zu hören auf „Ist Gut, Mensch“) in der Eifel 1999 eine Künstler-Kommune gegründet, die bis heute existiert. Dazu gehört auch ein Studio? Ja, in dem Studio, den Haus Erika Productions, entstand mit Hausproduzent Bertil Mark das komplette Album. Die Gastfreundschaft auf dem M.A.R.S.-Anwesen war riesig, über die Monate sind so 14 Titel entstanden, die Tobias und ich geschrieben und komponiert haben. Der Albumtitel spiegelt auch unsere Generalrichtung wider, im Studio und live gibt es immer wieder die ein oder andere Überraschung, die das Ergebnis so einzigartig macht. Was sicher auch an der Umgebung und den Menschen auf dem M.A.R.S.-Anwesen lag. Gibt es denn trotz aller Vertrautheit mit dem Gesamtergebnis den ein oder anderen Song, der Euch besonders am Herzen liegt? Die derzeitige gesellschaftliche Situation in Deutschland hat „Blendgranaten“ mit seinen direkten Lyrics gegen Fremdenfeindlichkeit noch einmal einen ganz anderen Stellenwert gegeben. Die Ballade „Elephanten“ (feat. Rocky Votolato) zeigt uns von der ruhigen, nachdenklichen Seite. Und auch wenn es kein Konzeptalbum über die Erkrankung von Nicholas geworden ist, beschäftigt er sich im Stück „Lady Angst“ doch nachhaltig mit diesem Thema. Und wir sollten „Gold Gegen Blei“ nennen, nicht nur die erste Single, sondern auch der erste Song, den Nicholas und ich gemeinsam geschrieben haben. 12.104 „Gefällt-mir“-Angaben auf facebook und Einstieg auf Platz 12 in den deutschen Charts direkt zur V.Ö. des Albums. Da ist die Vorfreude auf die kommende Tournee 2016 sicher riesig. Gab es vor dem Hintergrund der therapeutischen Behandlung und überwundenen Krankheit dennoch schon eine Art Probelauf vor größerem Publikum? Ja, wir sind im September erfolgreich beim Reeperbahn-Festival in Hamburg aufgetreten. Jetzt laufen die Vorbereitungen für die Tournee im Februar 2016 an, bei dem uns der US-amerikanische Künstler Rocky Votolato supporten wird. Text: Frank Keil Bild: Veranstalter Saarbrücken/Garage Dienstag, 23. Februar 2016, 20.00h, www.vonbruecken.de

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